Arnold Angenendt, Was hat das Christentum Gutes gebracht?: „Aller Gottesdienst ist immer auch Nächstendienst. Weder in Griechenland noch in Rom hatte die Antike eine allgemeine Armen-Fürsorge ausgebildet, ganz anders die Christen. Paul Veyne: ‚Die jüdische Pflicht der Almosen gelangt auch in die alte Kirche, die mit Hospitälern, Hospiz- und Armenhäusern die organisierte Wohltätigkeit erfand, welche in säkularisierter Form im heutigen Sozialstaat weiterlebt‘.“

Was hat das Christentum Gutes gebracht? Von Arnold Angenendt Zurzeit wird jede Art von Verfehlungen, die sich die Kirchen geleistet … Mehr

Ted Grimsrud und Howard Zeh, Gott, Gerechtigkeit und die Behandlung von Straftätern neu überdenken (Rethinking God, Justice, and Treatment of Offenders): „Indem wir die ‚Be­friedigung‘ der unpersönlichen Gerechtigkeit (‚Gottes Heiligkeit‘) in den Mittelpunkt unserer Reaktion auf kriminelle Handlungen stellen, finden die beteiligten Menschen – Opfer, Täter, Mitglieder der Gemeinschaft – selten Ganzheit. Darüber hinaus wird das Leiden der größeren Gemeinschaft oft nur vergrößert.“

Problematisch in diesem Aufsatz ist, dass Grimsrud und Zehr nicht zwischen der anselmschen Satisfaktionslehre und der biblischen Sühnetheologie zu unterscheiden … Mehr

Das Hohelied der Liebe (1. Korinther 13, 1-13) in der Übertragung von Jörg Zink: „Die Liebe hat Zeit. / Sie liebt mit langem Atem. / Sie ist freundlich. / Sie erzwingt nichts / und nimmt den Geliebten, wie er ist. // Sie fällt nicht auf / und stellt sich nicht zur Schau. / Sie verletzt nicht. / Sie greift nicht an. / Sie sucht keinen Gewinn. // Sie wird nicht bitter / durch bittere Erfahrung. / Sie rechnet das Böse nicht zu. / Sie trauert über das Unrecht / und freut sich über die Wahrheit.“

Das Hohelied der Liebe (1. Korinther 13, 1-13) in der Übertragung von Jörg Zink Spräche ich in allen Sprachen der … Mehr

Eberhard Jüngel, Gewissen – was ist das?: „Diese rigorose Tendenz des Gewissens verstärkt sich, wenn der im Gewissen vor sich selbst zitierte Mensch sich nicht mehr zugleich als vor Gott existierender Mensch erfährt und versteht. Dann tritt die Stimme des Gewissens an die Stelle des Wortes Gottes. Dann usurpiert das Gewissen das Richteramt Gottes und wird so gerade in seiner morali­schen Rigorosität zur letzten Bastion der Sünde: sei es, dass es zum Ort der eigenmächtigen Selbstrechtfertigung, sei es, dass es zum Ort der selbstzerstörerischen Selbstverurtei­lung wird.“

Gewissen – was ist das? Von Eberhard Jüngel 0. Der zu Gottes Ebenbild geschaffene Mensch ist, weil von Gott auf … Mehr

Blaise Pascal, Gebet zu Gott um den rechten Gebrauch der Krankheiten (1660): „Gib, dass meine Schmerzen die dei­nen werden. Vereine mich mit dir; erfülle mich mit dir und deinem Heiligen Geist. Geh ein in mein Herz und in meine Seele, um darin meine Leiden zu tragen und um weiter in mir zu erdulden, was noch von deinem Leidensweg vor dir liegt.“

Fast unerträglich ist es, wie Blaise Pacal die eigene Krankheit(en) in das Unverhältnis des Menschen zu Gott nimmt: Gebet zu … Mehr