Cicely Saunders, „Wachet mit mir.“ Eine Adventsbesinnung für das St. Christopher’s Hospiz (1965): „Unsere wichtigste Grundlage für St. Christopher’s ist die Hoffnung, dass wir beim Zuschauen nicht nur lernen, wie man Patienten von Schmerz und Leid befreit, wie man sie versteht und niemals im Stich lässt, sondern auch, wie man schweigt, wie man zuhört und wie man einfach da ist. Wenn wir dies lernen, werden wir auch erfahren, dass die eigentliche Arbeit gar nicht unsere ist. Wir bauen für so viel mehr als nur für uns selbst. Ich denke, wenn wir versuchen, uns daran zu erinnern, werden wir sehen, dass die Arbeit wirklich der größeren Ehre Gottes dient.“

Wachet mit mir. Eine Adventsbesinnung für das St. Christopher’s Hospiz (1965) Von Cicely Saunders Der Advent ist die Zeit vor…

Hans Graf von Lehndorff 1946 in seinem Ostpreußischen Tagebuch über das Barfußgehen und Jesu Fußwaschung nach Johannes 13: „Hätten wir das Bild der Fußwaschung vor Augen, dann würden wir wahrscheinlich unsere Schuld — die täglich dazukommende, fast unvermeid­bare — bald in der gleichen Weise als störend empfinden ler­nen wie Straßenschmutz an bloßen Füßen. Und wir wür­den von der Möglichkeit, sie uns von dem Weggenossen fortnehmen zu lassen, in ganz anderer Weise Gebrauch machen als bisher.“

Über das Barfußgehen und Jesu Fußwaschung nach Johannes 13 Von Hans Graf von Lehndorff 28. April 1946 Seit Wochen gehen…

Karl Barth über das ewige Leben: „Das «ewige» Leben ist kein anderes, zweites hinter unsrem jetzigen Leben, sondern eben dieses, aber in seiner uns jetzt und hier verborgenen Kehrseite, so wie Gott es sieht: in seinem Verhältnis zu dem, was er in Jesus Christus für die ganze Welt und so auch für uns getan hat. Wir warten und hoffen also — auch im Blick auf unsern Tod — darauf, mit Ihm (dem von den Toten auferstandenen Jesus Christus) offenbar zu werden in der Herrlichkeit des Gerichtes, aber auch der Gnade Gottes.“

Brief an Werner Rüegg, Hombrechtikon (Kanton Zürich), 1961 Von Karl Barth Basel, 6. Juli 1961 Sehr geehrter Herr Rüegg! Sie…

Friedrich Gogarten, Die Stadt. Ein Brief aus Rothenburg ob der Tauber (1919): „Sie werden jetzt wohl verstehen, daß ich nicht von einer Idylle rede, wenn ich Ihnen sage, daß ich den ersten ganz glücklichen Tag in meinem Leben hat­te, als ich an einem warmen Oktobertag das erstemal nach Rothenburg kam. Da glühten die roten Dächer in der Herbstsonne und alle Geräusche hatten den hellen, friedevollen und heimkehrenden Klang, den die Herbstluft ihnen geben kann. Ich wußte damals nicht, warum ich so glücklich war.“

Die Stadt. Ein Brief aus Rothenburg ob der Tauber Von Friedrich Gogarten Sie kennen die Engelsburg, die Höhe über dem…

Jörg Barthel, Zwischen Gott und Tier. Anmerkungen zum biblischen Menschenbild: „Die Würde ist dem Menschen als Geschöpf zugesprochen. Sie ist daher unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit und seinem gesellschaftlichen Nutzen. Hier liegt der große Vorzug des biblischen Menschenbildes vor den eingangs erwähnten Bestimmungen des Menschen, die auf eine bestimmte Fähigkeit abzielen, sei es die Sprache, die Vernunft, die Sozialität oder Ähnliches. Denn die zugesprochene Würde erlischt auch dort nicht, wo ein Mensch die Fähigkeit zu denken, zu sprechen oder zu urteilen noch nicht oder nicht mehr hat.“

Zwischen Gott und Tier. Der Mensch in theologischer Perspektive – Anmerkungen zum biblischen Menschenbild Von Jörg Barthel 1. Die Frage…

Gisbert Greshake, Bemühungen um eine Theologie des Sterbens (1974): „Weil unser Leben im­mer auch ein Leben der Selbstbehauptung und Ichverkrampfung war, darum bedarf der Mensch im Sterben der Vergebung von Seiten Gottes; er bedarf des Ja Gottes zu seinem Leben, der Zusage, daß «Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreibt». Eben dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Sterbeliturgie: sie sagt dem Sterbenden die vergebende Nähe Christi und die bedingungs­lose Annahme durch Gott zu.“

Bemühungen um eine Theologie des Sterbens Von Gisbert Greshake In den beiden letzten Jahrzehnten wurde eine Reihe von Beiträgen zu…