Georg Friedrich Vicedom, Evangelische Mission (1958): „Wer das Evangelium verkündigt, um eigene Kirchen entstehen zu lassen, treibt Mission; wer das Evangelium verkündigt, um zugleich das eigene Kirchentum zu vermitteln, treibt Propaganda.“

Evangelische Mission

Von Georg Friedrich Vicedom

1. Mission, von missio = Sendung, ist die Verkündi­gung des Wortes Gottes unter Nicht­christen zum Zwecke der „Pflanzung der Kirche“ (G. Warneck) oder „Gründung der Jüngerschaft Jesu“ (J. Richter). Zugleich kann damit die ausübende Gesellschaft oder die Missionarsgemeinschaft auf dem Feld bezeichnet werden. Auf dem Kontinent wird unter M. die Heiden-M. oder die Äußere M. im Gegensatz zur Inneren M., in den USA aber die M. als umfas­sende Tätigkeit verstanden, wobei geographisch ge­schieden wird. Mit Home-M. bezeichnet man die Arbeit der Kirchen innerhalb, mit Foreign M. die außerhalb der Landesgrenzen, welche zur Mehrung der Kirche geschieht. Es spielt dabei keine Rolle, ob das Missionsobjekt Heiden oder Kirchenentfremdete sind. Neben der Heiden-M. spricht man von Juden- und Mohammedaner-M. Zur M. gehören die Ausbildung und Aussendung von Missionsarbeitern, ihr Unterhalt und ihre Altersversorgung, die Missionstätigkeit und die Lei­tung der Gewonnenen, sowie die Missionspflege in der Heimatgemeinde. Die Begründung der M., die Aus­wertung der Erfahrung und die tragenden Richtlinien werden von der Missionswissenschaft erarbeitet.

2. Die ev. M. mußte sich in den letzten vier Jh.en ihre Berechtigung im kirchl. und staatlichen Raum er­kämpfen. Die Begründung der M. stand darum bis J. Richter (gest. 1940) unter dem Zeichen der Apo­logie. G. Warneck (gest. 1910) hat z.B. das Recht zur M. in einem lückenlosen Schriftbeweis gesucht und sie sekundär mit der christl. Kulturaufgabe und der sozialen Hebung der Völker begründet. Heute redet man nicht mehr vom Recht zur M., sondern von der Vollmacht der Kirche und ihrer Pflicht zur M. Sie ist einerseits in dem Erbarmen Gottes mit den verlorenen, gottflüchtigen Menschen begründet und damit in der Rechtfertigung des Sünders, anderer­seits in dem Herrschaftsanspruch Gottes über alle Menschen, der in der Auseinandersetzung des Herr­schaftsbereiches Christi mit dem Reich der Dämonen seinen Ausdruck findet. Beides wird deutlich in der Missio Dei, die mit der Erwählung Israels anhebt, in der Sendung und in der Heilstat Jesu Christi ihren Höhepunkt findet und von da auf dessen Gemeinde übergeht. Die ganze Tendenz der Hl. Schrift ist darum M. (J. C. Hoekendijk, J. Blauw). Der Missionsbefehl ist nur Zusammenfassung dieses Anliegens. Jesus Christus will in der Zeit zwischen Himmelfahrt und Parusie die M. durch seine Gemeinde zur Ret­tung der Menschen fortsetzen (O. Cullmann). Damit erhält die M. eine eschatologische Funktion (Mt 24,14). Sie ist vom Wesen der Kirche umschlossen, ist deren Grundfunktion. Ohne M. kann eine Kirche nicht Kirche Jesu Christi sein. Sie wird dadurch zum Gradmesser des Glaubenslebens einer Kirche, ob sie der Überzeugung lebt, daß es ohne Jesus kein Heil für die Menschen gibt (Apg 4,12). Die M. beschränkt sich aber nicht auf die Verkündigung, denn das in Jesus gegebene Heil findet in dem durch ihn be­gründeten neuen Leben Ausdruck, und damit ist die Notwendigkeit der Gemeindegründung und -führung gegeben.

