Hans Urs von Balthasar, »Der Tod vom Leben verschlungen«: „Nun kann auch verstanden werden, inwiefern der Tod vom siegenden Leben »verschlungen« wird. Dieser Tod war in jeder Beziehung – sowohl zur Welt wie zu Gott hin – eine Funktion der sich schenkenden Liebe, auch wo er als die zerreißende Macht der Sünde als der höchste Feind von Leben und Liebe auftrat. Die Feindschaft, die in diesem Töten liegt, wird vernichtet, aber das Sterben selbst bleibt das eines Liebenden und wird insofern in das Auferste­hungsleben mithinein verklärt.“

»Der Tod vom Leben verschlungen« Von Hans Urs von Balthasar Über die Auferstehung Christi etwas Angemessenes auszusagen, setzt eine möglichste…

Martin Luthers Osterpredigt über die fröhliche Auferstehung Christi (1530): „Siehst du nun Christum an, so wirst du erkennen, daß er jetzt ganz anders aussieht als am Karfreitag am Kreuz: Dort waren sie alle zusammen Sünde, Tod und Teufel und legten sich mit dem armen Christus an. Jetzt liegen sie alle gefangen und gebunden unter seinen Füßen. Das aber ist nun ein eitel Zeichen des ewigen Lebens, der Seligkeit und der Gerechtigkeit in Christo.“

Die fröhliche Auferstehung Christi (Predigt am Ostersonntag) Von Martin Luther Liebe Freunde, ihr habt oft die Geschichte gehört, die sich…

Über das Opfer Abrahams. George Steiner und Pierre Boutang im Fernsehgespräch (1987): „Für Boutang ist es also, wenn ich das richtig verstehe, der Teufel. Gott, der im Voraus weiß, dass er das Kind retten wird, fragt das nicht von einem Vater. Ich weiß, dass er es verlangt hat, und dass er das Kind nicht gerettet hat, und dass er es heute nicht rettet, und dass er es nicht retten wird auf der Straße, morgen, vor uns, vor dem Unfall, ich spreche überhaupt nicht mehr vom Dämon, ich spreche von der Straße, morgen, vom Krankenhaus heute Nachmittag …“

Über das Opfer Abrahams. George Steiner und Pierre Boutang im Fernsehgespräch (1987) George STEINER: In allem, was ich schreibe, dreht…

Adrienne von Speyr/Hans Urs von Balthasar, Über das Geheimnis des Karsamstags: „Die Theologie des Karsams­tags kann nicht systematisch gedacht und geschrieben werden. Er ist der Tag, da Gottes Wort schweigt, und auch wenn dieses Schweigen der lebendige Hintergrund alles Redens Gottes ist und alles Gotteswort aus diesem Schwei­gen hervorgeht und dorthin zurückgeführt werden muß, um als göttliches Wort verstanden zu werden: auch dann bleibt das Schweigen des Karsamstags etwas vom übrigen Schweigen Gottes Verschiedenes.“

Über das Geheimnis des Karsamstags Von Adrienne von Speyr/Hans Urs von Balthasar Adrienne von Speyr (1902 in La Chaux-de-Fonds geboren,…

Rolf Wischnath, Zweimal schreit Jesus am Kreuz. Hörbares in der Matthäuspassion: „Merkwürdigerweise gebraucht Matthäus hier im Griechischen für ’schreien‘ ein anderes Wort als zuvor. Das erste Wort lautet genau übersetzt ‚aufschreien‘. Das zweite lautet ‚krazein‘ und kommt im Deutschen vor in den Worten ‚kreischen‘ und ‚kreißen‘. ‚Kreißen‘ – denken wir an den ‚Kreißsaal‘ – ist das alte Wort für ‚in Geburtswehen liegen‘ und darin vor Schmerz ‚laut schreien / brüllen‘.“

Zweimal schreit Jesus am Kreuz Hörbares in der Matthäuspassion Von Rolf Wischnath Unter dem Kreuz Jesu wurde nach dem Matthäusevangelium…

Heinrich Vogels Karfreitagspredigt über 2. Korinther 5,19-21 (1951): „Die Sünde ist schlechterdings das, was Gott nicht will, ausschließt und verdammt. Das also ist das Geheimnis, er hängt mitten in unserer Sünde, inmitten unserer Schuld, in dem Fluch unserer Zweifel und Lästerungen, unserer Verzweiflungen und unserer Trotzes, unserer gottesfernen Angst und unseres gottver­lassenen Todesglaubens.“

Predigt über 2. Korinther 5,19-21 Von Heinrich Vogel Was meint ihr dazu, wenn durch Korea heute am Karfreitag 1951 gerade…