Ernst Wolf über Jonathan Edwards (1703-1758): „Der Erweckungsprediger konnte so die prädestinatianische Predigt festhalten. Gott bekehrt den Menschen, indem er ihm einen Willen gibt, der in Freiheit ihn und das Gute liebt. Mit dem Harmoniegedanken verband Edwards eine eigentümliche heilsgeschichtliche Schau, in deren Mitte die Aufrichtung des Königreichs Christi stellt.“

Jonathan Edwards Von Ernst Wolf Edwards, Jonathan (1703-58), * als Sohn eines Farmer-Pfarrers in East Windsor, Conn. In früher Jugend…

Jonathan Edwards über die Schönheit der Welt (1725): „Wie sehr ähneln die Felder, die mit Pflanzen und Blumen bedeckt sind, jeder Anmut, wenn die Sonne heiter und ungestört auf sie scheint. Wie viel Ähnlichkeit, sage ich, mit jeder Anmut und schönen Gemütsverfassung, mit einer niederen gegenüber einer höheren Ursache, mit einem Erhalter, einem gütigen Wohltäter und einer Quelle des Glücks.“

Über die Schönheit der Welt (Beauty of the World) Von Jonathan Edwards Die Schönheit der Welt besteht ganz und gar…

Karl Löwith, Fortschritt. Eine Fatalität (Progress: A Fatality, 1967): „Nur wenn es so etwas wie eine immerwährende kosmische Zeit gäbe, in der einige Dinge entstehen, während andere vergehen, würde die Idee des Fortschritts und der Wille dazu ihre unverhältnismäßige Schwere verlieren, die Schwere, die sie für uns hat, weil wir nichts ken­nen, was ewig währt, da wir den alten Sinn für die Ewigkeit und damit den Sinn für Propor­tionen in Bezug auf die menschlichen Angelegenheiten verloren haben – la terre des hommes, die jedoch nicht das Universum ist.“

Fortschritt. Eine Fatalität (Progress: A Fatality, 1967) Von Karl Löwith Das Konzept des Fortschritts wird oft mit dem der Entwicklung…

Jürgen Roloff, Das Amt und die Ämter im Neuen Testament (1983): „Das Neue Testament setzt voraus, dass der von Christus in Dienst genommene Amtsträger mit seinem persönlichen Verhalten Zeugnis ablegt für das Evangelium, ja dass er durch die Weise seines Verzichtes auf Macht und Herrschaft, seines bedingungslosen Dienens, etwas von der Struktur die­ses Evangeliums sichtbar werden lässt.“

Das Amt und die Ämter im Neuen Testament[1] Von Jürgen Roloff I. Vorbemerkungen Drei grundsätzliche Vorbemerkungen seien unseren Überlegungen vor­angestellt.…

Martin Luther, Eine Auslegung von Psalm 62 (1526): „Wenn euch auch mit Recht und von Gott Reichtum zufiele, so verlasst euch doch auch nicht darauf und macht den Mammon nicht zum Gott. Denn Gut wird nicht dazu gegeben, dass man darauf bauen und trotzen soll, welches auch nichts und eitel ist, sondern dass man es gebrauchen und genießen und anderen mitteilen soll. Aber die Menschen lassen es nicht, sie bauen und trotzen auf Fürsten und Gut, das heißt, allenthalben auf nichts und handeln auf nichts.“

Eine Auslegung von Psalm 62 (1526) Von Martin Luther 1 Ein Psalm Davids für Jedutun, hoch zu singenDieser Psalm wurde…

Arnold Angenendt über die Messe im Mittelalter: „Wegen des Bitt- und Sühnecharakters, der nun die Messe beherrschte, verstärkte sich die Opferlogik: Denn wer erbittet, muss zuvor geben. Das höchstmögliche Opfer geschah im Hochgebet: Brot und Wein erfuhren hier eine Konsekration und verwandelten sich zu Leib und Blut Jesu Christi, die der Priester Gott dem Vater darbrachte, und diesem Opfer seines Sohnes konnte Gott sich nicht entziehen. Weil es wirklich Leib und Blut des Gottessohnes waren, durfte man auf sichere Erhörung hoffen.“

Messe im Mittelalter Von Arnold Angenendt Das Opfer ist ein Erstakt aller Religion. Menschen opfern Gott/Göttern, weil sie mehr als…