3. Mit dieser Missionstheologie fallen alle Missionsmotive als sekundär dahin. Sie haben in der heutigen Zeit auch keine tragende Kraft mehr. Im ausgehenden Kolonial­zeitalter ist das in der Corpus-christianum-Ideologie begründete koloniale Motiv nicht mehr anwendbar. Unter dem Säkularismus und unter dem Angriff der Weltreligionen auf die Christenheit kann man nicht mehr aus Mitleid mit den armen Heiden M. treiben, wie es die Pietisten taten. Bei dem Sendungsbewußtsein der Religionen ist Christus nicht mehr die Erfüllung, wie die Religionswissenschaft meinte. Dem Nationalismus der jungen Völker gegenüber ist es geradezu gefährlich, von der Ausbreitung der christl. Kultur zu reden. Die Christen sind nicht mehr die beati possidentes. Damit ist die M. wieder ein Werk des Glaubens geworden, die Gemeinde aber die Einbruchstelle des Hl. Geistes in der Menschenwelt (W. Freytag).

4. Eng verbunden mit der Begründung der M. ist das Missionsziel. Dieses bestand für Ziegenbalg darin, durch die Taufe Gemeinden zu gründen, auch wenn diese sich keine Organisation in der Kirche schufen. Zin­zendorf dagegen wollte bewußt durch seine „Streiter“ nur die vom Hl. Geist Vorbereiteten für das Reich gewinnen. Der Pietismus wandte sich ebenfalls an den einzelnen und erschöpfte sich in der Pflege der durch die Taufe Gewonnenen. Der bedeutendste Ver­treter wurde Fr. Fabri (gest. 1891), welcher lehrte, daß die Zeit der Heiden noch nicht gekommen sei, die Gemeinde würde darum eine Minderheit sein. Die entscheidende Wendung brachte G. Warneck, der auf Grund der Schrift das Missionsziel als die Gewinnung und Christianisierung der Völker bestimmte und die Gründung von Volkskirchen als Notwendigkeit hin­stellte. Beides sollte unter möglichster Schonung des Volkstums und der Eigenart der Völker geschehen, so daß einheimische Kirchen entstehen könnten. Ihm zur Seite trat M. Kähler (gest. 1912), der wohl nicht den „Ethnopathos“ (Hoe­ckendijk) G. Warnecks unter­stützte, aber für die praktische Arbeit wesentliche Grundsätze gab. Wer das Evangelium verkündigt, um eigene Kirchen entstehen zu lassen, treibt M.; wer das Evangelium verkündigt, um zugleich das eigene Kirchentum zu vermitteln, treibt Propaganda. Vor dem letzteren suchte sich die dt. ev. M. zu hüten. Diese Zielsetzung, deren letzte Vertreter H. Frick (gest. 1952) und S. Knak (gest. 1955) waren, beherrschte bis 1939 mehr oder weniger die kontinentale M. Sie fand in der Praxis in B. Gutmann und Chr. Keyßer ihre bedeutendsten Vertreter. Diese Missionstheologie wird heute von den Holländern unter Führung von Hoekendijk und von den Schweizern (J. Dürr) leidenschaftlich bekämpft. Sie weisen nach, daß sich Kirche und Volk nie decken dürfen und daß die Kirche um ihres Apostolats und Dienstes willen immer nur Kirche im Volk sein soll. Die Kirche ist ihrem Wesen nach Restgemeinde, die nur im Ab­stand zum Volk die Herrschaft Gottes verkündigen kann. Daneben finden wir seit dem ausgehenden 18. Jh. Die angelsächsische Linie, welche in einer Ver­bindung des Menschenbildes des Rationalismus mit der religiösen Begeisterung des Pietismus die Einzel­bekehrung erstrebt, Gemeinden im Volk gründet, aber daneben einen starken Christianisierungsprozeß der Völker entfaltet und dabei versucht, durch Ver­mittlung des westlichen Normchristentums die Men­schen zu formen. Mittel dazu sind vor allem die education und die Verwirklichung des Reiches Gottes durch das social gospel, sowie die Ausbreitung der Zivilisation, um den Menschen Anteil an der great society zu geben, d.h. sie als würdige Glieder der „zivilisierten“ Menschheitsfamilie einzuordnen. Ihr bedeutendster Vertreter wurde D. Fleming. Damit ist durch die Überlegenheit der Missionsaktivität in den Staaten die M. aus dem Stadium der „Völkerpädagogie“ und Volkschristianisierung herausgetreten und zu einer Weltpädagogie und Menschheits­christianisierung geworden. Die Gründung von Kir­chen ist wohl das Ziel geblieben, sie erscheint aber im Rahmen dieser Konzeption nur als ein Neben­ergebnis. Zugleich wurde aber durch H. Venn (gest. 1873) und R. Anderson (gest. 1880) die Bedeutung der Selbständigkeit der Kirchen erkannt. Sie haben durch ihr schlagwortartiges Programm, daß eine junge Kirche self-supporting, self-governing und self-propagating sein müsse, wohl keinen tiefen Einfluß auf die M. ausgeübt, aber den jungen Kirchen ein Ziel gezeigt, das vor allem in den letzten Jahr­zehnten das Verhältnis von junger Kirche und M. be­stimmte.

