Martin Luther, Widmungsschreiben bezüglich der Weihnachtspostille an den Grafen von Mansfeld (1521): „Darum soll Euer Gnaden nochmals an das Evangelium denken, das alles verkehrt und umdreht. Was die Welt für Schande hält, ist Ehre, und was sie für Ehre hält, ist Schande. Die, die verbrennen, sind des Feuers wert – und die, die verbrannt werden, sind des Gerichts würdig. Sie werden am Jüngsten Tag den Richterstuhl besitzen. Dann wird offenbar werden, was der Prophet im Psalm 18 (V. 27) sagt: ‚Mit dem Verkehrten verkehrt sich auch Gott.‘ Wenn sie also verkehrt und ungerecht richten, wird Gott mit Recht verkehrt handeln.“

Widmungsschreiben bezüglich der Weihnachtspostille an den Grafen von Mansfeld (1521) Von Martin Luther Jesus. 1522 An den edlen und hochgeborenen … Mehr

Gerhard O. Forde, Über das Sein eines Theologen des Kreuzes (1997): „Ein Theologe des Kreuzes sagt, was eine Sache ist. In heutiger Sprache: Ein Theologe des Kreuzes nennt die Dinge beim Namen. Wer ‚alles durch das Leiden und das Kreuz betrachtet‘, ist gezwungen, die Wahrheit zu sagen. Die Theologie des Kreuzes gibt also den theologischen Mut und den begrifflichen Rahmen, um die Sprache festzuhalten. Sie wird zweifellos auch eine kritische Prüfung der Sprache und ihres Gebrauchs beinhalten. Sie wird anerkennen, dass der verschwundene Teil des Vokabulars erschreckend und anstößig sein kann. Doch sie wird erkennen, dass gerade das Kreuz und die Auferstehung die einzige Antwort auf dieses Problem sind – nicht Tilgung oder Ignoranz.“

Über das Theologe-Sein des Kreuzes (On Being a Theologian of the Cross) Von Gerhard O. Forde Wir befinden uns in … Mehr

Helmut Merklein, Kreuz. Biblisch-theologisch: „Im gekreuzigten, ‚für uns zum Fluch gewordenen‘ Christus (Galater 3,13) kann der homo peccator sich selbst wiederfinden, um in ihm eine neue Identität (die des alter Christus) zu gewinnen (3,28). Der Glaubende hat daher sein Fleisch (ein für allemal) gekreuzigt (5,24), so dass er (bleibend) ein mit Christus Gekreuzigter ist (2,19), in dem dieser selbst lebt (2,20).“

Kreuz. Biblisch-theologisch Von Helmut Merklein Das Kreuz ist Hinrichtungsinstrument, ursprünglich ein „Pfahl“ (staurós; vgl. lateinisch crux, Marter­holz), der bei den … Mehr

Martin Luther, To the Christians of Augsburg, letter of consolation in adversity for the sake of the Gospel, December 11, 1523: „Whoever does not want the cross must also lack the word. It is true that there is nothing love­lier in heaven and on earth than the word without the cross. But pleasure would not last long; for nature is not able to bear joy and pleasure for so long; as it is said: man can suffer all things without good days; and there must be strong legs to bear good days.“

To the Christians of Augsburg, letter of consolation in adversity for the sake of the Gospel, December 11, 1523 By … Mehr

Martin Luther, Trostbrief an die Christen zu Augsburg (1523): „Wer das Kreuz nicht will, der muss des Wortes auch mangeln. Wahr ist’s, nichts Lieblicheres wäre im Himmel und auf Erden, denn das Wort ohne Kreuz. Aber es würde die Lust nicht lange bleiben; sintemal die Natur nicht vermag eitel Freude und Lust zu tragen die Länge; wie man spricht: der Mensch kann alles wohl er­leiden ohne gute Tage; und müssen starke Beine sein, die gute Tage ertragen sollen.“

An die Christen zu Augsburg, Trostbrief in Widerwärtigkeiten um des Evangeliums willen vom 11. Dezember 1523 Den auserwählten Lieben Gottes, … Mehr

Martin Niemöllers, Der gekreuzigte und auferstandene Christus (1953): „Christus starb nicht für irgend etwas in dieser Welt; er starb weder für den Fortschritt noch für eine neue Weltordnung; er starb auch nicht für sein Vaterland — er starb für den Menschen, damit der Mensch leben möchte, der neue Mensch des Glaubens leben möchte. Deshalb heißt unser Christenberuf: Wir sollen dem Menschen dienen, den Gott über alles ge­liebt hat und noch liebt, und sollen verhüten, dass der Mensch als Werkzeug oder Mittel für irgend etwas oder irgend jemand mißbraucht wird.“

Der gekreuzigte und auferstandene Christus Von Martin Niemöller Im 1. Kapitel des 1. Korintherbriefes bezeichnet der Apostel Paulus die Botschaft, … Mehr