Gerechtigkeit Ja, wenn alle jeweils genau vier Äpfel hättenWenn alle ebenso stark wären wie RösserWenn alle gleich wehrlos der Liebe…
„Schließlich führte ihn der Scharfrichter auf den Platz, er kniete nieder und sprach: ‚Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist‘, und wurde dann hingerichtet.“ Wie die Hinrichtung des Leipheimer Pfarrers Hans Jakob Wehe († 5. April 1525) in der Lebensgeschichte Georg Truchsessen im Stile einer Märtyrerakte erzählt wird
Von der Hinrichtung des Leipheimer Pfarrers Hans Jakob Wehe Der Schreiber des Truchsessen Georg von Waldburg – möglicherweise sein Kaplan…
Klaus Koch, Fluch in der Bibel: „Der heutige Bibelleser mag vor solchen dunklen Wortpraktiken zurückschrecken, die für ihn an Zauber und Aberglaube grenzen. Doch steht dahinter eine urtümliche und ungebrochene Erfahrung von der Macht des gesprochenen Wortes, das sich, einmal ausgesprochen, nicht mehr zurücknehmen läßt. Solche Wirkungen mögen wir heute vielleicht als psychologisch einstufen, derartige Kategorien standen dem Altertum dafür jedoch nicht zur Verfügung. Der Zweck des Fluches war – in seiner bedingten Form – die Abschreckung; dieser hat sich gewiß in ungezählten Fällen als wirksamer erwiesen als alle modernen Abschreckungsmethoden im Strafvollzug.“
Fluch in der Bibel Von Klaus Koch »Fluch« meint in der Bibel nicht wie in der modernen Alltagssprache den Gebrauch…
Ernest Hello über das Amen (Paroles de Dieu, 1877): „Der Mensch muss sich in einen Triumphruf verwandeln, zu einem lebendigen Amen werden, das von der Erde zum Himmel aufsteigt. Was sollen wir aus unseren Seelen und Leibern machen, wenn nicht Stimmen, die Amen sagen? Was sollen wir aus unseren Worten, Gedanken, Gesten, Blicken machen, wenn nicht triumphierende Amen? Amen sagt: „Ja, Herr!“ zu dem, der die Fülle ist. Außerhalb des Amen droht uns die Leere, zieht uns der Abgrund. Außerhalb des Amen verliert das menschliche Leben, das eine lebendige Bekräftigung der Wahrheit sein soll, seine Bestimmung und seine Daseinsberechtigung.“
Über das Amen (Paroles de Dieu) Von Ernest Hello Ich hätte mit dem Wort „Amen“ beginnen können. Ich hätte mit…
Ambrosius Geyer, Zur Schlacht bei Leipheim (Handlung des Bunds wider die aufrührerischen Bauern anno 1525): „Doch nicht alle Soldaten des Bundes waren bereit, gegen die Bauern zu kämpfen. Einige glaubten, die Bauern seien von Gott erweckt worden, ähnlich wie einst die Kinder Israels. In der Nacht liefen etwa 1.500 Fußsoldaten aus dem Heer des Bundes heimlich davon, da sie nicht gegen ihre eigenen Landsleute kämpfen wollten.“
Zur Schlacht bei Leipheim (Handlung des Bunds wider die aufrührerischen Bauern anno 1525) Von Ambrosius Geyer Am Mittwoch [ 29.…
Jakob Fussenegger, Mohren-Taufe / Das ist: Christliche Taufe-Predigt. Bei der Taufe eines bekehrten Mohren / welcher vom Herrn Joß Kramer aus dem Königreich Guinea in Afrika / in die Stadt Lindau im Heiligen Römischen Reich am Bodensee gebracht wurde / und dort in der Pfarrkirche St. Stephan / am Abend des Pfingstfestes 1657 getauft wurde: „Wie Johannes der Täufer und die heiligen Apostel immer wieder den Hörern vorangingen und anschließend taufen ließen, so wird auch jetzt in besonderer Weise und durch die besondere Vorsehung Gottes (der da will, dass allen Menschen geholfen werde und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen sollen) ein Knabe, genannt Real, von heidnischen Eltern, geboren und im Heidentum aufgezogen, aus dem Königreich Guinea in Afrika zu uns gebracht. Nachdem er hier in der christlichen Religion ausreichend unterrichtet wurde und selbst den Wunsch äußerte, getauft zu werden, um durch die heilige Taufe in den Gnadenbund Gottes aufgenommen zu werden und in die Gemeinschaft der christlichen Kirche einzutreten, wird diesem christlichen Wunsch nun entsprochen. Dieser arme Heide, der wie wir in Sünde empfangen und im Heidentum aufgewachsen ist, würde ohne das Eingreifen des eingeborenen Sohnes Gottes, Jesus Christus, in Ewigkeit verdammt und verloren sein. Doch durch Christus, der ihn aus der Dunkelheit des Heidentums herausführt, wird er nun getauft.“
„MohrenTaufe / Das ist: Christliche Taufe-Predigt / Aus der ordentlichen und gewöhnlichen Fest-Epistel / des Heiligen Pfingsttags, Akt 2, 1–13.…
Gisbert Greshake über das Wandern: „Wer wandert oder geht, stellt sich in einen Prozess der Wandlung. Wandern führt zum Wandel. Jeder Schritt vergrößert den Radius des Erschlossenen, der Blickwinkel ändert sich ständig; die Füße bewegen sich auf neue Bodenformationen, neue Aussichten treten vor Augen, neue Klänge in die Ohren.“
Über das Wandern Von Gisbert Greshake Wer wandert oder geht, stellt sich […] in einen Prozess der Wandlung. Wandern führt…
Eberhard Jüngel, Die Wirksamkeit des Entzogenen. Zum Vorgang geschichtlichen Verstehens als Einführung in die Christologie (1978): „Es ist gerade der Tod Jesu, es ist sein – auch durch den Glauben an seine Auferstehung nicht rückgängig gemachter, sondern vollends in Kraft gesetzter – Entzug, der in einer einzigartigen Weise gewirkt hat. Es gibt wohl keine produktivere Verlassenheit als die durch den Entzug Jesu hervorgerufene Verlassenheit der von ihm Angesprochenen. Wir formulieren diesen Sachverhalt pointiert mit der These, dass der Tod Jesu den Glauben an Jesus Christus hervorgerufen hat und dass Jesu Fehlen das seine Gegenwärtigkeit bezeugende Neue Testament hervorgebracht hat.“
Die Wirksamkeit des Entzogenen. Zum Vorgang geschichtlichen Verstehens als Einführung in die Christologie[1] Von Eberhard Jüngel I. „In Schwaben sagt…
Dietrich Bonhoeffer, Die christliche Gottesidee (Concerning the Christian Idea of God, 1931): „Die Tatsache, dass das menschliche Denken in sich selbst gefangen ist – dass es sich also zwangsläufig in Autokratie und Selbstverherrlichung verstrickt, wie es in der Philosophie geschieht –, kann theologisch als die Verderbnis des Geistes interpretiert werden, die durch den ersten Fall (den Sündenfall) verursacht wurde. Der Mensch ‚vor‘ dem Fall muss so gedacht werden, dass er ‚Wirklichkeit‘ denken konnte – das bedeutet, Gott und den anderen Menschen als Wirklichkeiten zu erkennen. Der Mensch ‚im‘ und ’nach‘ dem Fall bezieht jedoch alles auf sich selbst, stellt sich in das Zentrum der Welt, übt Gewalt an der Wirklichkeit, macht sich selbst zu Gott und Gott sowie den Mitmenschen zu seinen Geschöpfen.“
Die christliche Gottesidee (Concerning the Christian Idea of God, 1931)1 Von Dietrich Bonhoeffer In diesem Artikel erhebe ich nicht den…