Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt (Besinnung zur Konfirmationspredigt): „Mit der Klinge lassen sich Materialen schneiden oder trennen. Mitunter heißt es messerscharf zu unterscheiden, was gut und was schlecht ist, was uns auf dem Lebensweg weiterbringt und was uns in eine Sackgasse führt. Dazu will der eigene Verstand immer wieder neu an Gottes Wort geschärft sein. Es ist keine tote Vorschrift, sondern Lebenswort, in das sich der dreieinige Gott mit dem Geheimnis des Sterbens und der Auferstehung seines Sohnes selbst hineingelegt hat: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Schließlich findet sich auf dem Taschenmesser das Zeichen des Kreuzes in einem Schild gefasst.“

Wie ein Taschenmesser uns den christlichen Glauben vorstellt Wer unterwegs ist, kann nicht für alle Fälle alles Mögliche mitnehmen. Dazu … Mehr

Søren Kierkegaard, Die Konfirmation – christliches Komödienspiel oder Schlimmeres (1855): „Die Konfirmation, eine herrliche Erfindung, wenn man zweierlei annimmt: dass die Gottesvereh­rung darauf hinausläuft, Gott zum Narren zu halten, und dass sie hauptsächlich darauf abzielt, Anlass zu Familienfeiern zu geben, zu Gesellschaften, einem fröhlichen Abend, einem Gastmahl, von anderen Gast­mählern darin verschieden, dass dieses — wie raffiniert! — »zugleich« von religiöser Bedeutung ist.“

Kierkegaards letzte publizistische Unternehmung war seine Abrechnung mit dem organisierten Christentum und insbesondere mit der lutherischen Staatskirche in Dänemark, die … Mehr