Ich bin über die Karl-Lehmann-Biografie „Der Kardinal“ von Daniel Deckers (Pattloch, 2002) auf dieses Zitat gekommen, das im Zusammenhang mit … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Martin Luthers Auslegung zu Psalm 22,7 »Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks«: „Gleich wie Christus in der Welt gehalten und behandelt ist, so gehets dem schriftlichen Gotteswort auch. Es ist ein Wurm und kein Buch, mit anderen Büchern verglichen. Denn solche Ehre mit Studieren, Lesen, Betrachten, Behalten und Brauchen geschieht ihm nicht, wie anderer Menschen Schriften. Gehts ihm gut, so liegts unter der Bank usw. Die andern zerreißens, kreuzigens, geißelns und tun ihm alle Marter an, bis sie es auf ihre Ketzerei, Sinn, Mutwillen deuten und dehnen, zuletzt ganz verderben, töten und begraben, so dass es aus der Welt gestoßen und vergessen wird.“
Auslegung zu Psalm 22,7: »Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.« … Mehr
Abschied von Shermain Suk Mee Lai: „Es sind mir die vielen Gespräche über ihren Werdegang, ihre Verletzlichkeit und ihre kritischen Fragen in Erinnerung. Die Stimme klingt vertraut im Ohr, ihr Lächeln vor Augen – mir Schwester im Glauben an Jesus Christus, die in wunderbarer Weise die Worte des Apostels Paulus beherzigt hat: ‚Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet! Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen; gewährt jederzeit Gastfreundschaft! Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!'“
Abschied von Shermain Suk Mee Lai Die Todesnachricht kam für mich überraschend. Die Trauer hat mich eingeholt. Unser letztes Telefonat … Mehr
Robert Musil über die Dummheit (1937): „Gelegentlich sind wir alle dumm; wir müssen gelegentlich auch blind oder halbblind handeln, oder die Welt stünde still; und wollte einer aus den Gefahren der Dummheit die Regel ableiten: »Enthalte dich in allem des Urteils und des Entschlusses, wovon du nicht genug verstehst!«, wir erstarrten! Weil unser Wissen und Können unvollendet ist, müssen wir in allen Wissenschaften im Grunde voreilig urteilen, aber wir bemühen uns und haben es erlernt, diesen Fehler in bekannten Grenzen zu halten und bei Gelegenheit zu verbessern, wodurch doch wieder Richtigkeit in unser Tun kommt. Nichts spricht eigentlich dagegen, dieses exakte und stolz-demütige Urteilen und Tun auch auf andere Gebiete zu übertragen; und ich glaube, der Vorsatz: »Handle, so gut du kannst und so schlecht du musst, und bleibe dir dabei der Fehlergrenzen deines Handelns bewusst!« wäre schon der halbe Weg zu einer aussichtsvollen Lebensgestaltung.“
Über die Dummheit Von Robert Musil Meine Damen und Herren! Einer, so sich unterfängt, über die Dummheit zu sprechen, läuft … Mehr
C.S. Lewis, Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen? „Es ist doch wirklich nicht die Frage, was wir mit ihm anfangen sollen, sondern es geht einzig darum, was er mit uns anfangen möchte. Sie können zwar das, was von ihm überliefert ist, annehmen oder zurückweisen. Was er aber sagt, ist grundlegend anders als alles, was je ein anderer Lehrer gesagt hat. Alle anderen sagen: «Das ist die Wahrheit über die Welt. Das ist der Weg, den man gehen sollte.» Jesus aber sagt: «Ich bin die Wahrheit. Ich bin der Weg und das Leben.» Er sagt: «Niemand kann wirkliches Leben erlangen außer durch mich. Versuche, dein Leben zu bewahren, und du wirst unwiderruflich zugrunde gehen; verschwende dich selbst an andere, und du wirst gerettet werden.»“
Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen? Von C.S. Lewis «Was sollen wir mit Jesus Christus anfangen?» Wenn man es … Mehr
Bundesordnung der oberschwäbischen Bauern, verabschiedet am 7. März 1525 in Memmingen (in heutigem Deutsch): „Zum Lob und zur Ehre des allmächtigen ewigen Gottes, zur Verkündigung des Heiligen Evangeliums und des göttlichen Wortes, und zum Beistand der Gerechtigkeit und des göttlichen Rechts wurde die christliche Vereinigung und das Bündnis gegründet. Niemand, ob geistlich oder weltlich, soll den Inhalten und Forderungen des Evangeliums und des göttlichen Rechts entgegenwirken, und besonders soll die brüderliche Liebe vermehrt werden.“
Die Bundesordnung der oberschwäbischen Bauernhaufen vom 7. März 1525 Verhandlung und Artikel, die am Montag nach Invocavit von allen Roten … Mehr
Johannes Gründel über Almosen im Mittelalter: „Jedem Menschen sollte zwar entsprechend seinem Stande der notwendige Lebensbedarf zukommen; was jedoch über das Erforderliche hinausginge (= Überfluss), stünde von Rechts wegen den Armen und Notleidenden zu; denn der Schöpfer habe ja die Erdengüter letztlich für alle Menschen bestimmt. Für jeden Gläubigen besteht somit die unbedingte religiös-ethische Verpflichtung, von seinem Überfluß Almosen zu geben.“
Almosen im Mittelalter Von Johannes Gründel Die Geschichte der christlichen Armenfürsorge gewann im Hochmittelalter durch die Almosenlehre eine besondere Ausprägung. … Mehr
Eduard Schweizer über die Versuchung Jesu nach Matthäus 4,1-11: „Ob wir Gott für unsere eigenen durch Taktik und Gewalt zu erreichenden Ziele in Anspruch nehmen oder uns von ihm für jene wahre Menschlichkeit gewinnen lassen, die in Jesu Leben und Sterben Gestalt angenommen hat und sich uns schenken möchte, ist die eigentliche Frage dieser Erzählung.“
Die Versuchung Jesu in Matthäus 4,1-11 Von Eduard Schweizer Die Erzählung von der Versuchung Jesu, die Lukas in ähnlicher Form … Mehr
Beten heißt bei Gott das eigene Amen finden: „Wo das Gotteslob am Ende fehlt, klingt das Amen eher nach einem Verlegenheitsruf, weil wir mit unserem Beten und Bitten nicht mehr weiterwissen. Im Gebet wie auch in den Fürbitten gilt es jedoch Worte für Gott zu finden, die uns mit unserem Vertrauen zu ihm bringen, und sei es nur ein knappes ‚durch Jesus Christus‘.“
Beten heißt bei Gott das eigene Amen finden Wann kommt das Amen? In Jesu Herrengebet, also dem Wortlaut des Vaterunsers … Mehr