Johannes Rehm über das Abendmahl: „In der Frage der Zulassung zu Abendmahl bzw. Eucharistie treten konfessionelle Unter­schiede zutage. Die römisch-katholische Kirche erlaubt ihren Mitgliedern die Teilnahme am evangelischen Abendmahl nicht. Wird dieses Mahl christologisch als Herrenmahl verstanden, dann dürfen Diener der Kirche getaufte Christen nicht ausschließen. Dies entspricht evangelischer Haltung. In der katholischen Kirche ist die Eucharistie an das Priesteramt gebunden, was zu einer konfessionell exklusiven Mahlpraxis führen kann. Grundsätzlich vertrauen alle Kirchen die Feier des Abendmahls besonders beauftragten Personen an.“

Abendmahl Von Johannes Rehm 1. Begriff Abendmahl, Herrenmahl, Eucharistie – dies sind die gängigen unterschiedlichen Begriffe für dieselbe gottesdienstliche Mahlfeier … Mehr

Die „Mobile“-Finanzierung in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft und deren Risiken: „Trifft ein plötzlicher Windstoß auf das Mobile, wirkt eine äußere Kraft, die die Elemente aus ihrer Lage verschiebt. Der Schwerpunkt verlagert sich, entstehende Drehmomente können nicht mehr durch die Fadenspannungen ausgeglichen werden. Die Elemente kippen oder verhaken sich, das System findet nicht in seine Ordnung zurück und sackt ungeordnet zusammen. Ganz analog verhält es sich bei einer stark fremdfinanzierten, gemeinnützigen Unternehmensgruppe in der Pflege- und Gesundheitswirtschaft.“

Die „Mobile“-Finanzierung in der Gesundheits- und Pflegewirtschaft und deren Risiken In der Gesundheits- und Pflegewirtschaft entstehen zunehmend Firmenkonglomerate, die nicht … Mehr

Roman Brandstaetter, Bibel, mein Vaterland: „Du rufst mich aus der Tiefe / mit dem Psalm der Krematorien, / mit dem Weinen über den Ruinen des kämpfenden Warschau, / mit der Klage über die Leichen des verbrannten Ghettos, / mit der Erinnerung an Auschwitz, / Treblinka, / Majdanek, / mit dem jeremianischen Stöhnen / meiner doppelt gemarterten / Geschichte. // Alles ist in dir, / was immer ich erlebt habe. / Alles ist in dir, / was immer ich geliebt habe.“

Bibel, mein Vaterland (Biblio, ojczyzno moja) Bibel, mein Vaterland,Bibel, mein polnisches Land,galiläischund franziskanisch,o ihr Bücher meiner Kindheit,geschrieben in zweizüngiger Rede,polnischem … Mehr

Nahum Goldmann, Sein Schicksal gestalten: „Dem Schicksal der Inhaftierung durch die Nazis entging ich aus Liebe zu meinem Vater, der damals in Palästina wohnte. Einige Tage nach Hitlers Machtantritt wurde ich telegrafisch informiert, dass mein Vater in Lebensgefahr sei, worauf ich sofort, alles was ich besaß zurücklassend, mit meiner heuti­gen Frau, damaligen Verlobten, über Italien nach Palästina eilte. Drei Tage nachdem ich Berlin verlassen hatte kam die Gestapo in mein Büro, sich nach mir zu ‚erkundigen‘. Wäre ich nicht auf dem Wege zu meinem Vater gewesen, weiß ich nicht, was mit mir geschehen wäre; jedenfalls wäre ich wohl nicht in der Lage, heute diesen Aufsatz zu schreiben.“

Sein Schicksal gestalten Von Nahum Goldmann Wir leben in einer Zeit, die keine festen moralischen, intellek­tuellen und politischen Fundamente hat, … Mehr

