Heinrich Albertz, Was meine ich, wenn ich das Vaterunser bete? (1981): „«Vater unser». Ich kann es nur meinen, weil der Sohn der Maria es so gemeint hat. Er führt uns dann durch die Bitten, die wir sprechen sollen und die die ganze Welt umschließen, die große und die kleine, und seinen Himmel und seine Erde. Aber er lässt sie uns sprechen – welches tägliche Wun­der – so wie die Kinder mit ihrem Vater sprechen und der Vater mit seinen Kindern spricht.“

Was meine ich, wenn ich das Vaterunser bete? Von Heinrich Albertz Zuerst: Wenn ich es allein und für mich bete, … Mehr

Tomas Halík, Ein Leib, ein Geist, auf Hoffnung: „Die bevorstehende Reform der Kirche ist eine Antwort auf einen langfristigen Prozess, der das Gegenteil von Evangelisierung ist: der Prozess der Ex-Kulturation des Christentums in großen Teilen unserer Welt. Von Ex-Kultur kann man sprechen, wenn der christliche Glaube oder seine äußere Form, die Kirche und ihre Ausdrucksformen, an Glaubwürdigkeit, Klarheit und Fruchtbarkeit verlieren.“

„Ein Leib, ein Geist, auf Hoffnung“. Hauptvortrag auf der 13. Generalversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) am 14. September 2023 in … Mehr

Margarete Susman, Gib uns Frieden! (1950): „Daß die Menschenbitte / Von ihren Lippen / Als Wort sich nicht mehr emporwagt / Und nur noch als Schrei, / Als ein einziger brandender Weheschrei aller / Die Wolken durchstößt, / Den Himmel zerreißt: / Dona nobis pacem!“

Gib uns Frieden! Dona nobis pacem!Bitte der Bitten,Osterbitte,Gewaltiger ChorSterblicher Wesen,Die ein Unsterbliches zu suchenAngetreten sind! Ach, aber sterblicher Wesen,Die auf … Mehr

Briefwechsel zwischen Kornelis Heiko Miskotte und Karl Barth zum Unvermögen des Predigens (1929): „Die äußerste Entfremdung zwischen der Gemeinde und der Sa­che (Anfechtung) fiel mir aufs Herz – ich war plötzlich ohne Kontakt mit den Menschen und ohne Kontakt nach oben, in ei­ner furchtbaren Leere, wo jedes Wort und jede Gebärde mir sinnlos schien – es war nur ein Moment, aber ein warnender – Ach, warum schreibe ich an Barth – was hat er mit dieser Sache zu tun?“

Briefwechsel zwischen Kornelis Heiko Miskotte und Karl Barth zum Unvermögen des Predigens 8. April 1929 Hochverehrter Herr Professor Ich muß … Mehr

Arnold Angenendt über Befleckung und Reinheit in der mittelalterlichen Religiosität: „Wie stark diese Reinheitsvorstellungen archaischer Natur waren, zeigt sich insbe­sondere daran, daß die Sexualstoffe als solche verunreinigten. Bei Männern war es das Sperma, dessen vermeintliche Kraft sich auch in magischem Gebrauch zeigte und etwa dem Liebeszauber dienen konnte. Im Kultbereich galt: nur schon damit behaftet zu sein beschmutzte und machte handlungsunfähig.“

Befleckung und Reinheit in der mittelalterlichen Religiosität Von Arnold Angenendt Das 15. Kapitel des Buches Leviticus kennt einen Körperausfluß, der … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte, Der (Un-)Sinn des Lebens (1969): „Ja, wir sind da! Auf dieser Erde! Und der Sinn unseres Seins ist, dazusein! da zu sein vor Gott; Gott liebt uns auch mehr als den Sinn unseres Lebens. Verstehe das wohl! Er hat den Namen des Menschen so hoch erhoben, daß dieser nie mehr unterdrückt werden kann. Das ist die Bedeutung der »Himmelfahrt«!“

Der (Un-)Sinn des Lebens [De (on)zin van het leven][1] Von Kornelis Heiko Miskotte Der Sinn des Lebens Man tut gut … Mehr

Stanley Hauerwas, Brief an einen jungen Theologen: „Als Christ sind Sie aufgerufen, mehr zu tun als nur zu überleben. Sie sind dazu berufen, die Ihnen gegebene Gelegenheit zu nutzen, um zu lernen, die Welt als Geschöpf eines Gottes zu begreifen, der möchte, dass wir uns an der Liebe, die uns ins Leben gerufen hat, erfreuen und darin schwelgen. Gott hat Ihrem Verstand eine gute Aufgabe zugewiesen. Als Mitglieder der Kirche zählen wir auf Sie. Es wird nicht leicht sein.“

Brief an einen jungen Theologen Von Stanley Hauerwas „Die christliche Religion“, schreibt Robert Louis Wilken, „ist unausweichlich rituell (man wird … Mehr

Regine Diem über ihre Mutter Annelise Diem, Theologin und Pfarrfrau in Ebersbach an der Fils: „Als es 1939 zum Krieg kam, wurde mein Vater eingezogen. Zunächst war ein Vikar da; als dieser dann auch in den Krieg musste, übernahm meine Mutter ganz selbstverständlich den sonntäglichen Gottesdienst und auch die Beerdigungen. Nach Kriegsende hat der Predigtdienst für meine Mutter wieder aufgehört, der Oberkirchenrat brauchte sie nicht mehr.“

Annelise Burmann war eine der ersten Theologiestudentinnen, die bei Karl Barth in Göttingen studierten. In Tübingen lernte sie im Wintersemester … Mehr