Fridolin Stier: „Nicht oft genug kann die Menschheit an die gefährliche Nachbarschaft der Übermächte erinnert werden, die um sie walten, unberechenbar und niemals zu bewältigen. Gedankenlos, bewußtseinseng nur von ihren Geschäften und Hän­deln in Atem gehalten, von all dem Lärm darum betäubt, lebt sie dahin, als wäre nur ihre Welt die einzig wahre.“

Meine Solidarität mit den Menschen verwehrt mir nicht, mich durch solche Botschaften aus dem Unter­grund der unverfügbaren Gewalten in freudige…

Hans Joachim Iwand, Und sie sahen seine Herrlichkeit. Eine Meditation über die Osterbotschaft (Matthäus 28,1-10, DIE ZEIT 1948): „So haben die Frauen etwas an diesem Grab gelernt, was man an keinem anderen Ort lernen kann: sie haben den Zweifel gelernt, den Osterzweifel, der an allem zweifeln lässt, an dem Tod und dem Triumph der Mächte, die ihren Herrn ins Grab legten, an dem Sosein dieser Welt, ihrer Nacht und Sünde, ihrer in sich geschlossenen Endlichkeit und Todesdichte — nur an einem nicht mehr: an Jesu, an der Offenbarung des lebendigen Gottes mitten unter uns.“

Und sie sahen seine Herrlichkeit. Eine Meditation über die Osterbotschaft [Matthäus 28,1-10] Von Hans [Joachim] Iwand Der Osterbericht des Matthäus-Evangeliums…

C. Peter Wagner, Einführung zu Dominion! How Kingdom Action Can Change the World (2008): „Die menschliche Gesellschaft wird von sieben obersten Gestaltern der Kultur reguliert, nämlich Religion, Familie, Regierung, Kunst und Unterhaltung, Medien, Wirtschaft und Bildung. Es sollte jedem klar sein, dass jeder dieser kulturschaffenden Bereichen von Menschen guten Willens, seien es Christen oder Nichtchristen, geleitet oder ‚beherrscht‘ werden muss, wenn sich die Gesellschaft als Ganzes verändern soll. Ich habe ‚beherrscht‘ in Anführungszeichen gesetzt, um den von mir gewählten Titel dieses Buches, Dominion! Meine Hoffnung ist, dass diejenigen, die mit Gottes Maßstäben für das menschliche Leben übereinstimmen, diejenigen sein werden, die am Ende des Tages in der Lage sind, über die Gesellschaft zu herrschen, sei es in Städten, Staaten, Nationen oder anderen Territorien. Die Ideologie, die diesem Ansatz zugrunde liegt, wird ‚Herrschaftstheologie‘ genannt, die ich in Kapitel 3 näher erläutere. […] Das grundlegendste Prinzip der Demokratie ist, dass die Mehrheit und nicht die Minderheit regiert und die endgültigen Normen für die Gesellschaft festlegt. Die Übernahme der Herrschaft geschieht, indem man sich an die Regeln des demokratischen Spiels hält und auf faire Weise den notwendigen Einfluss auf die sieben Gestalter der Kultur gewinnt, um letztlich eine Nation zu fördern und die Gesellschaft für den Segen, den Wohlstand und das Glück zu öffnen, die Gott für alle Menschen wünscht. Gott regiert diejenigen, die ihm treu sind. Solche Menschen, die von Gott erfüllt sind, sind diejenigen, die meiner Meinung nach die transformierten Gesellschaften der Zukunft regieren werden.“

Die theologischen Grundlagen des christlichen Nationalismus in der USA und insbesondere der New Apostolic Reformation (NAR) finden sich in dem…

Helmut Gollwitzer, Predigt über Römer 8,28-30 (1953): „Wenn wir den Blick von Jesus Christus weg auf uns selbst richten; dann finden wir keine Liebe zu Gott, dann können wir auch keines­wegs sagen, dass uns alles zum Besten dient, sondern dann müssen wir eher sagen, daß alles, Glück wie Leid, unserer Gotteskindschaft schaden kann. Schauen wir aber von uns weg auf ihn, auf Jesus Christus, dann wird alles anders: Er ist ja auf alle Fälle der, der Gott liebt; er ist zuerst der, der nach dem Vorsatz berufen ist, der Auserwählte Gottes.“

Predigt über Römer 8,28-30 Von Helmut Gollwitzer „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen,…

Wenn in Jesaja 50,4-9 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt wird …: „Mit Hellmut Rosin bzw. Kornelis Heiko Miskotte kann nicht oft genug betont werden, dass in der Bibel der NAME dem Appelativum (Gattungsnamen) ‚Gott‘ vorgängig ist. Der Bekenntnissatz lautet: ‚JHWH ist Gott‘ (analog zu ‚JHWH ist König‘), aber niemals umgekehrt. Wer von „Namen Gottes“ redet oder sagt ‚Gott heißt [im Alten Testament] JHWH‘, macht sich an einem anonymen bzw. metaphysischen Gottesbegriff fest und kann damit die biblische NAMENsverheißung nicht gelten lassen.“

Wenn in Jesaja 50,4-9 „’ădonāj JHWH“ falsch übersetzt wird … Nachdem am morgigen Sonntag Palmarum, 13. April, über Jesaja 50,4-9…

Rowan Williams über die „dunkle Nacht“: „Die klarste Systematisierung findet sich bei Johannes vom Kreuz. Er nimmt die nächtliche Bildsprache des Hoheliedes als Ausgangspunkt und teilt die Nacht in drei Teile ein. Es gibt die wachsende Dunkelheit der ‚Nacht der Sinne‘, in der das Ich sein Verlangen auf Gott allein und nicht auf irgendwelche äußeren Ziele konzentriert. Der dunkelste Teil der Nacht ist jedoch die ‚Nacht des Geistes‘ (die gewöhnlich als ‚Dunkle Nacht der Seele‘ bezeichnet wird), in der das Selbst sogar von jeder verbleibenden geistigen Befriedigung und von jedem tröstlichen Bild von sich selbst beraubt wird. Erst darüber hinaus bricht die Morgendämmerung der Erleuchtung zur endgültigen Vereinigung auf.“

Dunkle Nacht, Dunkelheit Von Rowan Williams „Gott ist Licht, und in ihm ist keine Finsternis“ (1 Johannes 1,5). Texte wie…

Gerlind Schwöbel über Katharina Staritz (1903-1953): „Am 4. März 1942 wurde Katharina Staritz in Marburg von der Gestapo verhaftet. Jochen Klepper, ein in der Bekennenden Kirche aktiver, selbst mit einer jüdischen Frau verheirateter Theologe, mit dem Katharina Staritz vom Studium her befreundet war, hielt in seinem Tagebuch Unter dem Schatten deiner Flügel die Stationen ihrer Haft fest: Marburg, Kassel, das Arbeitshaus Breitenau und schließlich das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.“

Katharina Staritz Geb. 25. 7. 1903 in Breslau; gest. 3.4. 1953 in Frankfurt/Main Von Gerlind Schwöbel »Die Staritze mögen die…