Im wahrsten Sinn des Wortes ist es ein „Alterswerk“, das Gerhard Sauter mit seinem Buch Beseeltes Alter. Über Hoffnung und…
Mitleid allein begründet keine Ethik – Hans Jonas über Euthanasie und Ethik: „Öffentliches Recht und die viel persönlichere Sittlichkeit können nie zu vollkommener Deckung gebracht werden. Zuletzt und im Äußersten werden wir auf die einsamen Entscheidungen der Liebe zurückgeworfen, die selbst dem Gesetz zu trotzen wagt, aber hoffen darf, daß auch das verletzte Recht so gnädig urteilt, wie es der Bestand der Rechtsordnung erlaubt. Mit diesem ungelösten und unauflöslichen Rest in der Euthanasie-Frage – dem Verzicht also auf eine eindeutig regelnde ethische Antwort – müssen wir uns, so glaube ich, in Demut abfinden.“
Mitleid allein begründet keine Ethik. Ein ZEIT-Gespräch mit dem Moralphilosophen Hans Jonas über Euthanasie und Ethik Darf das Leiden eines…
Tagesgebet zum 21. Sonntag nach Trinitatis, 29. Oktober 2023
HERR Gott,himmlischer Vater,deine Sonne geht über Gute und Böse auf.Und doch lässt deine Güte keine Bosheit gelten.Gib uns deinen Geist,damit…
Eberhard Jüngel, Glauben und Freiheit. Mensch, wo bist Du? (2009): „Nützlich ist der Glaube an Gott nur, wenn er nicht auf seinen Nutzen reduziert wird. Ein guter Therapeut ist Gott nur, wenn man ihn nicht auf seinen therapeutischen Nutzwert reduziert. Denn Gott ist um seiner selbst willen interessant. Deshalb feiern die Glaubenden Gottesdienst.“
Glauben und Freiheit. Mensch, wo bist Du? Von Eberhard Jüngel I. Adam – zu Deutsch: Mensch, wo bist Du? Unter…
Arnold Angenendt, Was hat das Christentum Gutes gebracht?: „Aller Gottesdienst ist immer auch Nächstendienst. Weder in Griechenland noch in Rom hatte die Antike eine allgemeine Armen-Fürsorge ausgebildet, ganz anders die Christen. Paul Veyne: ‚Die jüdische Pflicht der Almosen gelangt auch in die alte Kirche, die mit Hospitälern, Hospiz- und Armenhäusern die organisierte Wohltätigkeit erfand, welche in säkularisierter Form im heutigen Sozialstaat weiterlebt‘.“
Was hat das Christentum Gutes gebracht? Von Arnold Angenendt Zurzeit wird jede Art von Verfehlungen, die sich die Kirchen geleistet…
Zur Ethik des Richtens: „Wie kann man nun der Selbstgerechtigkeit moralischen Richtens entgehen, ohne auf ein moralisches Urteilen zu verzichten? Ich sehe nur die eine Möglichkeit, sich im eigenen Urteilen mit denjenigen verbunden zeigen, die von meinem Urteil betroffen sind.“
Zur Ethik des Richtens Es fehlt an ihr – einer Ethik des Richtens, wohlgemerkt des Richtens, nicht des Urteilens. Das…
Peter Schäfer, Ein Gott? (Zwei Götter im Himmel): „So, wie das Christentum im Rückgriff auf das und in Auseinandersetzung mit dem Judentum entstand, so war auch das Judentum der Epoche nach der Zerstörung des Zweiten Tempels kein mit seinem frühjüdischen Vorläufer identisches Judentum, sondern entstand im Dialog und in der Auseinandersetzung mit dem Christentum. Ich ziehe es deswegen vor, das Verhältnis von Judentum und Christentum nicht linear als das von Mutter- und Tochterreligion zu bestimmen, sondern dynamisch als den lebendigen Austausch von zwei Schwesterreligionen.“
In seinem Buch „Zwei Götter im Himmel“ stellt Peter Schäfer das gängige Verhältnis von Judentum und Christentum in Frage, wenn…
Ted Grimsrud und Howard Zeh, Gott, Gerechtigkeit und die Behandlung von Straftätern neu überdenken (Rethinking God, Justice, and Treatment of Offenders): „Indem wir die ‚Befriedigung‘ der unpersönlichen Gerechtigkeit (‚Gottes Heiligkeit‘) in den Mittelpunkt unserer Reaktion auf kriminelle Handlungen stellen, finden die beteiligten Menschen – Opfer, Täter, Mitglieder der Gemeinschaft – selten Ganzheit. Darüber hinaus wird das Leiden der größeren Gemeinschaft oft nur vergrößert.“
Problematisch in diesem Aufsatz ist, dass Grimsrud und Zehr nicht zwischen der anselmschen Satisfaktionslehre und der biblischen Sühnetheologie zu unterscheiden…
Friedrich Schleiermachers Konfirmationspredigt 1831 bei der Einsegnung von Otto von Bismarck: „In diesem Glauben geht auch ihr gestärkt als neue Glieder der Gemeinde des Herrn in dem Bewußtsein der heiligen Weihe, die ihr empfanget, dem Leben, das vor euch liegt, entgegen. Fürchtet nichts und scheuet nichts, was euch in demselben vorkommen kann; jeder glaube an die göttliche Liebe, welche Alles zum Besten meint.“
Konfirmationsrede am 31. März 1831 in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin bei der Einsegnung des Fürsten Bismarck gehalten von D. Friedrich…