Aus einem Brief des württembergischen Landesbischofs Theophil Wurm an August Marahrens, Bischof der hannoverschen Landeskirche vom 9. August 1943 […] … Mehr
Schlagwort: Theophil Wurm
Theophil Wurm, Brief an die durch Fliegerangriffe schwer betroffenen Gemeinden in Rheinland und Westfalen (1943): „Wir sind durch die Heilige Schrift Alten und Neuen Testamentes gelehrt, dass alles von Gott kommt und dass kein Haar von unserm Haupte fällt ohne den Willen unseres himmlischen Vaters. Auch wenn Menschen uns Leid zufügen und Tod und Verderben über uns bringen, tun sie es nicht, ohne dass der heilige Gott sie gewähren lässt. Für den, der den Vater Jesu Christi nicht kennt aus der Heiligen Schrift und aus den Führungen seines Lebens, ist dies ein schrecklicher Satz; er wird ihm zur Ursache heftigster Anklagen gegen Gottes Weltregiment. Ein solcher mag fragen: War es nicht eine verdorbene Einbildungskraft, die ein solches Ungeheuer erfand und Gott hieß?“
Brief an die durch Fliegerangriffe schwer betroffenen Gemeinden in Rheinland und Westfalen Von Theophil Wurm Stuttgart, 20. Juni 1943 Liebe … Mehr
Theophil Wurm über die Theodizee (1941): „Alle diese Erfahrungen, die das Übel als mit der Heiligkeit und Güte Gottes nicht unvereinbar, ja sogar das Böse als in seinen Heilsplan eingestellt betrachten lassen, sind nur dem Glauben möglich, d. h. der Fähigkeit, auch gegen den Augenschein an den in Christus offenbaren Gott zu glauben. Je stärker dieser Glaube an Gott noch mit eudämonistischen und egozentrischen Gedanken und Trieben durchsetzt ist, desto schwerer wird es auch dem Christen, zu der soteriologischen und eschatologischen Theodicee durchzudringen.“
Theodicee Von Theophil Wurm Theodicee bedeutet Rechtfertigung Gottes gegenüber den Anklagen, die gegen die von ihm geschaffene Welt und seine … Mehr
Sören Widmann über Paul Schempp (1900-1959): „Erst nach seinem Tode wurde sichtbar, für wie viele Menschen Paul Schempp, der streitbare und angefochtene Theologe, auch Helfer und treuer Seelsorger war. Ihn habe, so bekennt einer der vielen Freunde in einem Brief, ein einziger Satz immer wieder aufgerichtet, den Schempp einem Pfarrerskollegen zur Antwort gab, als dieser ihn mitten in den turbulenten Tagen des Kirchenkampfes ängstlich-neugierig fragte, was es denn Neues gebe: »Seit der Auferstehung Jesu Christi gibt es nichts Neues!«“
Paul Schempp (1900-1959) Von Sören Widmann Paul Schempp war wie seine Freunde und Kampfgefährten Hermann Diem und Richard Widmann Jahrgang … Mehr
Paul Schempps Brief an Landesbischof Theophil Wurm vom 8. September 1936: „Mir ist das Maul leicht zu stopfen, denn ich hab noch nie gerne mit hohen Herren zu tun gehabt und wollte am liebsten über meine Gemeinde hinaus keinen Schritt mehr tun und kein Wort mehr sagen oder schreiben, aber wo soll ich mit meinem Gewissen bleiben, wenn wir blindlings in den Abgrund rennen, und ich hätte geschwiegen. Wenn Sie sich nun über mich empören und ärgern, dann wollen Sie bitte auch denken, dass Sie mir wohl schon einige hundert Male Anlass zu gleicher Empörung und gleichem Ärger und oft auch schon Ursache zu schlaflosen Nächten gegeben haben. Gott wird uns richten.“
Die Kirchlich-theologische Sozietät um Hermann Diem, Heinrich Fausel und Paul Schempp in Württemberg hielt sich während während der NS-Diktatur an … Mehr
Theophil Wurms Hirtenbrief vom 1. August 1944: „Wer unter Gott lebt und diesen Gott durch Jesum Christum seinen Vater nennen darf, muss auch in dem Toben menschlicher Leidenschaften und im Zerstörungswerk moderner Technik einen von Gott gewollten Sinn erblicken. Mit derselben Bestimmtheit, mit der wir eine durch rein körperlich-materielle Ursachen hervorgerufene Krankheit als einen Ruf Gottes an uns erkennen, hören wir auch im Krieg und seinen Auswirkungen Gottes Stimme an uns und alle Menschen, die in dieses Kämpfen, Leiden und Sterben mit hineingezogen sind.“
Da stand der schwerste Bombenangriff auf die Stuttgarter Altstadt am 12. September 1944 durch die britische Royal Air Force noch aus, … Mehr