Schuldeingeständnis zur Reichspogromnacht (Verhüllter Tag)
Von Reinhold Schneider
Am Tage des Synagogensturmes hätte die Kirche schwesterlich neben der Synagoge erscheinen müssen. Es ist entscheidend, daß das nicht geschah. Aber was tat ich selbst? Als ich von den Bränden, Plünderungen, Greueln hörte, verschloß ich mich in meinem Arbeitszimmer, zu feige, mich dem Geschehenden zu stellen und etwas zu sagen. Jochen Klepper hat die Enttäuschung nie verwunden, daß die Kirche als Kirche zu den Freveln am Tempel geschwiegen hat. Das Leben in Deutschland wurde unerträglich. Dankbar folgte ich im Dezember [1938] einer Einladung nach Paris. Das war schmähliche Flucht.
Quelle: Reinhold Schneider, Verhüllter Tag, Köln-Olten 1954, S. 155. Wieder abgedruckt in: Reinhold Schneider, Gesammelte Werke, Bd. 10: Verhüllter Tag. Winter in Wien, Frankfurt a.M.: Insel, 1978, S. 117f.
Dringende Bitte um Hilfe: die heutigen Schrecken von Krieg und Elend und Ungerechtigkeit führen einen zu Jean Paul:Rede des toten Christus vom Weltgebäude: wir sind alle Waisen,ich und ihr,wir sind ohne Vater“—der Erwachte hört den Ruf des Lebendigen: ich will euch nicht Waisen lassen,ich komme zu euch“—wo ist das Ende des Schreckens?? in einer Gemeinschaft von Menschen,die Gutes bewirken wollen,selbstlose Liebe leben?? Wer fromm ist,muß politisch sein“ so Bedford Srohm,der jetzt den Ratsvorsitz aufgibt in der Hoffnung auf gute Nachfolger.,,,Die Physik lehrt uns,daß das Weltall kalt ist und für Menschen nicht bewohnbar,Wir auf der Erde wären aufgerufen,eine gemeinschaft zu bilden,in der alle recht leben können………