5. Da die Reformatoren durch die damalige Ver­teilung der Welt keine Gelegenheit zur M. hatten, konnten sie, vor allem Luther, nur allgemeine Richt­linien für die Heiden-M. geben. Als die Möglichkeit der M. durch den Kolonialbesitz ev. Mächte gegeben war, wehrte sich die Orthodoxie dagegen. Darum wurden in der ev. Christenheit nie gültige Aussagen darüber gemacht, wer die eigentliche sendende In­stanz sei. Die Dänisch-Hallesche Mission entstand unter dem Landesherrn in Verbindung mit einer tragenden Gemeinde in Deutschland. Die Brüder­gemeine trieb als Kirche M. Ihr Vorbild wurde aber in dem erwachenden Missionsleben des 19. Jh.s nicht über­nommen. Die Erweckten griffen auf die Anregungen J. V. Weltz’ (gest. 1668) zurück, der die Gründung einer besonderen Gesellschaft zur Ausbreitung des Evangeliums vorschlug. Das vereinsfreudige 19. Jh. Förderte die Entstehung von Missionsgesellschaften, die von den führenden Missionstheologen bis K. Hartenstein (gest. 1952) als die der M. adäquate Lebensform gerechtfertigt wurden. Die Missionsgesellschaft steht heute in dem Nebeneinander von Kirche und M. zu den oben ausgeführten theol. Erkenntnissen im Wider­spruch, Darum wurde z.B. in Holland ein Teil der Gesellschaften aufgelöst und die Arbeit von der Kir­che übernommen. Auch in Deutschland versucht man die Problematik durch eine Annäherung von Kirche und M. zu lösen. Anders gestaltete sich die Organi­sation der M. in den Freikirchen, vor allem in den USA. Diese treiben als Kirche M. und haben sich infolgedessen nur eine Missionsbehörde geschaffen. Auch hier lebt die M. nicht von kirchl. Etatsmitteln, son­dern von der freiwilligen Opferkraft der Gemeinden. Leider wurde die Form der Missionsgesellschaft auch den jungen Kirchen vermittelt, anstatt diese als Ganzes für die Ausbreitung des Evangeliums zu erziehen.

Da die Gesellschaften private Unternehmen sind, bildeten sie auch meist ihre Arbeitskräfte in eigenen Missionshäusern oder Missionsseminaren aus und übernah­men ihre Gesamtversorgung, was bei dem zunehmen­den Alter der Gesellschaften und bei dem Wachstum ihrer Arbeit allmählich die Durchführung der eigent­lichen Missionsarbeit sehr hemmen mußte. Die Schwierig­keiten wurden dadurch gemildert, daß die dt. Gesell­schaften meist auf Lebenszeit aussandten, während sich in der angelsächsischen Welt der Missionsarbeiter meist nur für eine bestimmte Zeit verpflichtet. Heute wer­den in steigendem Maße Theologen ausgesandt, die wie in den Freikirchen nach Rückkehr vom Feld in den Dienst und in die Versorgung ihrer Kirchen übergehen.

