Heinrich Vogel, Wir glauben an den einen Gott. Auslegung des ersten Glaubensartikels (Das nicaenische Glaubensbekenntnis, 1963): „In dem Sätzlein: ‚ich glaube‘, bzw. ‚wir glauben an Gott‘, geht es nicht darum, dass wir so gut oder so klug wären, ihm eine Existenz zuzubilligen, die er von Gnaden unserer Beweiskünste hätte, sondern um eine Anerkenntnis und eine Anbetung, die von seinen Gnaden ist, und die seine ewige Priorität zur Voraussetzung hat. Wenn das ‚an Gott‘ ein Zu-Gott-hin besagt, so ist dieses ‚Zu-hin‘ gegründet in einem „Von-her“, von Gott her, der den Glauben ermöglicht und schafft, wie er die Wahrheit des Glaubens ist und bleibt. Der Glaube ist nicht seine eigene Wahrheit. Er kann die Wahrheit darum auch nicht in einer Selbstbesinnung und in einem Selbstverständnis erschließen. Gott ist Gott in der ewigen Priorität seines Gottseins vor allem unserem Glauben und Bekennen.“

Wir glauben an den einen Gott. Auslegung des ersten Glaubensartikels des nizänischen Glaubensbekenntnisses Von Heinrich Vogel Πιστεύομεν εις ενα θεόνCredo … Mehr

Gerhard Sauter, ‚Sinn‘ und ‚Wahrheit‘. Die ‚Sinnfrage‘ in religionstheoretischer und theologischer Sicht (1977): „Wenn nun gesagt wird, die Sinnfrage sei eine heidnische Frage, dann soll dies nicht nur heißen, daß die Theologie für die Beantwortung dieser Frage nicht zuständig sei, sondern die Frage selber wird als illegitim behandelt. Die Theologie hat nicht nur keine Antwort darauf zu geben, sondern die Frage selbst in Zweifel zu ziehen.“

„Sinn“ und „Wahrheit“. Die „Sinnfrage“ in religionstheoretischer und theologischer Sicht Von Gerhard Sauter Das Wort „Sinn“ ist aufklärungsbedürftig geworden. Es … Mehr

Albrecht Grözinger, Wider die falsche Prophetie der Gottesrede: „Gewiss gibt es Beispiele, und wohl sogar nicht wenige, die der Kollege Günter Thomas als Grund und Anlass für seine Polemik anführen kann. Das will ich gar nicht bestreiten. Was mich stört, sind die plakativen und pauschalen Entgegensetzungen, die der differenzierten Wirklichkeit nicht gerecht werden: Hier die Himmelswegwischer – dort die authentische Gottesrede; hier die blanken Moralisten – dort die Gott-Wagenden, etc.“

Wider die falsche Prophetie der Gottesrede Von Albrecht Grözinger Triggerwarnung: Dieser Text ist polemisch und versucht zugleich, sachlich zu sein. … Mehr

Fridolin Stier über die Unerträglichkeit des Glaubens angesichts der eigenen Krebserkrankung: „Bastle dir eine Theo­dizee, kommst du mit der theologischen Notlüge zu­recht! Oder: sei ein Christ, vielleicht schaffst du es, dein unheilbares, dich langsam fressendes Karzinom in das Streicheln der „väterlichen“ Hand zu verwandeln.“

Je kindlicher ich an den Vater glaube, desto unver­ständlicher wird mir die Väterlichkeit des „Willens“, der den Kindern kollektiv und … Mehr

Michael Welker, Gott ist keine Zaubermacht. Über die Todesflut, falsche Allmachtsvorstellungen und eine unzerstörbare Hoffnung: „Die Kraft des Glaubens liegt nicht in der illusorischen Hoffnung, Gott könnte auf der Welt in Zukunft Seebeben verhindern. Sie liegt in dem Vertrauen, dass das unsägliche Leid, das über die betroffenen Menschen hereingebrochen ist, nicht in bloße Erfahrungen der Sinnlosigkeit, der Resignation und Verzweiflung treibt.“

Nach der Tsunami-Katastrophe am 26. Dezember 2024 schrieb der Systematiker Michael Welker in Sachen Theodizee: Gott ist keine Zaubermacht. Über … Mehr

Odo Casel, Das Mysterium der Menschwerdung: „Dringen wir gehorsam durch das Halbdunkel des Glaubens vor, dann erschließt sich uns schon jetzt das Licht Gottes. Dann erkennen wir in diesem mit Elend geschlagenen Menschen, dem Kinde von Bethlehem, dem Gekreuzigten von Golgotha, den König der Herrlichkeit, das göttliche Licht der Weisheit, die die Welt besiegende Macht Gottes.“

Das Mysterium der Menschwerdung Von Odo Casel Weihnachten ist nicht ein Fest edler Menschlichkeit, nicht eine Hingabe an Kindheitserinnerungen und … Mehr

Odo Casel, Krippe und Kreuz: „Das Fleisch Jesu Christi, seine Menschheit, ist der notwendige Durch­gang zum Vater. Seine Krippe, sein Kreuz führen zur Herrlichkeit. Je mehr wir im Glauben seine Niedrigkeit umfassen, desto mehr wird sie transparent und lässt seine Herrlichkeit durchstrahlen, bis schließlich die volle Ent­schleierung seines Lichtes kommt.“

Krippe und Kreuz Von Odo Casel Im Mysterienglanz der heiligen Geburtsnacht unseres Herrn singt die Kirche: »Der Logos wurde Fleisch … Mehr