Gerhard von Rad, Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr): „Unser Glaube ist schon zufrieden, wenn er je den nächsten Schritt als von Gott gewiesen erkennen darf. Tatsächlich gehen V. 3 und 5 in einem äußersten Pathos der Zuversicht einher, das uns den Atem verschlagen möchte. Aber hier geht es nicht um den individuellen Weg dieses oder jenes Menschen, sondern um den des ganzen Gottesvolkes in seine Ruhe, und von ihm gilt: Gott geht mit ihm, ja, er hat ihm in jeder Hinsicht den Weg schon bereitet; an jeden Fußbreit Bodens hat er gedacht.“

Predigtmeditation zu Josua 1,1-9 (Neujahr) Von Gerhard von Rad Entscheidend für das Verständnis dieses Textes ist die Be­stimmung des heilsgeschichtlichen … Mehr

Karl Barth, Wie man die eigene Lebensbahn findet? (Neujahr 1958): „Es geht schlicht um das Hören seines Wortes, das er uns nicht ver­schwiegen hat, keinem von uns ver­schweigt. Es ist lebendig mitten unter Bitten und Empfangen, Suchen und Finden, Anklopfen und Aufgetanbekommen sind, indem wir sein Wort hören, Eines. Und wieder indem wir es und in ihm ihn selbst hören, zeigt es uns auch unsere eigene, zeigt es je mir meine, je dir deine Lebens­bahn, ist es deines und meines Fusses Leuchte, das Licht auf deinem und meinem Pfade. So auch in dem nun anhebenden Jahr 1958. Wir wissen nicht, wie unsere Le­bensbahn in diesem Jahr aussehen wird. Es könnte für mich oder für dich deren letzte Strecke sein. Sie wird aber, indem wir auch in ihm Gottes Wort hören und also mit Gott leben dürfen, auf alle Fälle keine Todesbahn, sondern hell und also gangbar sein. Ein Jahr des Herrn und darum ein Jahr des Heils ist dann auch mit diesem neuen Jahr für uns angebrochen. «Jesu, geh voran, auf der Lebensbahn!»“

Wie man die eigene Lebensbahn findet? Von Karl Barth Indem ich die Frage genau so aufnehme, wie sie mir gestellt … Mehr

Karl Barths Neujahrsansprache 1962: „Fest sind die Herzen von Menschen, die darauf vertrauen, daß auch alles das, was vermöge unserer menschlichen Torheit heute geschieht und noch geschehen mag, in der festen Hand des gnädigen Gottes seine Grenze und sein Ziel hat. Die festen Herzen solcher Men­schen werden auch im Jahr 1962, was es uns auch bringe — sie wer­den in Ewigkeit standhalten.“

Ein Wort zum Neuen Jahr Professor Dr. Karl Barth hielt in der Silvesternacht nach Verklingen des Neu­jahrsgeläutes über Radio Beromünster … Mehr

Joseph Wittig, Der neue Kalender: „Wenn dann der Vater nach der Milchsuppe am Jahresschluß den neuen Kalender brachte, die Januarseite aufschlug und dabei sagte: „Jetzt ist das alte Jahr zu Ende; jetzt kommt das neue Jahr; ich wünsche euch allen ein gesundes und glückliches Jahr“, dann war das alte Jahr wirklich vorbei und ein neues war ge­kommen, und wir freuten uns und waren selig, ohne zu fragen, warum. Wenn der Vater etwas sagte, so war es weder Zeremonie noch Symbol, sondern immer Wirklichkeit.“

Der neue Kalender Von Joseph Wittig Es braucht nicht erst in der Zeitung zu stehen, denn das wissen wir von … Mehr