6. Die Missionsmethode der ev. M. war je nach Gesell­schaft, nationaler Zugehörigkeit und theol. Haltung verschieden. Als gemeinsamer Nenner läßt sich fest­stellen, daß alle Missionen in der Verkündigung des Wortes Gottes das grundlegende Missionsmittel sahen. Die Verschiedenheit wird jedoch bereits an der Art der Verkündigung deutlich. Während die kontinentalen Missionen im Studium der Sprache, des Volkstums und der Religion des Missionsgebietes eine wesentliche Voraus­setzung für eine angewandte, wirksame Verkündi­gung erkannten, haben viele angelsächsische und die vom evangelistischen Drang erfüllten Missionen die Ver­kündigung in der Regierungssprache, vor allem in Englisch mit oder ohne Dolmetscher durchgeführt. Die Frage der praktischen Anknüpfung ist darum bis heute ein ungelöstes Problem geblieben. Während die ersteren liebevoll auf das Volkstum eingehen und die heidnische Religion als einen zu überwindenden Gegner ernst nehmen, sehen letztere in ihnen keine allzugroßen Hindernisse. Da die M. eine Tätigkeit von Person zu Person ist, ist die Anknüpfung die Frage nach der persönlichen Eignung des Missionars. Kann er so zu dem Volk herabsteigen, daß er das Evangelium unter den Lebensbedingungen des Volkes vorlebt, oder muß er versuchen, seine Hörer zu sich emporzuziehen? Beides wurde vor allem dort sehr erschwert, wo durch die brennende Rassenfrage der Missionar auf beide Rassen Rücksicht nehmen mußte. Verschieden war die Methode auch in der Er­reichung des Missionszieles. Die einen Missionen versuchen sie in einer hingehenden Geduldsarbeit unter starker Betonung der Sakramente, welche einerseits den schärfsten Bruch mit dem Heidentum deutlich machen und andererseits die Quelle echten Gemeinschafts­lebens sind; die andern, vor allem der evangelistische Typ der Glaubens-M., wollen das Evangelium so schnell wie möglich allen Menschen bringen und legen darum den Nachdruck auf „Evangelium“, Bibel­verbreitung und Schriften-M. Bekehrung ist wohl ein heißbegehrtes Ziel, aber nicht das Ergebnis einer sich selbst beschränkenden Arbeit. Im Grunde genommen treibt dieser Typ auch Christianisierung, nur mit anderen Mitteln. Der erste Typ ist ganz auf Kirche hin angelegt, der zweite vertritt das individuelle Christentum und damit die kongregationalistische Gemeindeform. Die meisten Missionen erstreben die Einzelbekehrung, andere erkannten, daß bei den Nichtchristen Religion Gemeinschaftssache ist, aus der sich der einzelne nicht lösen kann, ohne schwer­wiegende soziale Folgen tragen zu müssen. Sie er­strebten darum die Gruppenbekehrung, ohne daß dabei in den Gemeinden auf soziologische Zusam­menhänge Rücksicht genommen wurde (Massen­bewe­gung). Die bedeutendsten Vertreter der letzte­ren sind B. Gutmann und Ch. Keyßer. Verschieden war auch die Stellung der M. zur sozialen Struktur des Heidentums. Während D. Graul (gest. 1864) eine schonende Behandlung der Kaste empfahl, sahen nahezu alle Missionen in ihrer Zerschlagung den einzigen Weg. In vielen Gebieten konnte der Ahnendienst überwunden, die Monogamie zur Regel in der Ge­meinde gemacht werden, während in Ostafrika Poly­gamie und Initiation noch ungelöste Probleme sind. Viele Missionen versuchten durch Anlegung christl. Sied­lungen die Gewonnenen den Versuchungen des Heidentums zu entziehen, andere haben die Christen als missionarischen Faktor in der heidnischen Um­gebung belassen. Die meisten Missionen beschränkten sich auf die eigentlichen Missionsmittel, andere haben mo­dernste Mittel wie Presse, Rundfunk, Film, die sog. visual aids zur Beeinflussung der Öffentlichkeit ver­wendet. Da die Zeit der Pioniermission heute vorbei ist, sind nahezu alle genannten Probleme nicht mehr Fragen der M., sondern der jungen Kirchen.

7. Ganz verschieden war auch die Benützung der sekundären Missionsmittel. Während die kontinentalen Missionen die Schularbeit, Ärzt­liche M., Frauen-M., Industrie- und Landwirtschafts-M. (Ruralmission) den missionarischen und gemeindlichen Bedürfnissen anglichen, wurden sie bei angelsächsischen Missionen in der Tendenz der Aus­breitung christl. Kultur und der Verchristlichung der Welt zu Missionsmitteln ersten Ranges, führten zur Instituts-M. und verdrängten in ihrer Tendenz der Ver­selbständigung oft den eigentlichen Missionsdienst.

