Odo Casel, Das Mysterium der Menschwerdung: „Dringen wir gehorsam durch das Halbdunkel des Glaubens vor, dann erschließt sich uns schon jetzt das Licht Gottes. Dann erkennen wir in diesem mit Elend geschlagenen Menschen, dem Kinde von Bethlehem, dem Gekreuzigten von Golgotha, den König der Herrlichkeit, das göttliche Licht der Weisheit, die die Welt besiegende Macht Gottes.“

Das Mysterium der Menschwerdung Von Odo Casel Weihnachten ist nicht ein Fest edler Menschlichkeit, nicht eine Hingabe an Kindheitserinnerungen und … Mehr

Martin Luther, Das Evangelium in der hohen Christmesse (Johannes 1,1-14, Auszüge aus der Kirchenpostille von 1522): „Wie man nun Christi Wort auslegt, da er sagt: Ich bin das Leben, also soll man dies auch auslegen, gar nichts von dem Leben der Kreaturen in Gott auf philosophisch, sondern wiederum wie Gott in uns lebe und seines Lebens uns teilhaftig mache, dass wir durch ihn, von ihm und in ihm leben.“

Das Evangelium in der hohen Christmesse (Johannes 1,1-14). Auszüge aus der Kirchenpostille von 1522 Von Martin Luther Dieses ist das … Mehr

Karl Rahner, Weihnachten heißt: „Gott hat sein letztes, sein tiefstes, sein schönstes Wort im fleischgewordenen Wort in die Welt hineingesagt, ein Wort, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, weil es Gottes endgültige Tat, weil es Gott selbst in der Welt ist. Und dieses Wort heißt: Ich liebe dich, du Welt und du Mensch!“

Weihnachten heißt Weihnachten heißt:ER ist gekommen.ER hat die Nacht hell gemacht.ER hat die Nacht unserer Finsternis,unserer Unbegreiflichkeiten,die grausame Nacht unserer … Mehr

Karl Barth, Verwunderung. Eine Weihnachtspredigt (1962): „Jetzt und jetzt erst ist Gott für uns Gott geworden, da er, in­dem Christus zu uns kam, die unsinnige Frei­heit uns nahm, uns selbst meistern und helfen zu wollen. Es könnte sein, daß wir unserer Götterfabrikation und unserer eigenen Gottähnlichkeit aus allerhand Gründen so müde gewor­den wären, dass wir nach eben der Offenbarung, von der die Hirten erzählt haben, greifen müssten wie ein Ertrinkender nach der Hand, die ihm im letzten Augenblick zu seiner Rettung gereicht wird. Auch das wäre dann wirkliche Verwunderung.“

Verwunderung. Eine Weihnachtspredigt Von Karl Barth „Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten … Mehr

Alfred Delps Weihnachtsmeditation (1944, Haftanstalt Berlin-Tegel): „Den Lasten Gottes soll man nicht ausweichen. Sie sind zugleich der Weg in den Segen Gottes. Und wer dem herben und harten Leben die Treue hält, dem werden die inneren Brunnen der Wirklichkeit entsiegelt und ihm ist die Welt in ganz anderem Sinn nicht stumm, als er ahnen konnte. Die Silberfäden des Gottesgeheimnisses alles Wirklichen fangen an zu glänzen und zu singen. Die Last ist gesegnet, weil sie als Last Gottes anerkannt und getragen wurde.“

Laßt uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt Von Alfred Delp Es ist die unbegreifliche Tatsache der … Mehr

Rolf Wischnath, Christkind?: „Diese Geschichte von der Geburt des CHRISTUSkindes ist so wunderbar und so einfach, dass sie selbst Kinder verstehen. Und daran erinnere ich mich auch, dass Tante Utta uns diese CHRISTUSkindgeschichte am Tag nach ihrer Verkleidung und Enthüllung erzählt. Ich habe sie nie vergessen.“

CHRISTKIND? Von Rolf Wischnath Unvergesslich: 1953 – ich bin fünf Jahre alt und gehe in den evangelischen Kindergarten zu Güters­loh … Mehr

Albrecht Goes, Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961: „Wir haben – fern von dem unscheinbaren Jesus von Nazareth, aber verwirrenderweise auch in einer Art von selbsterdachtem Zusammenhang mit ihm – ein Tanzfest der Würden in Szene gesetzt, auf dem es hoch hergeht. Hinter welchem Pfeiler im Saal hat sich die wirkliche Würde – die Erinnerung an Adams Beseelung, uns zugut geschehen – versteckt, und auf welcher Vorplatztreppe kauert das große Erschrecken: ‚Herr, ich bin nicht würdig, dass Du unter mein Dach gehest?’“

Die Kraft der Ohnmacht. Ein Wort zum Christfest 1961 Von Albrecht Goes Über die Schwäche der Macht haben wir in … Mehr

Hans Joachim Iwands Weihnachtspostkarte an Ernst Burdach aus dem Gestapo-Gefängnis „Steinwache“ in Dortmund (1938): „Heute habe ich den letzten Satz zu der Neuherausgabe von Luthers Schrift de servo geschrieben, die nun bald – und endlich – erscheinen kann. Seit 2 Wochen sitze ich an dieser Arbeit. Sie hat mich getragen und belebt. Der Tenor der großen Schrift Luthers heißt: Linie halten. Hoffentlich begreifen wir allmäh­lich das große Glück, was es heißt, Weihnachten auf einer Kanzel zu stehen und die froheste aller frohen Botschaften verkünden zu dürfen, dass Gott Mensch wurde und damit die Menschheit – trotz allem und in allem – die große Verhei­ßung wiedergewann von der Gotteskindschaft.“

Brief aus dem Gefängnis an Ernst Burdach (1938) Von Hans Joachim Iwand Als nach den Novemberpogromen Hans Joachim Iwand Ende … Mehr