Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen: „Wo der wählerische Homo optativus immer weniger für sich selbst erreichen kann und immer mehr zu verlieren hat, lässt die Verlusterfahrung den Thymos über sich herauswachsen. Als Populismus oder Haltungsaktivismus kollektiviert zersetzt er in seinem Eifer den Gemeinsinn, senkt Toleranzschwellen und lässt Konflikte eskalieren. Ist die kommunikative Vernunft nicht länger einem kollektivierten Thymos gewachsen, zerfällt ein demokratischer Verfassungsstaat in einen Tribalismus oder wird durch eine Diktatur ersetzt.“

Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen Von der anthropologischen Tradition her unterscheidet man bezüglich des Menschseins zwischen Geist (pneuma/spiritus) … Mehr

Über Konflikte: „Bei kommunizierten Konflikten ergeben sich für Unbeteiligte – vor allem mittels Botschaften und Bilder in soziale Medien – Möglichkeiten zur passionierten Identifikation bzw. Solidarisierung mit einer der Konfliktparteien. Eine solcher Parteinahme kann dazu führen, dass an einem anderen Ort bzw. in einem anderen gesellschaftlichen Kontext ein neuer Konflikt geführt wird.“

Über Konflikte Von Konflikten ist erst seit Ende des 17. Jahrhunderts allgemein die Rede. Das Wort conflictus entstammt dem Lateinischen … Mehr

Albert Camus, Der Mythos von Sisyphos: „Dieses Universum, das nun keinen Herrn mehr kennt, kommt ihm weder unfruchtbar noch wertlos vor. Jedes Gran dieses Steins, jeder Splitter dieses durchnächtigten Berges bedeutet allein für ihn eine ganze Welt. Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufül­len. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“

Der Mythos von Sisyphos Von Albert Camus (1913-1960) Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, unablässig einen Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen, … Mehr

Wahrheit und Offenbarung in Bezug auf die Lehre der Dreieinigkeit bzw. die Christus-Lehre: „Das Besondere an der christlichen Lehre ist, dass weder allgemeingültig Gewusstes, noch empirisches Naturwissen, noch menschenmögliches historisches Geschehen, sondern eine heilige Geschichte (historia sacra) – die menschliches, historisches Geschehen in Jesus Christus – mit der göttlichen Ewigkeit verbunden ist.“

Wahrheit und Offenbarung in Bezug auf die Lehre der Dreieinigkeit bzw. die Christus-Lehre Wenn in der Kirche die göttliche Dreieinigkeit … Mehr

Wilfried Joest über die Prädestination (The Encyclopedia of the Lutheran Church, 1965): „Wir be­finden uns in einer jener logischen Sackgassen, in denen die Theologie nicht versuchen darf, Schlussfolgerungen zu ziehen, auch wenn sie scheinbar unausweichlich sind. So wie wir aus der Schuldlosigkeit des Unglaubens nicht ableiten dürfen, dass sowohl der Glaube als auch der Unglaube eigene Entscheidungen und Werke des Menschen sind, so dürfen wir aus der ausschließlichen Urheberschaft Gottes am Glauben und am Heil nicht ableiten, dass Gott die Verdammnis derer, die nicht zum Glauben gelangen, will und wirkt.“

Prädestination Von Wilfried Joest I. Biblische Grundlage: Göttliche Erwählung Der dogmatische Begriff der Prädestination entspricht im Wesentlichen dem biblischen Be­griff … Mehr

Albert Schweitzer über die Ehrfurcht vor dem Leben: „Die Welt, dem unwissenden Egoismus überantwortet, ist wie ein Tal, das im Finstern liegt; nur oben auf den Höhen liegt Helligkeit. Alle müssen in dem Dunkel leben, nur eines darf hinaus, das Licht schauen: Das höchste, der Mensch. Er darf zur Erkenntnis der Ehrfurcht vor dem Leben gelangen, er darf zu der Erkenntnis des Miterlebens und Mitleidens gelangen, aus der Unwissenheit heraustreten, in der die übrige Kreatur schmachtet.“

Ehrfurcht vor dem Leben Von Albert Schweitzer Gut ist: Leben erhalten und fördern; schlecht ist: Leben hem­men und zerstören. Sittlich … Mehr