8. Die Entstehung selbständiger einheimischer Kir­chen (Junge Kirchen) ist mit dem Wesen des Evan­geliums und der Gemeinde gegeben. Früher war das Verhältnis der M. zur jungen Kirche durch die Mutter-Tochterbeziehungen bestimmt. Vor allem G. Warneck dachte hier ganz pädagogisch, so daß die junge Kirche erst das Maturitätszeugnis von der M. erhalten mußte, bevor sie selbständig werden konnte. So wurde das Ziel der selbständigen Kirche viel zu spät ins Auge gefaßt. Durch den aufkommenden -Nationalismus, durch den Vertrauensverlust der weißen Rasse und durch die wachsende Eigengesetz­lichkeit der jungen Kirche kam es seit dem ersten Weltkrieg kontinuierlich zur Gründung autonomer einheimischer Kirchen und damit zur Spannung zwi­schen M. und junger Kirche. Das Verhältnis wurde so geordnet, daß man sich auf der Weltmissionskon­ferenz in Whitby 1947 auf die Formel partnership in obedience und damit auf eine brüderliche Zusam­menarbeit im Gehorsam gegen den Missionsbefehl einigte. Durch die Verhältnisse bestimmt, bahnt sich aber immer mehr die Integrierung der M. in die jungen Kirchen an, so daß der Gegensatz von M. und Kirche in einer echten Bruderschaft aufgehoben ist. In dieser zeigt es sich, daß der Missionsdienst mit der Taufe nicht zu Ende ist. Die jungen Kirchen sind nicht nur finanziell schwach, sie sind Minderheits­kirchen, die in der wachsenden Auseinandersetzung mit den anderen Religionen dringend den Beistand der M. und damit der alten Kirchen brauchen. Während in Afrika und in der Südsee der Missionar sich noch an der eigentlichen Missionsarbeit beteiligen kann, ist es in den asiatischen Gebieten so geworden, daß die Missionsarbeiter zu Spezialdiensten, vor allem zur Ausbildung der Führerschaft angefordert werden.

Anders geworden ist die M. auch durch den leiden­schaftlichen Willen zur Ökumene in den jungen Kir­chen. Um der Einheit der Kirche willen haben sich Missionen eines bestimmten Raumes zusammengeschlos­sen. So verschwindet die Eigenständigkeit der ein­zelnen Missionen immer mehr. Dieser Zug wird gefördert durch die ökumenischen Organisationen der M. Der Internationale Missionsrat steht mit den lokalen Missions- oder Christenräten in engster Verbindung. Die Kommission für Welt-M. des Luth. Weltbundes nimmt sich in be­sonderer Weise der luth. M. an. So kommt es zum besten der jungen Kirche zu einem gemeinsamen Durchdenken der Probleme und zur gemeinsamen Ausrichtung der Arbeit.

Lit.: J. Blauw: Goden en Mensen, 1950 — O. Cullmann: Christus u. d. Zeit, 1946 — J. Dürr: Sendende u. werdende Kirche in d. Missionstheologie G. Warnecks, 1947 — W. Freytag: Die junge Christenheit im Umbruch d. Ostens, 1938 — Ders.: Der große Auftrag, 1948 — Ders.: M. zwischen Gestern u. Morgen, 1952 — D. Fleming: Whither bound in Missions, 1925 — H. Frick: Vom Pietismus zum Volkskirchentum, in: NAMZ 1924 — N. Goodall: Missions under the cross, 1953 — B. Gutmann: Gemeindeaufbau aus d. Evangelium, 1925 — J. C. Hoekendijk: Kerk en Volk in de duitse Zendingswetenshap, o. J. — Ch. Keyßer: Eine Papua­gemeinde, 1950 — K. S. Latourette: Gesch. d. Ausbreitung d. Christentums, 1956 — D. A. McGavran: The Bridges of God, 1955 — M. Schlunk: Das Wunder d. Kirche unter d. Völkern d. Erde, 1939 — Ders.: Botschafter an Christi Statt, 1932 — Ders.: Die Welt-M. d. Kirche Christi, 1951 — H. W. Schomerus: Missionswissenschaft, 1935 — G. Warneck: Ev. Missionslehre, 1892 — J. Warneck: Paulus im Lichte d. heutigen Heiden-M., 1922 — G. F. Vice­dom: Die Rechtfertigung als gestaltende Kraft d. M., 1952.

EKL2, Bd. 2 (1962), Sp. 1355-1361.

Hier der Text als pdf.

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