Gustav Radbruch zur Schuldfrage und Strafverfolgung bezüglich der NS-Verbrechen (Rechtsphilosophie): „Uns genügt, dass zum mindesten die Unmenschlichkeitsverbrechen nach einem jedem Menschen bewußten übergesetzlichen, natürlichen Recht ein schweres Unrecht darstellen. Verschuldetes Unrecht ist aber, wie Kant gezeigt hat, mit Strafwürdigkeit identisch, und solchen zu dienen, die trotz erkennbarer Straf­würdigkeit sich auf mangelnde positive Strafbarkeit berufen, kann nicht wohl der Sinn des Prinzips nulla poena sein.“

Zur Schuldfrage und Strafverfolgung bezüglich der NS-Verbrechen Von Gustav Radbruch Ein Spruch von Theodor Storm lautet: „Vom Unglück erst zieh…

Ernst Lange, Die Kerzen: „Denn am Tag darauf, eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst, kam Sergej in die Kirche. Er kam auf mich zu und wollte mir gerade seine Hand geben, als sein Blick auf den Altar fiel. Da zog er die Hand wieder zurück. „Ihr habt sie nicht genommen?“ fragte er, und es war einen Augenblick lang, als wollte er anfangen zu weinen. „Ihr habt sie also nicht genommen!“, und jetzt war seine Stimme schwer und böse vor Zorn und Enttäuschung. „Kerzen von einem Kommunisten sind wohl nicht gut genug für … für den da!“

Die Kerzen Von Ernst Lange Als ich meinen zweiten Weisen traf, war der große Krieg schon vorbei. Allerdings erst drei…

Wolfgang Huber über Menschenrechte (1987): „Indem der Glaube auf die Zuwendung des Menschen zu Gott wie auf die Verbundenheit mit dem Mitmenschen gerichtet ist, bekräftigt er das Eintreten für die Menschrechte, enthält aber zugleich Impulse, die über die existierenden Kodifikationen der Menschenrechte hinausweisen.“

Menschenrechte Von Wolfgang Huber 1. Begriff und Geschichte Sich von den Menschenrechten einen klaren Begriff zu verschaffen, ist heute gerade…

Ernst Fuchs, Die Sprache im Neuen Testament (1958): „Das Neue Testament lehrt uns im Blick auf Jesus, dass die Freiheit des Glau­bens die Freiheit zum Wort ist. Jetzt kommt es darauf an, ob der Glaube auch bei uns das Wort nehmen wird. Das Neue Testament schickt uns die Verantwortung für die Freiheit des Glaubens zu, es nimmt sie uns nicht ab. Es will nicht, dass wir das Wort ihm überlassen, sondern es will, dass wir selber das Wort nehmen, wie Jesus das Wort nahm.“

Die Sprache im Neuen Testament Von Ernst Fuchs Sprache ist Mitteilung. Wer von der Sprache im Neuen Testament reden will,…

Karl Barth, Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920): „Es waren einmal Menschen, die wagten es. Mögen wir von dem Etwas, mit dem sie es wagten, um das diese Seher und Hörer sich bewegten, halten, was wir wollen und können, die Bewegung selbst, in der sie alle, die Benannten, die Namenlosen und die Pseudonymen, sich befanden, können wir ebensowenig in Abrede stellen, wie die Rotation des Fixsternhimmels um eine unbekannte Zentralsonne. Die Tatsache dieser Bewegung tritt uns in der Bibel in unentrinnbarer Weise entgegen. Wir denken an Johannes den Täufer auf Grünewalds Kreuzigungsbild mit seiner in fast unmöglicher Weise zeigenden Hand. Diese Hand ist’s, die in der Bibel dokumentiert ist.

Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920) Von Karl Barth Was uns die Bibel an Erkenntnis zur Deutung des Weltgeschehens zu…