Alfons Deissler, Wie wir als Christen die Psalmen beten: „Selbstverständlich gehört zum Sinne des Psalmenbetens ihre ‚Übersetzung‘ in unsere Zeit, unsern Horizont und unsere Situation. ‚Übersetzen‘ aber ist sachgemäß nicht möglich, ohne dass man vorher übersetzt an das Ufer des zu Übersetzenden und damit hinüber- und hinuntergeht in die Glaubens- und Lebenswelt Israels. Die Ur-Sprünge einer Sache dürfen nicht übersprungen werden, wenn man ihres Wesens habhaft werden will. Die Psalmen sind sich zu gut dafür, dass man sie als bloße Worthülsen ge­brauchen dürfte, in die man seine subjektiven Empfin­dungen und Befindlichkeiten hineingibt.“

Wie wir als Christen die Psalmen beten Von Alfons Deissler Die Menschen von heute wurden von den Meinungspro­pagandisten fleißig dazu … Mehr

Kurt Frör, Das Amen im Gottesdienst (Leiturgia, 1955): „Das Amen hat primär eine responsorische Funktion. Es soll von der Gemeinde gesprochen werden zum Zeugnis dafür, dass das in ihrem Namen gesprochene oder ihr zugesprochene Wort von ihr aufgenommen wird und für sie gültig sein soll. Das gleiche gilt bei kirchlichen Handlungen für den Einzelnen. Das Amen der Gemeinde ist im Neuen Testament primär ein Teil der doxologischen Akklamation. Es soll darum von ihr vor allem anderen dazu gebraucht werden, in eine in ihrer Mitte gesprochene Doxologie einzustimmen. Dazu ist es notwendig, dass die liturgischen Gebete wie in der alten Kirche in der Regel einen doxologischen Schluss haben.“

Das Amen im Gottesdienst Vor Kurt Frör Das Wort Amen wird schon im Alten Testament unter anderem als Akklamation der … Mehr

Jürgen Henkys zu Jochen Kleppers Lied „Der Tag ist seiner Höhe nah“ (EG 457): „Wie Kleppers trostreiches Abendlied das tiefe Ruheverlangen in einer Zeit zermürbender Schlaflosigkeit entstand, so das Mittagslied in Tagen, in denen ‚der Kampf um die Arbeitszeit … sehr viel aufreibender als die Arbeit selbst‘ war. Einer, der verzweifelt um Stille für sein Werk kämpft, ruft dazu auf, vom eigenen Werk absehend still zu werden, das Werk wie das Mahl als Gabe und also betend zu empfangen.“

Zu Jochen Kleppers Lied „Der Tag ist seiner Höhe nah“ (EG 457) Von Jürgen Henkys Von den 16 „Kyrie“-Liedern (Erstausgabe) … Mehr

Johannes Rehm über das Abendmahl: „In der Frage der Zulassung zu Abendmahl bzw. Eucharistie treten konfessionelle Unter­schiede zutage. Die römisch-katholische Kirche erlaubt ihren Mitgliedern die Teilnahme am evangelischen Abendmahl nicht. Wird dieses Mahl christologisch als Herrenmahl verstanden, dann dürfen Diener der Kirche getaufte Christen nicht ausschließen. Dies entspricht evangelischer Haltung. In der katholischen Kirche ist die Eucharistie an das Priesteramt gebunden, was zu einer konfessionell exklusiven Mahlpraxis führen kann. Grundsätzlich vertrauen alle Kirchen die Feier des Abendmahls besonders beauftragten Personen an.“

Abendmahl Von Johannes Rehm 1. Begriff Abendmahl, Herrenmahl, Eucharistie – dies sind die gängigen unterschiedlichen Begriffe für dieselbe gottesdienstliche Mahlfeier … Mehr

Martin Luther, Ein Sermon von dem heiligen hochwürdigen Sakrament der Taufe (1519): „Die Taufe heißt auf Griechisch baptismos, auf lateinisch mersio, das ist, wenn man etwas ganz ins Wasser taucht, das über ihm zusammenschlägt. Und wiewohl an vielen Orten der Brauch nicht mehr ist, die Kinder in das Taufwasser ganz hineinzutauchen, sondern man begießt sie allein mit der Hand aus dem Taufwasser, so sollte es doch so sein und wäre recht, dass man nach dem Wortlaut des Wörtleins Taufe das Kind oder einen jeden, der ge­tauft wird, ganz hinein ins Wasser senkt und tauft und wieder herauszieht.“

Ein Sermon von dem heiligen hochwürdigen Sakrament der Taufe (1519) Von Martin Luther Zum ersten. Die Taufe heißt auf Griechisch … Mehr

Romano Guardini, Die Stimme der Glocken: „Aus dem Hause Gottes wächst der Turm in die freie Luft und nimmt sie gleichsam für Gott in Besitz. Im Turm, im Gestühl, hängen die Glocken, schwer vom Erz. Sie schwingen um die Welle, und ihr; ganzer klar geformter Körper schwingt und sendet Klang auf Klang hinaus in die Weite. Wellen des Wohllautes; helle rasche oder schwere volle, oder tiefe langsam dröh­nende. Sie strömen hinaus, durchfluten die Weite und füllen sie mit der Botschaft des Heiligtums.“

Die Stimme der Glocken Von Romano Guardini Drinnen der Raum der Kirche spricht von Gott. Er gehört dem Herrn, ist … Mehr