Johannes Rehm, Wider eine „Theologie der gegebenen Tatsachen“. Pfarrer Karl Steinbauer (1906–1988). „Worauf setzt Kirche ihr Vertrauen und woran orientiert sie sich in ihrem Reden und Tun? Orientiert sie sich an sogenannten gegebenen Tatsachen oder vertraut sie auf Gottes Verheißungen? Diese Frage seiner Kirche in den verschiedenen geschichtlichen und politischen Herausforderungen des 20. Jahrhunderts immer neu zu stellen, wurde Karl Steinbauer nie müde. Weil diese Frage uns Christinnen und Christen heute genauso betrifft wie die Generationen vor uns, deshalb lohnt sich die Auseinandersetzung mit dem Glaubenszeugnis von Karl Steinbauer.“

Wider eine „Theologie der gegebenen Tatsachen“. Pfarrer Karl Steinbauer (1906–1988) Von Johannes Rehm Gerne komme ich als Leiter eines landeskirchlichen … Mehr

Eberhard Röhm über Hermann Stöhr (1898-1940): „Als einflußreiche Freunde den Sprecher des »Geist­lichen Vertrauensrats der Deutschen Evangelischen Kirche«, Landesbischof August Marahrens, drängten, ein Gnadengesuch des zum Tod verurteilten Stöhr zu unterstützen, lehnte dieser unter Hinweis auf ein Gutachten seiner Kirchenjuristen ab. Bei Stöhrs Begräbnis auf dem Berliner St. Johanniskirchfriedhof wurde die kirchliche Feier durch die anwesenden Gestapo­beamten abgebrochen, als in der Liturgie das Wort »Frieden« gefallen war.“

Hermann Stöhr Geb. 4. 1. 1898 in Stettin; gest. (hingerichtet) 21. 6. 1940 in Berlin-Plötzensee Von Eberhard Röhm Am 2. … Mehr

Ulrich Peter über Günther Dehn (1882-1970): „Dagegen sind Dehns Studien aus den zwanziger Jahren über die religiöse Lage der großstädtischen Arbeiterjugend weitgehend verges­sen. Der Pionier empirischer Religionssoziologie hatte hierzu mehrere beeindruckende Studien publiziert, die auf der Befra­gung mehrerer tausend Berliner Lehrlinge basierten.“

Günther Dehn Geb. 18. 4. 1882 in Schwerin; gest. 17. 3. 1970 in Bonn Von Ulrich Peter Günther Dehn wurde … Mehr

Eberhard Jüngel, Der königliche Mensch. Eine christologische Reflexion auf die Würde des Menschen in der Theologie Karl Barths (1966): „Dass sich im Leben und und Sterben des Menschen Jesus Gottes nicht nur widerspruchsloser, sondern den Widerspruch der Sünde und des Todes besiegender Lebensakt vollzog, konstituiert die Würde des königlichen Menschen. Dass dieser eine Lebensakt Gottes als Akt seiner freien Liebe im Sein des königlichen Menschen anschaulich wurde, macht diesen Men­schen zur Hoffnung der Welt.“

Der königliche Mensch. Eine christologische Reflexion auf die Würde des Menschen in der Theologie Karl Barths Von Eberhard Jüngel Eine … Mehr

Walter Höchstädter und seine illegale Flugschrift „Darum seid nüchtern!“ wider die nationalsozialistische Judenvernichtung (1944): „Das Blut von Millionen hingeschlachteter Juden, von Männern, Frauen und Kindern, schreit heute gen Himmel. Da darf die Kirche nicht schweigen. Sie darf da nicht sagen, die Regelung der Judenfrage sei eine Angelegenheit des Staates, wozu er aufgrund von Römer 13 ein Recht habe. Es gibt also keine indifferente Haltung für den Christen in dieser Frage. Es gibt keinen gemäßigten – christlichen – Antisemitismus. Auch dann nicht, wenn er einleuchtend mit vernünftigen (etwa nationalen) Gründen dargelegt wird, oder gar mit wissenschaftlichen (sage: scheinwissenschaftlichen) Gründen.“

