Johann Baptist Metz, Im Eingedenken fremden Leids. Zu einer Basiskategorie christlicher Gottesrede: „Das Eingedenken fremden Leids bleibt eine fragile Kategorie in einer Zeit, in der sich die Menschen am Ende nur noch mit der Waffe des Vergessens, mit dem Schild der Amnesie gegen die immer neu hereinstürzenden Leidensgeschichten und Untaten wappnen zu können meinen.“

Im wahrsten Sinne „penetrant“, also eindringlich ist Johann Baptist Metzs Lebensthema der memoria passionis. Hier ein Auszug aus seinem Aufsatz … Mehr

Max Horkheimers Notiz über Aufklärung und Religion: „Je weiter die Naturerkenntnis fortschreitet und je gerechter und durchsichtiger die Gesellschaft wird, so dass keine gesellschaftlich bedingten Unterschiede, kein gesellschaftlich bedingtes Leid den Finger Gottes als Erklärung fordern, desto weniger werden die Menschen der Religion bedürfen. Aber, so könnten sie erwidern, werden wir dann nicht der Religion bedürfen, weil wir doch sterben müssen und weil die Kreatur, die nichtmenschliche, durch die Natur und vor allem durch die unbarmherzige Menschheit leidet? Bedarf es nicht immer der Religion, weil die Erde, auch wenn die Gesellschaft in Ordnung wäre, das Grauen bleibt?“

Über Aufklärung und Religion (1959/60) Von Max Horkheimer Der Begriff von Göttern oder Gottes, so sagten die Aufklärer der Nationen, … Mehr