Hans Joachim Iwand, Die Liebe, die des Gesetzes Erfüllung ist, schafft und erhält das rechte Verhältnis zum Bruder (1950): „Nicht wahr, wenn uns gesagt würde: Das bist du, dann gerade wollen wir es nicht glauben. Wir können alle glauben, dass das Bild, das wir von uns selber haben, wieder besser werden könn­te, etwas retuschiert werden könnte, dass einige Flecken wegkom­men können, aber wir können nicht glauben, dass, wenn Jesus Chri­stus vor uns hingestellt wird, gesagt wird, das bist du, so bist du.“

Die Liebe, die des Gesetzes Erfüllung ist, schafft und erhält das rechte Verhältnis zum Bruder Von Hans Joachim Iwand Luther … Mehr

Hans Joachim Iwand, Über das Verhältnis von Theologie und Kirche (1954): „Der Mensch kann gar nicht Gott Gott sein lassen, er muss ihn immer wieder verwandeln in den Gott seiner Wünsche und Vorstellungen, in den Menschengott, den die Radikalen längst schon hinter dem idealistischen Gottesbegriffe vermutet hatten, ‚ein Bild, das mir gleich sei‘. Unerhörtes Erschrecken ging auf einmal durch die Reihen der Theologie, als hinter der Religion die Möglichkeit, ja mehr, die Gewissheit auftauchte, dass hier der Mensch sich Gott schafft nach seinem, des Menschen, Bilde. Die umgekehrte Schöpfung! Nicht mehr Theologie wäre dann das — was wir treiben —, sondern eine höchst raffinierte, unter dem Vorhang der Theo-logie vorgenommene Anthropologie. Gott nur ein Umweg, um den Menschen zum höchsten Selbstbewusstsein, zu einem die Endlichkeit transzendierenden Selbstbewusstsein zu bringen. Als ob wir mit diesem Begriff den Punkt berührt hätten, an dem der Übermensch erzeugt wird! ‚Dii infelices‘ — so sagt Luther, Wesen, die weder im Himmel noch auf Erden daheim sind.“

Über das Verhältnis von Theologie und Kirche (1954) Von Hans Joachim Iwand I. Gedächtnistage sollten in unserer Epoche nicht nur … Mehr

Walter Kreck über Hans Joachim Iwand (1968): „Alle Enttäuschungen und Angriffe, die er gerade gegen Ende seines Lebens reichlich erfuhr und unter denen er oft schmerzlich litt, konnten ihn darin nicht beirren, dass die Theologie eine herrliche Aufgabe sei und der Theologe heute eine große und verheißungsvolle Mission zu erfüllen habe. Wie er seinen Dienst verstand, das sei zusammenfassend mit seinen eigenen Worten ausgedrückt: »Wahrscheinlich stehen wir erst am Anfang einer sehr weit um sich greifenden Wandlung innerhalb der sogenannten christlichen Welt. Wohin wir blicken, da lösen sich die vorhandenen Bildungen auf und verwandeln sich in neue Formationen. Die Grenzen der Kirchen und ihrer herkömmlichen Bekenntnisse werden flüssig, Konversionen verraten das Ungenüge der Menschen mit ihrer herkömmlichen kirchlichen Erziehung. Gott zerbricht das Gehäuse, in dem wir leben, um uns wieder unter seinem freien Himmel zu haben, wo er allein unser Gott und wir allein sein Volk sind.«“

Hans Joachim Iwand (1899–1960) Von Walter Kreck »Diejenigen, die ihre Aufgabe in ein Programm zu fassen vermögen, die umgehen gerade … Mehr

Hans Joachim Iwand, Um die Einheit und Reinheit der Bekennenden Kirche (1936): „Es gibt eine Gottlosigkeit der Heiden, sie hat etwas Er­barmungswürdiges an sich, denn sie kennen ja nicht den Herren der Herrlichkeit — aber es gibt auch, und nur allzu oft und nur allzu nahe, eine Gottlosigkeit derer, die einmal mit dem Evangelium er­leuchtet sind und das heilsame Wort Gottes geschmeckt haben — der Herr unser Gott wolle uns allesamt davor bewahren, dass wir dahin abstürzen und andere dahin mitreissen. Gibt es denn niemanden mehr, der diese Furcht versteht? Der uns von daher versteht? Sind wir einander so ferne gerückt, dass wir uns nicht mehr verstehen können in der Furcht Gottes? Aus der Furcht vor Gott haben wir bekennen müssen vor den Menschen, aus der Furcht vor Gott dürfen wir heute von dem, was wir bekannt haben, nicht weichen.“

