Christliche Weisheit? Von Gerhard von Rad Wer sich mit der Weisheit des alten Israel befaßt, wird zunehmend von der Frage … Mehr
Kategorie: Gerhard von Rad
Gerhard von Rads Predigtmeditation zu 1.Mose 4,1-16: „Um Gottes willen wird Abel erschlagen.“
Auch in der neuen Perikopenordnung ist für den 13. Sonntag nach Trinitatis in der dritten Reihe 1. Mose 4,1-16, also … Mehr
Gerhard von Rad zur Josephsgeschichte (1Mose 50,15-21): „Vergebung unter Menschen ist keine rein innermenschliche Regelung, sie reicht in jedem Fall tief hinein in das Verhältnis der Menschen zu Gott. Gott hat dieses ganze zwielichtige Gelände menschlicher Leidenschaften in sein Heilswalten einbezogen, ja, er hat die Brüder selbst zu Empfängern seiner »Errettung«, als Teilhaber des »großen Entrinnens« werden lassen. Darin ist auch seine Vergebung enthalten.“
Gerhard von Rad hat eine wunderbare biblische Besinnung zur Josephsgeschichte (1Mose 37-50) geschrieben, die als Vorbereitung zur Predigt über 1Mose … Mehr
Gerhard von Rad über den Propheten Jona (1950): „»Ja, mit Recht zürne ich bis an den Tod!« Dies also ist der Bote, sozusagen der Treuhänder der Gedanken Gottes über Ninive! — Nun aber holt der Erzähler aus zum Letzten. Jetzt führt er uns aus allem Zwielicht, aus allen Lächerlichkeiten, Unbegreiflichkeiten, mit einem Wort, aus allen Menschlichkeiten steil hinauf unmittelbar an das Herz Gottes. Gott hat das letzte Wort; und wir können nichts Besseres tun, als die wundervollen Worte einfach hierher zu setzen, die in ihrer Hoheit und Gnade gewissermaßen den ganzen Raum ausfüllen, dass jede weitere Frage nach Jona und seinem Starrsinn gegenstandslos wird.“
„Vielleicht stünde es um unser Verständnis des Alten Testamentes anders, wenn bei uns vor allem Theologisieren die Kunst des einfachen … Mehr
Gerhard von Rad über die Weisheit in Israel (1970): „Wirklich weise ist nur der, der sich nicht weise dünkt. Sich selber weise zu dünken, ist ein sicheres Zeichen der Torheit. Nie kann die Weisheit selbst zum Gegenstand des Vertrauens, zur letzten Stütze des Lebens werden. Am großartigsten hat das Jeremia ausgesprochen: »Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit und ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke und ein Reicher rühme sich nicht seines Reichtums. Vielmehr dessen rühme sich, wer sich rühmen will, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin.« (Jeremia 9,22 f.)“
Bekanntlich gilt die letzte Monographie Gerhard von Rads der Weisheit in Israel (Neukirchener Verlag). Dazu gibt es auch einen Rundfunkvortrag … Mehr
Gerhard von Rad, Das Opfer des Abraham (1. Mose/Genesis 22,1-19): „Der Abgrund hat sich geschlossen, die Not wurde durchgestanden. Abraham hat die Bindung an Gott nicht abgeworfen, und dafür empfängt er aus dem Munde Gottes selbst das Ehrenprädikat eines Gottesfürchtigen, d. h. eines Gehorsamen. Aber noch mehr: Auf der Überwindung dieser Not liegt auch ein Segen. Von jetzt ab kann sich jeder Nachkomme Abrahams sagen: Er hat’s durchgestanden, und du stehst im Genuß des Segens, der über ihm ausgerufen wurde.“
Gerhard von Rads letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten ist seine meisterliche Auslegung von Genesis 22,1-19, die 1971 im Christian Kaiser Verlag … Mehr
Gerhard von Rad, Die Diskussion über die Leiden Hiobs (1961): „Hiob steht in einer äußersten Dramatik des Glaubens; das Gottesbild hat sich ihm beinah in zwei Aspekte zerrissen, denn er appelliert allen Ernstes an den Freund Gott gegen den Feind Gott, der ihn zerstört.“
Gerhard von Rad hatte sich im Oktober 1961 in zwei Vorträgen für den damaligen Südwestfunk des Buchs Hiob angenommen. Hier … Mehr
Gerhard von Rad, Die Erzählung von den Leiden Hiobs: „»Der Herr hat’s gegeben, der Satan hat’s genommen.« Hiob hat es ausschließlich mit Gott zu tun. Aber das, was Hiob sagt, das ist entscheidend, denn – wieder hat Herder es prächtig formuliert – : Dieser Hiob leidet als der Ruhm und Stolz Gottes.“
Von Gerhard von Rad stammt der oft zitierte Spruch „Die legitimste Form theologischen Redens vom Alten Testament ist […] immer … Mehr
Gerhard von Rad, Predigt über 4. Mose/Numeri 22-24 (Ausschnitte aus der Bileam-Erzählung): „Auf welcher Seite stehen denn nun die besseren Realisten? Sind es die, die dieses »Wir heute« so anspruchsvoll im Munde führen, sind sie die besseren Realisten? Oder ist ihnen unser Erzähler im Vorsprung, wenn er den Segen Gottes für eine Wirklichkeit, für eine Macht hält, von der wir Tag und Nacht unbewußt leben, so dass wir verloren gingen, wenn wir uns nicht in ihr bergen könnten. Hier entscheidet es sich doch erst, was die eigentliche Wirklichkeit unseres Lebens ist.“
Eine nachdenkliche Predigt zur Bileam-Erzählung (vgl. dazu auch Rads Rundfunkvortrag „Die Geschichte von Bileam“): Predigt über 4. Mose 22-24 (Ausschnitte … Mehr