Über das Wiederkehr des Mythus in der Gesellschaftskrise Von Ernst Cassirer Die mythische Organisation der Gesellschaft scheint von einer vernünftigen…
Jürgen Moltmann über die Hoffnung (1983): „Wie der Glaube den Menschen an den gekreuzigten Christus bindet, so öffnet die Hoffnung diesen Glauben auf die allumfassende Zukunft des auferstandenen Christus. In der Hoffnung auf das Reich Gottes erfährt der Christ auch den Widerspruch zwischen Auferstehung und Leben und einer Welt des Bösen und des Todes. Glaube, der sich zur Hoffnung öffnet, bringt nicht Frieden, sondern Unruhe. Im Gegensatz zur erlebten Wirklichkeit nimmt die Liebe die Erde an, weil sie auf die neue Schöpfung hofft. So zieht die Hoffnung die Glaubenden hinein in das Leben der Liebe und befreit sie zur Solidarität mit der ganzen leidenden Schöpfung.“
Hoffnung Von Jürgen Moltmann 1. Die europäische Geschichte des Hoffnungsbegriffs ist geprägt von der Spannung zwischen der griechischen Philosophie und…
Kristlieb Adloff, »Mein ist die Rache, redet Gott«. Zum Umgang mit den biblischen Feindpsalmen: „Was ist das für ein Gott, dem wir uns so, von aller frommen Maskerade entblößt, in rückhaltloser Wahrhaftigkeit zumuten können? Das ist der Punkt, um den es geht, wenn wir uns den befremdlichen »Feindpsalmen« aussetzen. Es geht um Gott selbst, um einen befremdlichen Gott, von dem wir uns kein Bild machen dürfen, und sei es das Bild eines Gottes der Liebe nach menschlichen Maßstäben.“
»Mein ist die Rache, redet Gott«. Zum Umgang mit den biblischen Feindpsalmen Von Kristlieb Adloff »Herr, Gott, des die Rache…
Leonhard Hutter, Vom Kreuz und den Tröstungen (Compendium locorum theologicorum, 1610): „Zeigt nicht auch die Philosophie gewisse Tröstungen? Sie zeigt zwar gewisse Tröstungen, doch sind sie sehr schwach und können in schwereren Leiden nicht standhalten. Solche sind: 1. Die Notwendigkeit, woraus der oft zitierte Spruch stammt: ‚Ertrage es, beklage es nicht, was du nicht ändern kannst.‘ 2. Die Würde der Tugend, dass man wegen des Schmerzes nichts Unrechtes tue. 3. Ein gutes Gewissen. 4. Beispiele anderer. 5. Hoffnung auf einen guten Ausgang. 6. Der Ruhm eines unvergänglichen Namens – und andere ähnliche.“
Vom Kreuz und den Tröstungen (Compendium locorum theologicorum) Von Leonhard Hutter 1. Aus welchen Gründen lässt Gott es zu, dass…
Karl Barth, Alle!, Predigt zu Römer 11,32 (1957, Strafanstalt Basel): „Eingeschlossen! Über die nächste Bedeutung dieses Wortes will ich in diesem Haus, in welchem es so viele verschlossene Türen gibt, kein einziges Wort verlieren. Der Mensch kann noch ganz anders und viel schlimmer eingeschlossen sein, als ihr es hier seid. Eingeschlossen vielleicht in ein Leid, das ihn betroffen hat und das nun aus seinem Herzen und Leben nicht mehr weichen will! Eingeschlossen in einen Kummer, Zorn und Haß, den er gefaßt und vielleicht mit Recht gefaßt hat, gegen Menschen, die ihm ein Unrecht, etwas Böses oder Ungeschicktes angetan haben!“
Alle!, Predigt zu Römer 11,32 (1957) Von Karl Barth Gebet vor der Predigt: Herr unser Gott, du willst, daß die…
Theophil Wurm, Brief an die durch Fliegerangriffe schwer betroffenen Gemeinden in Rheinland und Westfalen (1943): „Wir sind durch die Heilige Schrift Alten und Neuen Testamentes gelehrt, dass alles von Gott kommt und dass kein Haar von unserm Haupte fällt ohne den Willen unseres himmlischen Vaters. Auch wenn Menschen uns Leid zufügen und Tod und Verderben über uns bringen, tun sie es nicht, ohne dass der heilige Gott sie gewähren lässt. Für den, der den Vater Jesu Christi nicht kennt aus der Heiligen Schrift und aus den Führungen seines Lebens, ist dies ein schrecklicher Satz; er wird ihm zur Ursache heftigster Anklagen gegen Gottes Weltregiment. Ein solcher mag fragen: War es nicht eine verdorbene Einbildungskraft, die ein solches Ungeheuer erfand und Gott hieß?“
Brief an die durch Fliegerangriffe schwer betroffenen Gemeinden in Rheinland und Westfalen Von Theophil Wurm Stuttgart, 20. Juni 1943 Liebe…
Jürgen Roloff, Das tausendjährige Reich (Exkurs zu Offenbarung 20,1-10): „Gott ist für Johannes der Schöpfer (4,11) und Allherrscher (1,8 u. ö.), dessen Geschichtsplan das Ziel hat, seine Macht und Herrschaft in allen Bereichen seiner Schöpfung sichtbar durchzusetzen. Gottes Herrschaft bedeutet darum die Unterstellung auch der vorfindlichen Welt mit ihrer Geschichte und Lebenswirklichkeit unter Gottes heilvolle Macht. Heil kann für Johannes niemals nur jenseitig und spirituell sein; es ist immer auch welthaft, ja politisch, weil Gott für ihn der Herr der Welt und der Geschichte ist. Das letzte Ziel Gottes ist auch für Johannes die Schaffung einer neuen Welt, aber ihm ist darüber hinaus gewiß, dass Gott diese alte Welt nicht völlig preisgibt, sondern sie zunächst auch voll unter seine Herrschaft heimholt und zugleich den ihm zugehörigen Menschen ihr Recht auf diese alte Welt zuteil werden lässt.“
Das tausendjährige Reich (Exkurs zu Offenbarung 20,1-10) Von Jürgen Roloff Das tausendjährige Reich ist seit alters das wohl umstrittenste Thema…
Werner Schmauch, Predigt über Matthäus 5,13-16 (1957): „Das ist doch das Einzigartige dieser christlichen Botschaft, dass nicht der Mensch als einzelner in ihrem Blickfeld steht, dass es nicht mehr um mein Ich geht, um meine Existenz und um den Sinn meines Daseins. Dass es vielmehr nur soweit um mich selber geht, als es geht um meine Bestimmung für den anderen. Wenn es heute wieder verstanden wird, dass Menschen und Völker nur in der Koexistenz zu existieren vermögen, so müssen wir sehen, Christen existieren in der Proexistenz für den anderen, für die Welt.“
Predigt über Matthäus 5,13-16 (1957) Von Werner Schmauch Liebe Brüder und Schwestern! Wer sind wir eigentlich? Väter, Mütter, Söhne, Töchter,…
Tagesgebet zum 8. Sonntag nach Trinitatis, 10. August 2025
Herr Jesus Christus,mitten in unserer Welt, in aller Dunkelheit,hat deine Friedensherrschaft schon begonnen. Du hast uns berufen,Salz der Erde und…