Dienst an der Sache und Weiblichkeit. Ein Beitrag zur Theologinnenfrage[1] Von Verena Pfenninger-Stadler Es soll hier von der Theologinnenfrage gesprochen … Mehr
Kategorie: Kirchenreform und Kirchensteuer
Kornelis Heiko Miskotte, Zeugnis über den Gemeindeaufbau (Het Getuigenisgeschrift von Gemeenteopbouw, 1942): „Diese eine, heilige, katholische Kirche erkennen wir überall dort, wo, sei es unter einer anderen Ordnung, mit einem anderen Gottesdienst oder abweichenden Meinungen, eine Gemeinde Ihn bekennt als unseren einzigen Priester, unseren höchsten Propheten und unseren ewigen König, und folglich von Seinem Trost und Seiner Ermahnung, Seiner Verheißung und Seinem Gebot lebt, indem sie Seine Wiederkunft in Herrlichkeit erwartet.“
Zeugnis über den Gemeindeaufbau (Het Getuigenisgeschrift von Gemeenteopbouw, 1942)1 Von Kornelis Heiko Miskotte I Wir glauben und bekennen, dass die … Mehr
Karl Barth, Die evangelische Kirche in Deutschland nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945): „Dass einige deutsche Professoren — darunter leider mindestens zwei Theologieprofessoren — bis auf diesen Tag an Hitler festhalten, daß «in des Waldes finstern Gründen und in Höhlen tief versteckt» einige Werwölflein und andere Unverbesserliche immer noch über Plänen zur Erneuerung seines Reiches brüten, dass das Ende dieser Sache sich, wie es scheint, besonders unter den Kriegsgefangenen noch nicht überall durchgesprochen zu haben scheint, dass der Vergleich zwischen der Bitterkeit von jetzt und der von einst bei manchen unmutigen deutschen Beurteilern gelegentlich zugunsten des «einst» ausfallen mag — das Alles sind keine ernsten Beweise dagegen, dass das Dritte Reich heute wirklich zusammengebrochen ist: äußerlich nicht nur, sondern auch innerlich.“
Die evangelische Kirche in Deutschland nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945) Von Karl Barth Das Dritte Reich des Nationalsozialismus … Mehr
Schweizer Frauenblatt 1931: Das volle weibliche Pfarramt und der ‚Fall Furna‘: „Die Gemeinde Furna indessen will sich nicht irre machen lassen. Sie beharrt und beruft sich auf die Kantonsverfassung, nach der ihr die Wahl gestattet ist. Denn sie ist sehr froh um ihre Pfarrerin, froh auch für ihre kleine Gemeinde, eine eigene Seelsorgerin gefunden zu haben: ‚Bis dahin sind wir sehr zufrieden mit unserer Pfarrerin.'“
Das volle weibliche Pfarramt und der „Fall Furna“ Zum vollen Pfarramt sind bei uns in der Schweiz – wie übrigens … Mehr
Sören Widmann über Paul Schempp (1900-1959): „Erst nach seinem Tode wurde sichtbar, für wie viele Menschen Paul Schempp, der streitbare und angefochtene Theologe, auch Helfer und treuer Seelsorger war. Ihn habe, so bekennt einer der vielen Freunde in einem Brief, ein einziger Satz immer wieder aufgerichtet, den Schempp einem Pfarrerskollegen zur Antwort gab, als dieser ihn mitten in den turbulenten Tagen des Kirchenkampfes ängstlich-neugierig fragte, was es denn Neues gebe: »Seit der Auferstehung Jesu Christi gibt es nichts Neues!«“
Paul Schempp (1900-1959) Von Sören Widmann Paul Schempp war wie seine Freunde und Kampfgefährten Hermann Diem und Richard Widmann Jahrgang … Mehr
