Robert Louis Wilken, Die Art und Weise, wie die Kirche spricht: „Der Glaube ist in die Sprache eingebettet. Er ist nicht eine Reihe abstrakter Überzeugungen oder Ideen, sondern eine Welt gemeinsamer Assoziationen und Anspielungen mit eigener Schönheit und Klangfülle, innerem Zusammenhalt und Logik, emotionaler und rhetorischer Kraft. Die Art und Weise, wie die Kirche spricht, ist eine Sammlung von Worten und Bildern, die das Denken und Handeln derer geprägt haben, die Christus gekannt haben.“

Die Art und Weise, wie die Kirche spricht (The Church’s Way of Speaking) Von Robert Louis Wilken I. Als der…

Julian Barnes, Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn (Nichts, was man fürchten müsste): „Glauben heißt, genau das für wahr zu halten, was allen Regeln nach ’nicht geschehen sein kann‘. Die Jungfrauengeburt, die Auferstehung, ein Leben nach dem Tode. Nach allem, was wir wissen und verstehen, kann es nicht geschehen sein. Aber es ist geschehen. Oder es wird geschehen.“

Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn (Nichts, was man fürchten müsste) Von Julian Barnes Ich glaube nicht…

Robert Raphael Geis mit einem jüdischen Witz zur christlichen Erfindung eines jüdischen Rachegottes (1966): „Man kann sich des Eindruckes manchmal nicht ganz erwehren, das Christentum habe den jüdischen Rachegott erfunden, um den eigenen Gott in Himmels Höhe zu setzen und auf Erden ungestört hassend handeln zu können. Bittere Ironie, auf die der Jude oft – was blieb ihm sonst schon übrig – mit einem Witz reagiert.“

Jüdischer Witz zur christliche Erfindung eines jüdischen Rachegottes Von Robert Raphael Geis (1906-1972) Es gehört sicherlich zu dem Merkwürdigsten und…

Die Allgäuer Artikel vom 24. Februar 1525: „Dies sind die Artikel: Der erste besagt, dass man keinem Pfarrer den Schlüssel zur Kirche überlassen soll. Man soll mit ihm reden, dass er das Heilige Evangelium predigt, die Lehren des Alten und Neuen Testaments und was dazu gehört, und nicht menschliche Träume und Erfindungen. Und wer das nicht tun will und sich nicht belehren lässt, den soll man hinausweisen und entlassen.“

Die Allgäuer Artikel vom 24. Februar 1525 (in heutigem Deutsch) Die Fürstabtei Kempten im Allgäu war bereits gegen Ende des…

Helmut Gollwitzer zu Karl Barths 75. Geburtstag 1961: „So möchte er nichts anderes tun, als diese überwältigende Geschichte nacherzählen, – angemessen nacherzählen, so dass sie nicht verkleinert, nicht entstellt, nicht verflacht wird, sondern die Hörender ebenso ergreift, erschreckt, erfreut und verwandelt, wie es den erster Hörern geschehen ist. Er wundert sich, dass man neben dieser unvergleichlichen Geschichte noch anderes mit gleicher Aufmerksamkeit hören kann; er möchte der Kirche bewusst machen, dass sie nichts Schöneres, Größeres, Hoffnungsvolleres tun kam, als von dieser Geschichte zu leben und ihr zu dienen: der Geschichte des Angriffs der Liebe Gottes auf seine Menschheit, wie sie mit der Anrede Gottes an Israel angefangen, – in der Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi ihre Mitte gefunden hat. Sie ist die Offenbarung der letzten Wirklichkeit der Welt, des wahren Sinnes des Daseins, und zwar für alle. Darum ist sie nicht eine Kirchen-, sondern eine Weltangelegenheit und die Kirche hat sie nicht für sich zu behalten und gegen andere Menschen zu. verteidigen, sondern in Angriff hinauszutragen und alle Menschen damit zu belästigen und zu erfreuen.“

Zu Karl Barths 75. Geburtstag am 10. Mai 1961 Von Helmut Gollwitzer Der große Theologe, der heute 75 Jahre alt…