Vom Reichtum der Heiligen Schrift Es sagte einmal der ehrwürdige Herr Doktor Martinus Luther zu Herrn Philippus Melanchthon, ebenso zu … Mehr
Autor: Jochen Teuffel
Aus der Sitzung des Bayerischen Ministerrats vom 30. Januar 1946: Vorgänge in Erlangen im Zusammenhang mit einer Rede von Pastor Niemöller: „In einer alteingewurzelten Demokratie könne man die Sache auf die leichte Schulter nehmen. Wir könnten uns das aber nicht leisten. Es sei gegen Niemöller das Wort ‚Landesverräter‘ gefallen und der Rektor habe selbst gesagt, das Flugblatt stamme aus nationalsozialistischen und reaktionären Kreisen. Also seien solche Kreise innerhalb der Studentenschaft vorhanden. Diese müssten ausgemerzt werden, sonst gehe die Geschichte auf unseren Universitäten wieder an. Er schlage folgende Maßnahmen vor: I. Die Erlanger Studentenschaft ist auf ihre militaristische oder nationalsozialistische Gesinnung nochmals zu überprüfen. Ein Staatskommissar des Unterrichtsministeriums hat diese Überprüfung in die Wege zu leiten und zu überwachen. II. Dem Rektor der Universität Erlangen ist mitzuteilen, dass jeder Student, der bei militaristischen oder nationalsozialistischen Kundgebungen mitwirkt, rücksichtslos zu relegieren ist.“
Nachdem Martin Niemöllers Vortrag zur deutschen Schuld am 22. Januar 1946 in der Neustädter Kirche in Erlangen von Unmutsbekundungen begleitet … Mehr
Walter Lüthi, Der letzte Sieger. Predigt über Daniel 8 (1936): „Was dem Propheten an den beiden Tieren, die er in seiner Vision schaut, ganz besonders auffällt, das ist ihre Waffe, das Horn. Es ist unheimlich viel von Hörnern die Rede in diesem Kapitel. Das Horn ist Zeichen und Sinnbild der erdgebundenen Bockskraft. Die Völkerwelt aber steht heute, so weit unser Auge schaut, im Zeichen des Hornes. Was sich die Völker heute zeigen, das sind die Hörner. Horn steht gegen Horn, Waffe starrt gegen Waffe. Die Menschheit ist ein einziger Hörnerwald geworden, und jedermann zittert vor dem Moment, da die geringste Bewegung in diese Hörner fahren wird. Und doch legen die Völker ihre ganze Kraft und Aufmerksamkeit auf die Hörner.“
Der letzte Sieger. Predigt über Daniel 8 (1936) Von Walter Lüthi Der Eingang dieses Kapitels hat eine Jugenderinnerung wachgerufen, deren … Mehr
Über John Donne (1572–1631): „Sein zentrales Thema als Liebesdichter war die Glückseligkeit der Vereinigung; als Prediger verkündete er vor allem Gottes Barmherzigkeit. Beide Themen gewinnen besondere Kraft dadurch, dass sie von einem stammen, der oft von einer Liebe schrieb, die ‚Raserei‘ und nicht ‚Frieden‘ war, und der aus Erfahrung wusste, was es heißt, sein Heil mit ‚Furcht und Zittern‘ zu wirken.“
John Donne (1571/2–1631), metaphysischer Dichter und Dekan von St. Paul’s. Er entstammte einer katholischen Familie; seine Mutter war die Schwester … Mehr
Ruth Lödel, Predigt zu Jesaja 60,1-6: „Die Finsternis verbreitet Furcht. Und Furcht macht stumm. Wer sich davon nicht beirren lassen will, sondern sich die Freiheit nimmt, laut die Herrlichkeit des Herrn zu verkündigen, der muss ganz schön Arsch in der Hose haben. […] Und so werdet auch ihr, Könige und Königinnen der ELKB, weiterhin das Lob des Herrn verkündigen, dass es eine Lust ist, und unsere Herzen werden erbeben und weit werden, denn was ist der Reichtum der Königin von Saba gegen das Gold der guten Worte, die wir uns sagen lassen dürfen: Steh auf! Die Nacht ist vorüber. Steh auf und lobe Gott!“
Predigt zu Jesaja 60,1-6 (Epiphaniaszeit) Von Ruth Lödel Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit … Mehr
Lucie Adelsberger, Typhusfieber im Konzentrationslager Auschwitz. Wenn Ärzte Patienten sind (1952): „Etwa am 15. oder 20. Juni 1943 erkrankte ich an Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Bauchschmerzen und Darmproblemen. Diese Symptome verstärkten sich in den folgenden Tagen, und ich fühlte mich so elend und benommen, dass ich kaum den Kopf heben konnte. Der Weg zur Latrine, quer durch den gesamten Block, war eine enorme Anstrengung, und ich schwankte wie eine Betrunkene. Die Diagnose Typhus lag nahe, …“
Typhusfieber im Konzentrationslager Auschwitz. Wenn Ärzte Patienten sind Von Dr. med. Lucie Adelsberger Es ist bedeutsam, dass ich meine Erfahrung … Mehr
Martin Luther, Sermon vom Leiden und Kreuz (1530): „Der Christen Leiden ist deshalb edler und köstlicher als aller anderen Menschen Leiden, weil Christus sie in das Leiden gesteckt hat und so auch alle Leiden seiner Christen geheiligt hat. Sind wir denn nicht arme, tolle Leute? Wir sind nach Rom, Trier und an andere Orte gelaufen, um die Heiligtümer aufzusuchen. Warum lassen wir uns nicht auch das Kreuz und das Leiden lieb sein, welches Christus viel naher gewesen ist und ihn naher berührt hat als irgendein Kleid am Leibe? Es hat ihm nicht allein den Leib, sondern das Herz berührt. So ist nun durch das Leiden Christi auch das Leiden aller seiner Heiligen ganz zum Heiligtum geworden; denn es ist mit dem Leiden Christi verbunden. Deswegen sollen wir alles Leiden nicht anders annehmen denn als Heiligtum; denn es ist wahrhaftig ein Heiligtum.“
Sermon vom Leiden und Kreuz (1530) Von Martin Luther Liebe Freunde, ihr wißt, daß man in dieser Zeit die Passionsgeschichte … Mehr
Tagesgebet zum letzten Sonntag nach Epiphanias (Verklärung Christi), 1. Februar 2026
HERR, unser Gott,himmlischer Vater,in das ewige Licht deiner Herrlichkeithast du deinen Sohn verklärt.Zieh uns hinein in dieses Licht,damit wir dem … Mehr
Der US-amerikanische Freiheitsriss an der Liberty Bell: „Auf der jüngsten Jahrestagung des Theologischen Arbeitskreises Prackenfels hat Hans G. Ulrich uns noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass der Riss – bevor er am Hals verlötet wurde – ausgerechnet durch die zweite Hälfte des Wortes ‚Liberty‘ geht. Damit lässt sich auch ein zweites Problem ansprechen: Das hebräische Wort דְּר֛וֹר steht für den sozialen Vorgang der Freilassung (Buber spricht von ‚Freilauf‘), nicht aber für einen selbstbewussten Zustand autogener Freiheit. Im Gefolge der King James Version haben sich die englischsprachigen Bibelübersetzungen auf „liberty“ festgelegt und damit einer eigentumsbezogenen Freiheitsideologie Vorschub geleistet.“
Als am 8. Juli 1776 in Philadelphia zum ersten Mal in der Öffentlichkeit die amerikanische Unabhängigkeitserklärung verlesen wurde, läutete die … Mehr