Martin Luther zur Zukunft der Kirche in seiner Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35): „Die Kirche, das Volk Gottes, besteht von der ersten Stunde bis zur letzten, auch wenn sie manchmal äußerst schwach ist – wie zur Zeit des Elija, der die Kirche aus den Augen verloren hatte und sprach: ‚Deine Propheten?‘ – Den Gottesdienst sehe ich verwüstet, die Ordnung zerstört, das Volk – das heißt: die Propheten – getötet. Damals war die Kirche verborgen und sehr zerstreut (abscondita Ecclesia et valde dispersa), sodass sie mit menschlichen Augen überhaupt nicht sichtbar war, sondern nur in den Augen Gottes, der sprach: ‚Ich habe mir übriggelassen …‘ usw.“
Zur Zukunft der Kirche. Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35) Von Martin Luther Herr, du bist unsre Zuflucht von Generation zu … Mehr
Eisberge schmelzen. Zur finanziellen Zukunft der Landeskirchen: „Eine zukunftsfähige Finanzreform der verfassten Landeskirchen ist kaum möglich. Daher wird landeskirchliches Haushalten von Jahr zu Jahr schwieriger. So werden tatsächlich erzielte Einsparungen wohl immer schneller von weiteren Sparanforderungen überholt werden. Nichts erreicht und nichts gesichert, sondern immer mehr zusätzlich zugemutet – Bedienstete können damit auf Dauer nicht zurechtkommen. Die Zukunft der verfassten Landeskirchen ähnelt Eisbergen, die nach der Kalbung vom Schelfeis im antarktischen Meer treiben und dabei fortwährend abschmelzen. Deren Lebensdauer wird von verschiedenen Faktoren bestimmt – Größe und Form, Strömung und Verweilort sowie Wasser- und Lufttemperatur. Und doch gilt für jeden Eisberg dasselbe: Sein Ende ist absehbar; in nicht allzu ferner Zukunft wird er weggeschmolzen sein.“
Nun ist in der aktuellen Juni-Ausgabe des Deutsches Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt mein Artikel Eisberge schmelzen. Zur finanziellen Zukunft der Landeskirchen … Mehr
Karl-Fritz Daiber über die Volkskirche religionssoziologisch betrachtet: „In der beschriebenen Gestalt haben sie nur so lange Bedeutung, wie das Christentum kulturrelevanter Faktor ist, und zwar auf der Ebene des Individuums, der Kleingruppen wie der gesellschaftlichen Öffentlichkeit. Reduziert sich die kulturelle Relevanz des Christentums auf den verschiedenen Sozialebenen, dann kann das Christentum nicht mehr volkskirchliche überleben, sondern nur in gemeinschaftsstiftenden Gruppierungen, die sich durchaus zu gesellschaftlichen Großorganisationen ausgestalten können, ohne freilich noch eine kulturprägende Bedeutung zu gewinnen ähnlich der, wie sie sich in volkskirchliche Traditionen widerspiegelt.“
Volkskirche 1. Religionssoziologisch (1996) Von Karl-Fritz Daiber (06.08.1931-25.05.2025) 1. Begriff Zu Beginn des 19.Jahrhunderts ist Volkskirche eine Programmbegriff, um die … Mehr
Martin Luther, Vorrede zu Deutsche Messe und Ordnung Gottesdiensts (1526): „Diejenigen, die mit Ernst Christen sein wollen und das Evangelium mit Hand und Mund bekennen, müssten sich namentlich einschreiben und irgendwo in einem Haus allein sich versammeln zum Gebet, zum Lesen, zum Taufen, das Sakrament zu empfangen und andere christliche Werke auszuüben. In dieser Ordnung könnte man die, die sich nicht christlich verhielten, erkennen, tadeln, bessern, ausstoßen oder in den Bann tun nach der Regel Christi. Ich kann und mag eine solche Gemeinde oder Versammlung noch nicht ordnen oder einrichten. Denn ich habe noch nicht Leute und Personen dazu. Ich sehe auch nicht viele, die sich danach drängen.“
Vorrede zu: Deutsche Messe und Ordnung Gottesdiensts (1526) Von Martin Luther Vor allen Dingen will ich sehr freundlich, auch um … Mehr