Dom und Friedhof Von Martin Buber Ich lebe nicht fern von der Stadt Worms, an die mich auch eine Tradition … Mehr
Kategorie: Ethik des Evangeliums
Karl Barth, Die Gerechtigkeit Gottes (1916): „Es widerstrebt uns innerlich, dass die Gerechtigkeit, nach der wir lechzen, Gottes Sache ist, und nur von Gott her zu uns kommen kann. Wir würden ums Leben gern diese große Sache an die Hand und in Betrieb nehmen, wie wir so manches Andere in Betrieb haben. Es erscheint uns als höchst wünschenswert, dass die Gerechtigkeit, ohne die wir ja nicht sein können, einfach von unserm Willen ins Programm genommen werde, unbesehen, was das eigentlich für ein Wille sei. Wir nehmen uns ungefragt das Recht, die tumultuarische Frage: was sollen wir tun? aufzuwerfen, als ob das so wie so die erste und dringendste wäre. Nur möglichst schnell Hand angelegt an Reformen, Sanierungen, Methoden, Kultur- und Religionsbestrebungen von allen Sorten! Nur möglichst schnell ‚positive Arbeit‘ geleistet!“
Die Gerechtigkeit Gottes (1916) Von Karl Barth Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Bereitet dem Herrn den … Mehr
Wort an die Gemeinden in den Gliedkirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR wider die Einführung des obligatorischen Wehrunterrichts an den Schulen vom 14. Juni 1978: „Die Konferenz bedauert, dass die kirchlichen Bedenken nicht berücksichtigt wurden, und hat die Regierung noch einmal um eine Überprüfung gebeten. Die Konferenz befürchtet, dass durch die Einführung von obligatorischem Wehrunterricht die Erziehung zum Frieden im Bewusstsein gerade von Jugendlichen ernsten Schaden leidet und die Glaubwürdigkeit der Friedenspolitik der DDR in Frage gestellt wird.“
Wort an die Gemeinden in den Gliedkirchen des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR wider die Einführung des obligatorischen … Mehr
Karl Barth, Die Menschlichkeit Jesu (1956): „Die Menschlichkeit Jesu ist in ihrer ganzen Überlebensgroße keine gespenstische, sondern echte, wirkliche Menschlichkeit. Wie könnte er für uns eintreten, wenn es zwischen ihm und uns, uns und ihm nicht bei aller Ungleichheit auch Gleichheit gäbe, wenn er nicht recht und natürlich unser Bruder wäre? Die Ungleichheit zwischen ihm und uns besteht klar darin, daß wir einander keine Heilande, keine Erretter sein, daß wir nicht füreinander einstehen können. Die Gleichheit zwischen uns und ihm besteht aber eben in der von Gott gut geschaffenen menschlichen Natur, die bei uns zwar mannigfach und schwer verdeckt, bei uns verborgen bei ihm offenbar, die aber in ihm und in uns dieselbe ist.“
Die Menschlichkeit Jesu Von Karl Barth Im Neuen Testament kommt an einer Reihe von Stellen ein merkwürdiger Ausdruck vor, in … Mehr
Peter Noss über Hans Ehrenberg (1883-1958): „Erst spät wurde die Bedeutung Ehrenbergs für die philosophische und theologische Wissenschaft und Praxis in angemessener Weise wiederentdeckt. Insbesondere die in Person und Biographie vermittelte Spannung von Judentum und Christentum ist neben vielem anderen ein lohnender Anknüpfungspunkt zur Beschäftigung mit Ehrenberg.“
Hans Philipp Ehrenberg Von Peter Noss Am 4. Juni 1883 kommt Ehrenberg als Sohn von Gabriella Emilie Ehrenberg, geb. Fischel … Mehr
Paul Lehmann über Vergebung: „Ein christlich-ethischer Zugang zur Vergebung unterstreicht daher die Praxis der Liebe durch Vergebung und Gerechtigkeit. Als Handlungen Gottes zeigen diese Beziehungen Gottes freie Initiative gegenüber dem Menschen sowie seine tragende, erneuernde und erfüllende Fürsorge und Gemeinschaft mit seinen menschlichen Geschöpfen. In der Liebe wendet Gott sich der Menschheit in Treue mit seiner Gegenwart und Gnade zu. In der Vergebung ’schickt‘ Gott menschliche Ablehnungen und Verletzungen dieser göttlichen Initiative ‚fort‘, ‚verzeiht‘ sie oder ‚bedeckt‘ sie.In der Gerechtigkeit wird Gottes Gegenwart in, mit und unter dem menschlichen Streben und Ringen, menschlich zu sein, erkannt und erfahren – in der Wiederherstellung dessen, was in persönlichen und sozialen Beziehungen nicht recht ist.“
Vergebung (Forgiveness) Von Paul Lehmann Streng genommen ist Vergebung ein Begriff und eine Erfahrung, in der religiöse und ethische Empfindungen, … Mehr
Heinrich-Hermann Ulrich, Theologie der Haushalterschaft (1981): „Die Gemeinde Jesu Christi steht deshalb nicht nur unter dem Gesetz der Sammlung und der eigenen Auferbauung, sondern ebenso der Sendung in die Welt. Als Leib Christi ist sie das Werkzeug dieser Sendung, und die Charismen sind das Kräftepotential des dafür erforderlichen Dienstes. In den Charismen, die Christus seiner Gemeinde gibt, will er sein Auferstehungsleben allen Menschen und, wie etwa die orthodoxe Kirche betont, dem ganzen Kosmos mitteilen.“
Theologie der Haushalterschaft Von Heinrich-Hermann Ulrich Als junger Pfarrer nahm ich 1952 an der zweiten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in … Mehr
Gerhard O. Forde, Über das Sein eines Theologen des Kreuzes (1997): „Ein Theologe des Kreuzes sagt, was eine Sache ist. In heutiger Sprache: Ein Theologe des Kreuzes nennt die Dinge beim Namen. Wer ‚alles durch das Leiden und das Kreuz betrachtet‘, ist gezwungen, die Wahrheit zu sagen. Die Theologie des Kreuzes gibt also den theologischen Mut und den begrifflichen Rahmen, um die Sprache festzuhalten. Sie wird zweifellos auch eine kritische Prüfung der Sprache und ihres Gebrauchs beinhalten. Sie wird anerkennen, dass der verschwundene Teil des Vokabulars erschreckend und anstößig sein kann. Doch sie wird erkennen, dass gerade das Kreuz und die Auferstehung die einzige Antwort auf dieses Problem sind – nicht Tilgung oder Ignoranz.“
Über das Theologe-Sein des Kreuzes (On Being a Theologian of the Cross) Von Gerhard O. Forde Wir befinden uns in … Mehr
Martin Luther, Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt (1521): „O ein wie reiner Geist ist das gewesen, der von Gottes Güte, sie zu lieben, zu loben und ihr zu folgen, nicht ablässt in der höchsten Not. Einen solchen Geist erzeigt hier die Mutter Gottes Maria, daß sie, mitten in den großen, überschwänglichen Gütern schwebend, ihnen dennoch nicht verfällt, nicht ihren Nutzen darin sucht, sondern ihren Geist rein behält in Liebe und Lob des bloßen Gutseins Gottes, bereit, willig und gern anzunehmen, wenn Gott sie derselben wieder berauben und einen armen, nackten, Mangel habenden Geist ihr lassen wollte.“
Das Magnificat, verdeutscht und ausgelegt (1521) Von Martin Luther Der Lobgesang der Maria (Lukas 1,46-55) – nach dem ersten Wort … Mehr