Weihnachtspredigt zu Jesaja 11,1-10: „Wenn Gottes Sohn zur Welt kommt, zeigt sich darin mehr als nur eine wundersame Geburt. Jesus Christus rückt unsere verrückte Welt zurecht.“

Gerard van Honthorst – Anbetung des Christuskindes (um 1620)

Weihnachtspredigt zu Jesaja 11,1-10 (an Heiligabend)

Versöhnlich soll dieses Jahr enden, gilt uns doch die Weihnachtsbotschaft aus dem Munde des Propheten: „Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“ (Jesaja 9,5).

Auf dem Gemälde des niederländischen Malers Gerard van Honthorst tauchen die Blicke in den Neugeborenen ein und sprechen Bände. Jesus Christus– er ist die Gnadensonne in dunkler Nacht. Von ihm geht das göttliche Lebenslicht aus, das Seelen erleuchtet. Unsere Zukunft und unsere Hoffnung ruhen in ihm. Was für Glück – unser vergängliches Leben eingetaucht in die göttliche Ewigkeit.

Wenn Gottes Sohn zur Welt kommt, zeigt sich darin mehr als nur eine wundersame Geburt. Jesus Christus rückt unsere verrückte Welt zurecht. So heißt es von ihm beim Propheten Jesaja: „Er richtet die Geringen in Gerechtigkeit und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften und die Treue der Gürtel um seine Lenden. An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Feldzeichen für die Völker; die Nationen werden nach ihm fragen und seine Ruhe wird herrlich sein.“ (Jesaja 11,4-5.10)

In diesem Jahr hat es viele Verwerfungen und Konflikte gegeben – im Weltgeschehen, in der Natur, in unserer Gesellschaft und auch in den Familien. Wo wir von uns selbst glauben, wir hätten Recht (und die anderen lägen falsch), werden wir uns weiter entfremden. Daher ist die prophetische Besinnung auf Christus angesagt: „Der Geist des HERRN ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.“ (Jesaja 11,2) Nicht in uns selbst finden sich die Erkenntnis, die uns und die anderen leben lässt. Wir müssen vielmehr zu Christus kommen, uns bei ihm wiederfinden, damit es mit uns menschlich zugehen kann.

So beten wir ihn gemeinsam an:

Jesus, du vom Heiligen Geist gezeugt
aus der Liebe des Vaters,
du von Maria geboren
als Kind im Stall von Bethlehem,
du von Josef aufgenommen
auf Geheiß des Engels,
wir feiern dein Kommen in unsere Welt.
Öffne unser Herz für dein Wort
und für deine Liebe,
damit wir dir folgen
und neu zueinanderfinden.
Amen.

Hier die Predigt mit dem dazugehörigen Weihnachtsbrief als pdf.

1 Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s