„Der Herr ist mein Hirte“ – eine kurze Meditation über Psalm 23 mit versweiser Auslegung: „Im dunklen Tal wandern, wo bedrückendes Felsgestein weder Aussicht noch Ausweg gewährt, heißt weitergehen müssen. Aber auch da zeigt sich dieses Gottvertrauen: Du bist bei mir, berührst mich, tröstest mich und führst mich heraus aus diesem Tal mit seinen Todesschatten. So tut sich am Ende für mein Leben eine unverhoffte Aussicht auf, die Unheil und Bedrängnis hinter sich lässt: ‚Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.‘ In weiter Landschaft empfängt der HERR den Beter fürstlich, erweist sich als Gastgeber des guten Lebens.“

Für viele sind die Worte des Psalms 23 vertraute Worte: „Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Wo … Mehr

Kain-und-Abel-Predigt zu 1.Mose (Genesis) 4,1-16: „Im Zorn ist Kains gottgesenkter Blick dem eigenen Bruder finster zugewandt. Wer kein Ansehen bei Gott zu finden scheint, bleibt seinen eigenen Stimmungen überlassen. Die innere Anspannung wächst zum Zerreißen – gleich passiert es. Doch da fällt der göttliche Blick auf Kain. Obwohl dessen Opfer nicht gottwohlgefällig ist, behält der HERR Kain wohlwollend Auge. Nicht sein Opfer, aber der Mensch selbst findet göttliches Ansehen.“

Predigt über Genesis 4,1-16 Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: … Mehr

„The unbounded love of God was manifested even in such inac­cessible regions“ – Der indische Arzt Majumder (1914) über die Ao Nagas in Nordostindien: „Als wir voranschritten, schlichen sich Trübsinn und Depression in mein Herz, und die Freude, die mir der Anblick der himmelhohen Hügel bereitet hatte, schwand allmählich. Zwischen den Hügeln und den riesigen Höhlen und Abgründen verlief die öffentliche Straße wie eine monströse Python. Bei dem Anblick der Fußspuren und Exkremente von Wildtieren, die hier und da zu sehen waren, standen mir die Haare zu Berge. Der Wald war an manchen Stellen so dicht, dass kein Licht durch die Bäume dringen konnte. Selbst in solchen unzugänglichen Regionen manifestierte sich die grenzenlose Liebe Gottes.“

Zurück aus Mokokchung habe ich mich noch einmal der Geschichte und Kultur  der Ao Naga, einem der Naga-Völker im nordostindischen … Mehr

Augustinus über innere Bilderwelten in seinen Bekenntnissen (Confessiones): „Groß ist die Macht des Gedächtnisses, gewaltig groß, mein Gott, ein Tempel, weit und unermesslich. Da steigt ein großes Verwundern in mir auf, Staunen ergreift mich. Und die Menschen gehen hin und bewundern die Bergesgipfel, die gewal­tigen Meeresfluten, die breit daherbrausenden Ströme, des Ozeans Umlauf und das Kreisen der Gestirne und vergessen darüber sich selbst.“

Über die Bilderwelt des eigenen Gedächtnisses (Bekenntnisse) Von Augustinus Himmel und Erde und Meer sind da untergebracht nebst allem, was … Mehr

„Zerschlage mein Herz, dreieiniger Gott“. Wie durch Robert Oppenheimer der Ort der ersten Atombombenexplosion zum Namen „Trinity Site“ gekommen ist: „Warum ich den Namen gewählt habe, ist nicht klar, aber ich weiß, welche Gedanken mir durch den Kopf gingen. Es gibt ein Gedicht von John Donne, geschrieben kurz vor seinem Tod, das ich kenne und liebe. Daraus ein Zitat: ‚Wie West und Ost / In allen flachen Landkarten – und ich bin eine – sich berühren, / So berührt der Tod die Auferstehung.‘ (‚Hymne an Gott, meinen Gott, in meinen Krankheiten‘). Das macht immer noch keine Dreifaltigkeit aus, aber in einem anderen, bekannteren Andachtsgedicht beginnt Donne: ‚Batter my heart, three person’d God;-‚. Darüber hinaus habe ich keinerlei Anhaltspunkte.“

„Zerschlage mein Herz, dreieiniger Gott“ – wie durch Robert Oppenheimer der Ort der ersten Atombombenexplosion zum Namen „Trinity Site“ gekommen … Mehr