Um die Einheit und Reinheit der Bekennenden Kirche Wort des Vorbereitenden Ausschusses des Reichsbruderrats, verfasst von H. J. Iwand, Berlin, … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigtmeditation zu 2. Korinther 1,18–22 (1953): „Gerade die bedeutendsten Prediger und Theologen, die uns das Ja Gottes in Jesus Christus in anfechtungsvoller Zeit bezeugt haben, sind heute der Kirche durch solch einen Schatten verdunkelt. Könnte nicht der letzte Sonntag vor Weihnachten eine Gelegenheit sein, vor der offenen Tür dem Ja Gottes in Jesus Christus sich neu an die Hand zu fassen, ‚uns mit euch‘! zu sagen, und so die Gemeinde von dem Argwohn zu befreien, als wollten wir Herr sein über ihren Glauben, um vielmehr von neuem Mitarbeiter zu werden an ihrer Freude.“

Predigtmeditation zu 2. Korinther 1,18–22 (1953) Von Hans Joachim Iwand Ja und Nein zugleich war keine gute Theologie (Shakespeare, König … Mehr

Hans Joachim Iwand, Brief an Fritz Kessel, DC-Bischof der Provinz Ostpreußen mit Sitz in Königsberg (1934): „Dass heute ein Geschlecht von jungen Theologen heranwächst, die wie­der ‚aus Glauben reden‘ und darum vielleicht denen, die aus der Kirche von ehedem kommen, unbequem sind, ist meine Zuversicht und Gewissheit. Wer wider sie steht, wird nicht auf immer widerstehen können.“

Brief an Fritz Kessel, DC-Bischof der Provinz Ostpreußen mit Sitz in Königsberg (1934) Von Hans Joachim Iwand Königsberg, den 8. … Mehr

Hans Joachim Iwand, Predigt über 1. Johannes 1,5-9 (Predigerseminar Jordan, 1937): „Meine Brüder, die Anfechtungen des Lebens können und werden noch sehr hoch gehen, es werden Zeiten und Stunden kommen, in denen wir glauben, Gott ganz verloren zu haben, aber wenn wir dies, dies letzte, endgültige Wort Gottes nicht loslassen, dann wird es kräftiger sein als alles, was uns von Gott trennen will. Dann wird es wirklich das Wort sein, das Gott über unser Leben setzt und das darum gilt in Zeit und Ewigkeit. Denn dabei wird es bleiben, solange wir hier auf Erden unseren Weg gehen: Was wir als Trost und Gewißheit unseres Glaubens haben, das haben wir darum, weil wir uns flüchten dürfen in die Arme unseres Gottes, der uns krönt mit Gnade und Barmherzigkeit und der zu uns sagt: Sei getrost mein Sohn, dir sind deine Sünden vergeben.“

Predigt über 1. Johannes 1,5-9 (1937) Von Hans Joachim Iwand Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört … Mehr

Hans Joachim Iwand: Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935): „Da hilft nur, dass man da stehen bleibt, wo man hingestellt wird, wenn man in Christo redet. Aus Gott, Gott gegenüber. Das heißt: Gott im Rücken und Gott im Angesicht, so dass es keine Flucht gibt, keinen Rückzug und kein Überlaufen zum Gegner. Gott selbst ist unser Auftraggeber, und Gott selbst ist unser Hörer. Wer sein Wort reden muss, der gerät in den Lichtkegel seiner Wahrheit und wird durchleuchtet bis in die verborgensten Fasern seines Herzens.“

Predigt über 2. Korinther 2,14-17 (1935) Von Hans Joachim Iwand Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in … Mehr

Hans Joachim Iwands Entwurf eines Friedenswortes für die Synode der EKD in Berlin-Weißensee 1950: „Wir bitten Gott, dass der letzte dieser Kriege die Wendung der Menschheit zum Frieden einleitete und dass, was jener zerstörte an Leib und Seele, eine neue und junge Generation aufbauen könne, zur Ehre Gottes und in der Kraft unseres Erlösers, Jesus Christus. Wir kommen von Ostern her und gehen Pfingsten entgegen. Hinter uns steht die Tat der Versöhnung der Welt mit Gott und der Sieg des gekreuzigten Jesus von Nazareth über den Tod. Wir sind eingeschlos­sen in seinem Triumph. Vor uns steht die Verheißung des Pfingstgei­stes, der den Geist von Babel mit seiner Sprachenverwirrung aufzuhe­ben vermag. Wir wissen, dass wir nichts anderes sein können als Gottes Zeugen in der Welt und vor der Welt.“

Entwurf eines Friedenswortes für die Synode der EKD in Berlin-Weißensee 1950 Von Hans Joachim Iwand Auf der Bruderratssitzung vom 9./10. … Mehr