Darum seid nüchtern!EIN GRUSS AN DIE BRÜDER Der bayerische Pfarrer Walter Höchstädter (1907-1994) verfasste im Sommer 1944 als Lazarettgeistlicher in … Mehr

Beten

Martin Luther, Die Bedingungen des wahren Gebets (Orationis verae conditiones, 1520): „Das Gebet geschehe im Ernst, nicht in schwankendem Geist und nicht so, dass man die Sache, um die man bittet, nicht dringend ersehnt, wie bei einem Abenteuer, kommt’s, so kommt’s, wie wenn man nach einer Birne wirft. Dies wäre sogar eine Verhöhnung Gottes, als wollte er nicht ge­währen, was er zugesagt hat. Solche Abenteurer erreichen es nicht nur nicht, sondern reizen vielmehr Gott zu ihrem größten Übel.“

Die Bedingungen des wahren Gebets (Orationis verae conditiones, 1520) Von Martin Luther Jedes Gebet [oratio] wird aus fünf [Merkmalen] bestehen, … Mehr

Peter Brown, „Schatz im Himmel“. Die Bedeutung eines Bildes (‘Treasure in Heaven’. The Implications of an Image): „Die Vorstellung vom ‚Schatz im Himmel‘ beruhte in ihrer Wirkung auf der imaginativen Spannung, die durch die Verbindung zweier Unvereinbarer entstand. Erde und Himmel wurden durch die christliche Gabe miteinander verbunden. Und dies geschah durch die gewagte Ausdehnung der irdischen Sprache des Austauschs, des Handels und des Schatzes (die Welt des schnellen, kurzen Umlaufs von Transaktionen) auf die unvorstellbare Welt des Himmels. Es wurde zu Recht bemerkt, dass selten in irgendeiner Literatur Geld und aus dem Handel entlehnte Bilder so sehr im Mittelpunkt standen wie in der Literatur des spät­römischen Christentums.“

„Schatz im Himmel“. Die Bedeutung eines Bildes (‘Treasure in Heaven’. The Implications of an Image) Von Peter Brown, Princeton University … Mehr

Arnold Angenendt über Caesarius von Arles als Nothelfer: „Caesarius ging nun hin, versorgte die Gefangenen zunächst einmal mit Lebensmitteln und Klei­dung und begann sie dann loszukaufen. Er nahm dazu das Geld aus der Kirchenkasse, und als diese erschöpft war, ließ er das Silbergerät der Kirche, Kelche, Patenen und andere wertvolle Metallarbeiten, einschmelzen. Im Klerus aber löste das Vorgehen des Bischofs Entsetzen und Protest aus; nicht nur, dass es die Feinde von gestern waren, die losgekauft wurden, diese waren obendrein auch noch Heiden. Caesarius verteidigte sich damit, dass Christus zur Erlösung der Menschen sein Leben hingegeben habe und der Gefangenenloskauf den wahren Tempel Gottes auferbaue.“

Caesarius von Arles als Nothelfer Von Arnold Angenendt Als Nothelfer hat sich auch Galliens bekanntester Bischof in der Spätantike erwiesen: … Mehr

Eberhard Schockenhoff über Versöhnung: „Auch Gott vergibt den schuldig Gewordenen nicht anstelle derer, die sie durch ihr Unrecht-Tun verletz­ten; vielmehr heilt Gott durch sein Erbarmen die durch die menschliche Sünde ge­störte Beziehung zwischen ihm und den Menschen, um in der Folge zwischen­menschliche Versöhnung zu ermöglichen.“

Versöhnung Von Eberhard Schockenhoff (1953-2020) Die Tragweite des christl. Liebesgebots zeigt sich neben dem Gebot der Feindesliebe und den Mahnungen … Mehr