Roman Brandstaetter, Hymnus an die Bibel: „Da formte der Herr deine Kehle, / meißelte deinen Gaumen / nach dem Bild des Himmelsgewölbes, / deinen Lippen und deiner Zunge / gab er die Gabe, Laute zu bilden, / und indem er dir seine Stimme einhauchte, / machte er sie zu deiner Stimme, / Stimme, / Stimme, / sichtbare Stimme, / hervortretend hinter den Bergen Moabs, / aufgehend hinter den Sanden der Wüste, / im ersten Vers der Genesis: / Bereschit bara Elohim, / heiliger Anfang der Buchstaben, / Keim von Sätzen, Kapiteln und Büchern, / die im Rhythmus des göttlichen Atems / sich zugleich / in alle Richtungen bewegen / wie der Wagen des herrlichen Thrones, / den im Land der Chaldäer, / am Fluss Kebar, / in Verzückung der erschrockene / Ezechiel schaute.“

Hymnus an die Bibel (Hymn do Biblii) Sei gegrüßtund gepriesenund gesegnet,Bibel,erschaffen vor der Schöpfung,als noch nichts geschaffen war,vor der Zeit,als … Mehr

Karl Barth, «Du sollst Dir kein Bildnis — noch irgendein Gleichnis machen». Eine Erklärung zur Diskussion über die Münsterscheiben (1952): „Das Christusbild auf der Scheibe aber hat die fatale Eigenschaft, unver­änderlich sich selbst gleich zu bleiben, sich der Ge­meinde dauernd aufzudrängen und in dieser seiner Beharrlichkeit ein Hindernis der fortwährend notwendigen Neugeburt der Verkündigung und des Glaubens zu sein. Aus dem Gottesbild entsteht not­wendig die Abgötterei. Die Kirche zerstört sich selbst, wenn sie ihr Vorschub leistet. Was für Apollo am Casino recht ist, ist darum für Christus im Mün­ster noch lange nicht billig!“

«Du sollst Dir kein Bildnis — noch irgendein Gleichnis machen». Eine Erklärung zur Diskussion über die Münsterscheiben. Von Karl Barth … Mehr

Leonhard Goppelt, Versöhnung durch Christus nach dem Neuen Testament (1967): „Paulus versucht nun nicht spekulierend und objektivierend zu erklären, wie sich diese Erweisung der Liebe Gottes sachlich, insbesondere zeitlich, zur Bekundung seines Zornes verhalte. Er bringt die Wörter Versöhnung und Zorn nie direkt zusammen. Er verkündigt die Versöhnungstat Gottes und ruft alle auf, sich mit Gott versöhnen und dadurch aus dem Zorn retten zu lassen. Für den Glauben ist der Zorn gerade nicht entschwunden, er sieht ihn mehr als jeder andere Mensch, aber der Glaube findet allen Bekundungen des Zornes gegenüber, auch gegenüber dem Zorn des Endgerichtes, das große Dennoch: Nichts „kann uns scheiden von der Liebe Gottes“ (Röm. 8, 38 f.)“.

Versöhnung durch Christus nach dem Neuen Testament (1967) Von Prof. D. Leonhard Goppelt, Universität Hamburg Die Botschaft von der Versöhnung … Mehr

Walther Eichrodts Kommentar zu Hesekiel 2 und 3 (1959): „Die mit dem Vollzug der gehorsamen Tat geschenkte innere Befreiung spiegelt sich in dem süßen Geschmack der seltsamen Speise wider. Es wäre allegoristische Verzeichnung der starken Symbolkraft dieses Erlebens, wollte man hier die Süßigkeit des Gottesworts überhaupt angedeutet sehen, worauf ja auch im ganzen Vorgang nichts hinweist. Vielmehr geht es um die Erfahrung, dass auch die fremd und unverständlich scheinende Forderung Gottes, wo sie erfüllt wird, eine innere Befriedigung schenkt, die ihr alle Bitterkeit nimmt.“

Kommentar zu Hesekiel 2 und 3 Von Walther Eichrodt 2,1—7: Die Sendung an Widerspenstige. Die befreiende neue Gewißheit der Nähe … Mehr