Das ist eine Kunst: Das theologische Werk eines anderen sachgerecht darzustellen und zu würdigen, dessen Überzeugungen man selbst nicht teilt. … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
„Lass uns Vergebung finden durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe“ – Was am dritten Fastensonntag in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland werkgerecht hergebet werden soll.
„Lass uns Vergebung finden durch Fasten, Gebet und Werke der Liebe“? Da ist wohl etwas schief gegangen im deutschsprachigen Messbuch … Mehr
„In Christus wird uns die Todestür zur Lebenstür“- aus einer Trauerpredigt
In Christus wird uns die Todestür zur Lebenstür Vor dieser Türe geht es nicht weiter. Der Tod zeigt sich dem … Mehr
Gustav Heinemanns Fernsehansprache vom Ostersonntag 1968 nach den studentischen Unruhen im Zusammenhang mit dem Dutschke-Attentat: „Wer mit dem Zeigefinger allgemeiner Vorwürfe auf den oder die vermeintlichen Anstifter und Drahtzieher zeigt, sollte daran denken, dass in der Hand mit dem ausgestreckten Zeigefinger zugleich drei andere auf ihn zurückweisen. Das Kleid unserer Freiheit sind die Gesetze, die wir uns selber gegeben haben. Diesen Gesetzen die Achtung und Geltung zu verschaffen, ist die Sache von Polizei und Justiz. Es besteht kein Anlass zu bezweifeln, dass Polizei und Justiz tun, was ihre Aufgabe ist. Wichtiger aber ist es, uns gegenseitig zu dem demokratischen Verhalten zu verhelfen, das den Einsatz von Polizei und Justiz erübrigt. Zu den Grundrechten gehört auch das Recht zu demonstrieren, um öffentliche Meinung zu mobilisieren.“
Gustav Heinemanns Fernsehansprache vom Ostersonntag 1968 Als es nach dem Attentat auf Rudi Dutschke vom 11. April 1968 studentische Demonstrationen … Mehr
Gustav Heinemanns eschatologisches Schlusswort zu seinem Abschied als Bundespräsident: „,Meine Herren! Entweder die Welt geht jetzt noch nicht unter und unser Herr kommt noch nicht – dann ist kein Grund vorhanden, die Sitzung abzubrechen. Oder unser Herr kommt jetzt – dann soll er uns bei der Arbeit finden. Die Sitzung geht weiter!‘“
Eschatologisches Schlusswort zum Abschied als Bundespräsident Von Gustav W. Heinemann Folgende Geschichte hatte Gustav Heinemann zu seinem Abschied als Bundespräsident … Mehr
Gustav Heinemann, Gedicht ‚Wenn ich gestorben bin‘: „Wenn ich gestorben bin / werden sie aufstehen / Einer wird sagen / ich sei gegangen / Sie – das sind die Gefährten der Arbeit / Sie – das sind die Gefährten des Kampfes / Sie – das sind die Gefährten des Glaubens / Sie alle werden sagen / ich sei nun fortgegangen / Dann wird ihr Werken weitergehen / Denn sie haben viel zu tun“
Auf der Rückseite eines bedruckten Stück Papiers hat Gustav Heinemann (1899-1976) vor seiner Amtszeit als Bundespräsident folgendes Gedicht notiert: Wenn … Mehr
Gustav Heinemann, Bibelarbeit zu Lukas 16,1-15: „Wir sollen Treuhänder und Haushalter des Besitzes und der Gaben sein, die Gott uns gegeben hat. Auch wir kommen in die Stunde, da von uns Rechenschaft gefordert wird. Auch wir sind bei Gott aufgefallen wegen der Verwendung seines uns gegebenen Besitzes. Und so wie Jesus besonders zu den Jüngern gesprochen hat, so ist auch dieses im besonderen an uns gerichtet. Für uns heißt es also: Niemand kann zwei Herren dienen. Wir stehen hier vor der Frage, ob wir Gott oder dem Mammon dienen wollen. Wer Christus nicht kennt, der wird sich schwer von der knechtischen Macht des Mammons lösen können. Wer aber ein Kind des Lichtes ist, der wird auch die ganz andere Seite der Kraft des Mammons finden, welche Gemeinschaft stiftet.“
Das Gleichnis vom ungerechten Haushalter (Lukas 16,1-15) Von Gustav W. Heinemann Als Gustav Heinemann 1936 das Angebot bekam, in den … Mehr
Gustav Heinemanns Brief an einen „Zuchthäusler“ von 1936: „Es gibt Ereignisse, die auch zwischen fremden Menschen alle Schranken mit einem Schlage niederbrechen. Dann stehen wir plötzlich nur noch als Brüder zueiander, weil wir in Gott einen und denselben Vater haben. Was Ihr Leben bisher erfüllt hat, ist nun zerbrochen. Ein gleiches Schicksal kann einen jeden von uns auf mancherlei Weise ereilen. Nur eines besteht. Das ist die Liebe Gottes des Vaters zu allen, die wir als seine Geschöpfe in dieser Welt leben. Nichts anderes kann ich für Sie erbitten, als dass Ihr Schicksal Ihnen zur Begegnung mit dem lebendigen, nicht von uns erdichteten Gott werde. Auch hinter Ihrer Bestrafung durch den Staat steht der Gott, der diese Bestrafung in seinen Plan mit Ihnen eingeordnet hat.“
Brief an einen „Zuchthäusler“ (1936) Von Gustav Heinemann Das Erstaunliche an Gustav W. Heinemanns Lebensweg ist dessen radikale Christwerdung. Seinem … Mehr
Hans Joachim Iwands Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950): „Wo die Gemeinde sich selbst schon als Sieger fühlt und nicht mehr teilnimmt an der Enge und Drangsal dieses todgeweihten, angefochtenen Daseins in der Welt, wo man jetzt schon mitherrschen und mittriumphieren und die Knechtsgestalt der Kirche hinter sich lassen möchte, da wird man ebenso lasch und glaubenslos, phrasen- und formelhaft werden im Gebet wie dort, wo man sich einem pseudochristlichen Fatalismus überlässt und mit dem Unglauben an den Sieg Jesu über den Kosmos auch den ‚Sinn des Bittgebetes‘ überhaupt in Frage stellt und die entscheidenden Schlachten und Aufgaben eben nicht mehr so, in der eigenen Ohnmacht vor Gott und allein durch sein Eingreifen und sein Handeln zu bestehen wagt.“
Predigtmeditation zu Johannes 16,23b-33 (Rogate, 1950) Von Hans Joachim Iwand Er in der Mitte der auf seinen Namen hin vereinigten,er, … Mehr