Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei…
Aus dem Brief des Abtes Hieronymus Herzog an den Bischof von Augsburg Christoph von Stadion vom 22. April 1525 zur Plünderung des Klosters Elchingen durch die Bauern des Leipheimer Haufens: „Das Leiden wird gelindert, wenn man andere sieht, die mit einem mitleiden. Ich, verwirrt, verstreut und völlig zerrissen, ohne Anfang und Ende, habe dies geschrieben, und wohin ich mich auch wende, sehe ich nur Not und seufze. Ich würde lieber ein Schweinehirte sein als ein Prälat. Denn Not ist von allen Seiten um mich herum, und was zuerst getan oder gebaut werden soll, weiß ich überhaupt nicht.“
Aus dem Brief des Abtes Hieronymus Herzog an den Bischof von Augsburg Christoph von Stadion vom 22. April 1525 zur…
Karl Barths Brief an Martin Rade vom 31. August 1914: „Warum lassen Sie bei dieser ganzen weltlichen, sündigen Notwendigkeit Gott nicht aus dem Spiele? Meinetwegen durch völliges Schweigen, wenn der ‚harten Realitäten‘ wegen das Protestieren nicht angeht; Schweigen mit allen religiösen Beziehungen auf das, was die Deutschen jetzt tun müssen, wäre auch ein Protest. Aber nicht Gott in der Weise in die Sache hineinziehen, als ob die Deutschen mitsamt ihren großen Kanonen sich jetzt als seine Mandatare fühlen dürften, als ob sie in diesem Augenblick mit gutem Gewissen schießen und brennen dürften.“
Nachdem Karl Barth Martin Rades Position zum Beginn des 1. Weltkriegs in der Zeitschrift Die Christliche Welt zur Kenntnis genommen…
Johann Eberlin von Günzburg, Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten (1526): „Nun schreibe ich diesen Brief nur an diejenigen, die am vorherigen Aufruhr keinen Anteil hatten und Gott dafür loben, dass er sie behütet hat, und die auch geneigt sind, dem Wort Gottes mehr zu folgen als aller menschlichen Klugheit in Liebe und in Leid. Diese will ich hiermit warnen vor dem Pfeil, der bei Tag fliegt, vor der Pest, die im Dunkeln schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verderbt, Psalm 90. Und da ich sie für unschuldig halte, achte ich sie auch für unbeschädigt, weshalb ich keinen Trostbrief schreibe.“
Eine getreue Warnung an die Christen der Burgauischen Mark, sich auch forthin zu hüten vor Aufruhr und vor falschen Propheten…
Charles Baudelaire über den Weltuntergang (Fusées, 1867): „Die Zeit wird kommen, in der die Menschheit wie ein rachsüchtiger Unhold denjenigen, die glauben, sie hätten die Revolutionen rechtmäßig geerbt, das letzte Stück aus dem Leib reißen wird. Doch das wäre nicht das größte Übel.“
Über den Weltuntergang (Fusées, 1867) Von Charles Baudelaire Die Welt wird untergehen. Der einzige Grund, warum sie fortbestehen könnte, ist,…
„Wie die abgefallenen Untertanen zur Huldigung angenommen werden sollen“ – Die Kapitulationsartikel des Schwäbischen Bundes im Bauernkrieg 1525: „Zum sechsten soll jedes Dorf oder jeder Flecken zur Strafe und als Brandschatzung dem gemeinsamen Bund von jedem Haus sechs Gulden geben, und der Reiche sollen dem Armen dabei helfen. Wenn ein Dorf oder Flecken seine Summe nicht innerhalb der festgelegten Zeit aufbringt, wie es ihm die Verordneten auferlegen, so soll dieses geplündert und zerstört werden.“
Mitte März 1525 wurden die Zwölf Artikel der Bauernschaft in Schwaben bei Melchior Ramminger in Augsburg erstmals gedruckt. Mit 27…
Robert W. Jenson, Was ist Theologie (2008): „Die Kirche und ihr Denken – ihre Theologie – beginnt mit jener kleinen Gruppe von Juden, die davon überzeugt waren, dass die Auferstehung Jesu die Antwort Gottes auf die Frage war, die der Herr Ezechiel gestellt hatte. Sie erklärten, dass die toten Gebeine des Volkes Gottes, Israel, und die toten Gebeine der Menschheit im Allgemeinen tatsächlich wieder leben können.“
Was ist Theologie? Von Robert W. Jenson Was ist Theologie? Das Wort „Theologie“ leitet sich vom griechischen Wort theologia ab,…
Otto Dibelius, Die Frage der „Obrigkeit“ (1960): „Sobald aber die ‚übergeordnete Macht‘ erklärt, sie bestimme selber, was gut und böse sei – dann ist dem, was Römer 13 im Auge hat, der Boden entzogen. Dann ist die übergeordnete Gewalt nicht mehr Dienerin Gottes mir zugute, sondern dann ist sie menschliche Institution, gewiss unter Gottes Zulassung, wie alles Gottfeindliche auf der Welt, aber entmythologisiert, nur noch als menschliche Institution unter menschlichen Gesichtspunkten zu betrachten.“
Die Frage der „Obrigkeit“ Von Otto Dibelius In seinem Brief „Obrigkeit? Eine Frage an den 60jährigen Landesbischof“ an den Hannoverschen…
Albrecht Grözinger, Karl Barth, die Predigt und der Pluralismus: „Predigt ist hier verstanden als eine menschliche Rede mit Respekt und Takt – Respekt und Takt gegenüber Gott und gegenüber den Menschen. Das aber sind die elementaren Anforderungen an eine Predigt in einer Gesellschaft des religiösen und weltanschaulichen Pluralismus. Eine Predigt, die Gott nicht als eine irgendwie geartete Notwendigkeit postuliert, sowie eine Predigt, die Gott nicht aus Kosten des Menschen groß machen muß oder umgekehrt.“
Karl Barth, die Predigt und der Pluralismus Von Albrecht Grözinger Sich bei der Frage nach Christentum, Kirche und Theologie ausgerechnet…