Der griechische Kirchenvater Gregor von Nyssa vergleicht in der elften seiner 15 Homilien zum Hohelied (In canticum canticorum) die seligmachende … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Evangelischer Gehorsam: „Hören und Gehorchen sind ein Beziehungsgeschehen, in dem jemand sich akustisch auf den Anspruch eines anderen ausrichtet, so wie dies in der hebräischen Interjektion hinneni (‚hier bin ich‘) zum Ausdruck kommt. Wer einem Anspruch gehorcht, vertraut sich dem anderen an. Nirgends besser als im sogenannten šemă‘ jiśrā’el kommt dies zur Sprache: ‚Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.‘ Auf den Herrn hören heißt nichts anderes als von dessen Erwählung eingenommen zu sein. Von solch einem kommunikativen Anspruchsgehorsam ist ein Befehlsgehorsam zu unterscheiden, wo auf Grundlage eines externen Statusrahmens ein rangmäßig ‚Untergebener‘ (subiectum) dem Befehl eines Superiors bedingungslos zu folgen hat.“
Evangelischer Gehorsam (Mission als Namenszeugnis) Von Jochen Teuffel Gehorchen kommt von Hören Auch wenn man es nicht gerne hören mag; … Mehr
Fridolin Stier, Das Denkgemächt oder der Gott der Philosophen: „Als der Mensch Gott begegnet war, verschlug es ihm vor Schreck und Freude die Sprache, die nur mehr zu stammeln vermochte: Du … du … du. Aber da war etwas Starkes im Geiste des Menschen, das sich alsbald ermannte, aufstand und Gott bei der Hand nahm, um ihn auf der Steige der Steigerung, via eminentiae genannt, hoch, immer höher bis auf den Gipfel des höchsten, alle anderen Berge überragenden Berges zu führen. Unterwegs verlor Gott seine Hände und Füße, ein Glied um das andere, dann seinen Mund, seine Augen, seine Ohren, sein Herz – ein Organ um das andere, und mit dem Leib verlor Gott auch die Seele. Das gewisse Starke im Geist des Menschen vergeistigte/vergeistete alles Leib- und Seelhafte Gottes zu geistig Gemeintem.“
Fridolin Stier (1902-1981), katholischer Priester und westallgäuer Theologe, der in besonderer Weise der biblischen Denkungsart verpflichtet gewesen ist, hat in … Mehr
Lesslie Newbigin – Das Evangelium und unsere westliche Kultur: „Wie kaum ein anderer Bischof im 20. Jahrhunderts hat er persönlicher Glaube, seelsorgerlicher Hirtendienst, organisatorische Klugheit, ökumenische Weite, politisches Gerechtigkeitsempfinden, theologische Sprachfähigkeit und soziologische Reflexion miteinander verbunden.“
Für ein neues Buchprojekt von Johannes Nehlsen und Roland Werner „Gesichter und Geschichten der Reformation“ im Fontis-Verlag für den Herbst … Mehr
Friedrich Justus Perels Brief an seine Frau Helga nach dem Todesurteil 1945: „Ich bin ganz getrost, wie alles auch werden mag. In dieser Zeit habe ich viel innere Hilfe erfahren. Das Entscheidende für uns alle ist: Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck- und Ehrenkleid.“
Ein eindrückliches Christus-Zeugnis findet sich in den letzten Briefen Friedrich Justus Perels (1910-1945) an seine Frau Helga. Durch seinen Freund … Mehr
Kristlieb Adloff, Zehn Thesen zur biblischen Denkungsart im Hinblick auf den 31. Oktober 2017 (Reformationsjubiläum)
Im Hinblick auf den 500. Jahrestag des Thesenanschlags Martin Luthers hat Kristlieb Adloff, vormals Dozent für Neues Testament und Homiletik … Mehr
Dietrich Bonhoeffer in seiner ‚Ethik‘ über Verantwortung und Stellvertretung: „Weil Jesus, – das Leben, unser Leben, – als der Menschgewordene Sohn Gottes stellvertretend für uns gelebt hat, darum ist alles menschliche Leben durch ihn wesentlich stellvertretendes Leben.“
Warum hast du das getan? Wie konntest du nur? Fragen, die auf die eigene Verantwortung zielen. Für mich sind dazu … Mehr
Kanzelverbot für den leitenden Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich in Vöhringen/Iller
Ich habe als Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Vöhringen/Iller Herrn Gerhard Ulrich, Landesbischof der Nordkirche und leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen … Mehr
Das Kreuz, das sich für die göttliche Ewigkeit öffnet. Über das „Aeternus-Kreuz“ von Hermann J. Kassel: „Das Aeternus-Kreuz setzt eine lebensentscheidende Spannung frei – die zwischen dem Kreuzestod Christi an Karfreitag und seiner Auferstehung an Ostern. In der Form des Innenkreuzes ist der Auferstandene dem Betrachter mit ausgebreiteten Armen segnend zugeneigt. Kreuzesleid und Osterfreude sind somit in diesem Stahlkreuz vereint. In der Mitte werden Rahmen- und Innenkreuz ununterscheidbar zusammengeführt. So bleibt das Doppelkreuz ein einigendes Kreuz, das Diametrales miteinander verbindet: Himmel und Erde, Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit.“
Das Kreuz, das sich für die göttliche Ewigkeit öffnet. Über das „Aeternus-Kreuz“ von Hermann J. Kassel Das Aeternus-Kreuz ist ein … Mehr