Evangelischer Gehorsam: „Hören und Gehorchen sind ein Beziehungsgeschehen, in dem jemand sich akustisch auf den Anspruch eines anderen ausrichtet, so wie dies in der hebräischen Interjektion hinneni (‚hier bin ich‘) zum Ausdruck kommt. Wer einem Anspruch gehorcht, vertraut sich dem anderen an. Nirgends besser als im sogenannten šemă‘ jiśrā’el kommt dies zur Sprache: ‚Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieb haben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.‘ Auf den Herrn hören heißt nichts anderes als von dessen Erwählung eingenommen zu sein. Von solch einem kommunikativen Anspruchsgehorsam ist ein Befehlsgehorsam zu unterscheiden, wo auf Grundlage eines externen Statusrahmens ein rangmäßig ‚Untergebener‘ (subiectum) dem Befehl eines Superiors bedingungslos zu folgen hat.“

Evangelischer Gehorsam (Mission als Namenszeugnis) Von Jochen Teuffel Gehorchen kommt von Hören Auch wenn man es nicht gerne hören mag; … Mehr

Fridolin Stier, Das Denkgemächt oder der Gott der Philosophen: „Als der Mensch Gott begegnet war, verschlug es ihm vor Schreck und Freude die Sprache, die nur mehr zu stammeln vermochte: Du … du … du. Aber da war etwas Starkes im Geiste des Menschen, das sich alsbald ermannte, aufstand und Gott bei der Hand nahm, um ihn auf der Steige der Steigerung, via eminentiae genannt, hoch, immer höher bis auf den Gipfel des höchsten, alle anderen Berge überragenden Berges zu führen. Unterwegs verlor Gott seine Hände und Füße, ein Glied um das andere, dann seinen Mund, seine Augen, seine Ohren, sein Herz – ein Organ um das andere, und mit dem Leib verlor Gott auch die Seele. Das gewisse Starke im Geist des Menschen vergeistigte/vergeistete alles Leib- und Seelhafte Gottes zu geistig Gemeintem.“

Fridolin Stier (1902-1981), katholischer Priester und westallgäuer Theologe, der in besonderer Weise der biblischen Denkungsart verpflichtet gewesen ist, hat in … Mehr

Lesslie Newbigin – Das Evangelium und unsere westliche Kultur: „Wie kaum ein anderer Bischof im 20. Jahrhunderts hat er persönlicher Glaube, seelsorgerlicher Hirtendienst, organisatorische Klugheit, ökumenische Weite, politisches Gerechtigkeitsempfinden, theologische Sprachfähigkeit und soziologische Reflexion miteinander verbunden.“

Für ein neues Buchprojekt von Johannes Nehlsen und Roland Werner „Gesichter und Geschichten der Reformation“ im Fontis-Verlag für den Herbst … Mehr

Das Kreuz, das sich für die göttliche Ewigkeit öffnet. Über das „Aeternus-Kreuz“ von Hermann J. Kassel: „Das Aeternus-Kreuz setzt eine le­bensentscheidende Spannung frei – die zwischen dem Kreuzestod Christi an Karfreitag und seiner Auferste­hung an Ostern. In der Form des Innenkreuzes ist der Auferstandene dem Betrachter mit ausgebreiteten Armen segnend zugeneigt. Kreuzes­leid und Osterfreude sind somit in diesem Stahlkreuz vereint. In der Mitte werden Rahmen- und Innen­kreuz ununterscheidbar zusammen­geführt. So bleibt das Doppelkreuz ein einigendes Kreuz, das Diame­trales miteinander ver­bindet: Himmel und Erde, Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit.“

Das Kreuz, das sich für die göttliche Ewigkeit öffnet. Über das „Aeternus-Kreuz“ von Hermann J. Kassel Das Aeternus-Kreuz ist ein … Mehr