Alfons Deissler, Mensch im Alten Testament: „Da der Mensch ein eminent geschichtliches Wesen ist, gewinnt die Geschichte der Mensch­heit eine bedeutsame anthropologische Trag­weite für die Menschen aller Generationen. Die nach Genesis 3 in die Frühmenschheit ein­gebrochene Sünde wird zu einer Geschichts­macht, die nach Genesis 4—11 in der Vorzeit die Taten und die Geschichte der Völkerwelt prägt, freilich so, dass Gottes Gericht und Gottes Gnade immer neu einander ablösen. Gott bleibt dabei seinem bundeswilligen Ja zum Men­schen treu und beruft schließlich Abraham und damit Israel in ein gnadenhaft gewährtes Bundesverhältnis, über welchem die universale Verheißung steht: ‚In dir sollen alle Sippen des Erdbodens sich als gesegnet erfahren‘ (Genesis 12,3).“

Mensch im Alten Testament Von Alfons Deissler 1. Die Hauptbezeichnungen für den Menschen sind ’adam und ’enosch. Öfter tritt auch … Mehr

Jörg Barthel, Zwischen Gott und Tier. Anmerkungen zum biblischen Menschenbild: „Die Würde ist dem Menschen als Geschöpf zugesprochen. Sie ist daher unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit und seinem gesellschaftlichen Nutzen. Hier liegt der große Vorzug des biblischen Menschenbildes vor den eingangs erwähnten Bestimmungen des Menschen, die auf eine bestimmte Fähigkeit abzielen, sei es die Sprache, die Vernunft, die Sozialität oder Ähnliches. Denn die zugesprochene Würde erlischt auch dort nicht, wo ein Mensch die Fähigkeit zu denken, zu sprechen oder zu urteilen noch nicht oder nicht mehr hat.“

Zwischen Gott und Tier. Der Mensch in theologischer Perspektive – Anmerkungen zum biblischen Menschenbild Von Jörg Barthel 1. Die Frage … Mehr