Zehn (moralinsaure) Gebote zum Unglücklichwerden: „4. Trauere verpassten Gelegenheiten ausgiebig nach, damit sich Dir keine neue Handlungsmöglichkeiten auftun. 5. Konsumiere paradiesisch, denn Überfluss zeugt Überdruss. 6. Lass Dich vom Internet und insbesondere von den Sozialen Medien wählerisch gefangen nehmen, dann wirst Du selbst nichts Befriedigendes bewerkstelligen.“

Wenn im gymnasialen Lehrplan der 10. Klasse das Glück ein Thema ist, darf man sich als Lehrender selbst Gedanken machen: … Mehr

Reinhold Krauses widerliche antisemitische Sportpalastrede vom 13. November 1933: „Hierher gehört auch, dass unsere Kirche keine Menschen judenblütiger Art mehr in ihren Reihen aufnehmen darf. Wir haben nicht nur die Judenmission bekämpft, sondern wir haben immer wieder betont: judenblütige Menschen gehören nicht in die deutsche Volkskirche (starker Beifall), weder auf die Kanzel, noch unter die Kanzel. Und wo sie auf den Kanzeln stehen, haben sie so schnell wie möglich zu verschwinden. (Bravorufe, Beifall.) Es wird aber auch notwendig sein, dass unsere Landeskirche sich damit beschäftigt, dass alle offenbar entstellten und abergläubischen Berichte des Neuen Testaments entfernt werden, und dass ein grundsätzlicher Verzicht auf die ganze Sündenbock- und Minderwertigkeitstheologie des Rabbiners Paulus ausgesprochen wird, der eine Verfälschung jener Botschaft begangen hat, dieser schlichten Frohbotschaft: ‚Liebe deinen Nächsten als dich selbst‘.“

Man muss sich auch solchen widerlichen Reden stellen: Reinhold Krauses antisemitische Sportpalastrede vom 13. November 1933, die damals in den … Mehr

Klaus Koch und Jürgen Roloff, Gott in der Bibel: „Wo Menschen derart Gott als sprechenden und zu vernehmenden Gott erfahren, tritt ihnen Gott als Person gegenüber, um es mit einem modernen, der Bibel unbekannten Begriff zu umreißen. Doch Personalität, »Duhaftigkeit« für den Menschen, zeigt einen wichtigen, aber keineswegs einzigen Aspekt Gottes.“

Gott in der Bibel Von Klaus Koch und Jürgen Roloff 1. Vorbemerkung Die biblische Gottesauffassung ist die selbstverständliche Voraussetzung jeder … Mehr

Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen: „Wo der wählerische Homo optativus immer weniger für sich selbst erreichen kann und immer mehr zu verlieren hat, lässt die Verlusterfahrung den Thymos über sich herauswachsen. Als Populismus oder Haltungsaktivismus kollektiviert zersetzt er in seinem Eifer den Gemeinsinn, senkt Toleranzschwellen und lässt Konflikte eskalieren. Ist die kommunikative Vernunft nicht länger einem kollektivierten Thymos gewachsen, zerfällt ein demokratischer Verfassungsstaat in einen Tribalismus oder wird durch eine Diktatur ersetzt.“

Über den Thymos und dessen schädigenden Auswirkungen Von der anthropologischen Tradition her unterscheidet man bezüglich des Menschseins zwischen Geist (pneuma/spiritus) … Mehr

Über Konflikte: „Bei kommunizierten Konflikten ergeben sich für Unbeteiligte – vor allem mittels Botschaften und Bilder in soziale Medien – Möglichkeiten zur passionierten Identifikation bzw. Solidarisierung mit einer der Konfliktparteien. Eine solcher Parteinahme kann dazu führen, dass an einem anderen Ort bzw. in einem anderen gesellschaftlichen Kontext ein neuer Konflikt geführt wird.“

Über Konflikte Von Konflikten ist erst seit Ende des 17. Jahrhunderts allgemein die Rede. Das Wort conflictus entstammt dem Lateinischen … Mehr

Albert Camus, Der Mythos von Sisyphos: „Dieses Universum, das nun keinen Herrn mehr kennt, kommt ihm weder unfruchtbar noch wertlos vor. Jedes Gran dieses Steins, jeder Splitter dieses durchnächtigten Berges bedeutet allein für ihn eine ganze Welt. Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufül­len. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“

Der Mythos von Sisyphos Von Albert Camus (1913-1960) Die Götter hatten Sisyphos dazu verurteilt, unablässig einen Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen, … Mehr