Vaterländische Kundgebung des Königsberger Kirchentages 1927 Im Juni 1927 fand im ostpreußischen Königsberg der zweite offizielle Deutsche Evangelische Kirchentag statt. … Mehr
Kategorie: Kirchengeschichte
Martin Luther zur Zukunft der Kirche in seiner Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35): „Die Kirche, das Volk Gottes, besteht von der ersten Stunde bis zur letzten, auch wenn sie manchmal äußerst schwach ist – wie zur Zeit des Elija, der die Kirche aus den Augen verloren hatte und sprach: ‚Deine Propheten?‘ – Den Gottesdienst sehe ich verwüstet, die Ordnung zerstört, das Volk – das heißt: die Propheten – getötet. Damals war die Kirche verborgen und sehr zerstreut (abscondita Ecclesia et valde dispersa), sodass sie mit menschlichen Augen überhaupt nicht sichtbar war, sondern nur in den Augen Gottes, der sprach: ‚Ich habe mir übriggelassen …‘ usw.“
Zur Zukunft der Kirche. Auslegung zu Psalm 90,1 (1534/35) Von Martin Luther Herr, du bist unsre Zuflucht von Generation zu … Mehr
Robert W. Jenson über Theosis und die Lehre von der Trinität (1993): „Die Einheit Gottes besteht nicht in der Einzigartigkeit, mit der seine Natur verwirklicht wird, sondern in der Kohärenz des einen Lebens oder der einen Geschichte, die zwischen Vater und Sohn im Heiligen Geist gelebt wird. Insofern wir „ist“ in diesem speziellen Zusammenhang verwenden, werden wir sagen: Der eine dreieinige Gott ist dieses Leben. Es gibt also ein Leben, das Gott ist. Und dieses Leben ist in sich selbst gemeinschaftlich; es gibt drei personale Individuen, die dieses Leben miteinander vollziehen. Daher können sie uns in dieses Leben hineinnehmen. So verstanden – gemäß der kappadokischen Trinitätslehre – können wir Gott werden, ohne die göttliche Natur zu erwerben, und damit ohne zusätzliche Instanzen dieser Natur zu werden.“
Theosis Von Robert W. Jenson (1930-2017) I Es ist bekannt, dass die Kirche der Väter das Heil in erster Linie … Mehr
Nikolai Berdajew, Das Problem der Anthropodizee. Fragmente (1925): „Den Russen ist der Geist der Pilgerschaft und das leidenschaftliche Suchen der Gottesstadt und der Göttlichen Wahrheit eigentümlich. Russland ist berufen, das Problem der Beziehung des christlichen Bewusstseins zum Schaffen und zur Kultur mit äußerster Schärfe zu stellen. Im Westen verdunkelt die Größe und die Verfeinerung seiner Kultur die Stellung dieses Problems. Der westliche Mensch ist gebundener als der russische.“
Das Problem der Anthropodizee. Fragmente[1] Von Nikolai Berdajew Die Eigenart, Einzigkeit und Unwiederholbarkeit des Christentums muß man keineswegs darin suchen, … Mehr
Erich Bryner über Nikolaj Berdjajew (1874-1948): „Sein Denken ist durch Freiheit und Schöpfertum, durch Schau und Intuition, durch das Mystische und das Irrationale geprägt. Spontaneität und Dynamik sind für ihn typisch, nicht ein durchkonstruiertes, widerspruchsloses System. Sein Denken läßt sich nicht systematisieren. Doch gerade wegen dieser unermüdlichen Kreativität und den stets neuen Ansätzen zu Neuem, Anderem und Besserem geht von Berdjajews Schriften eine große Anziehungskraft aus.“
Nikolaj Berdjajew Von Erich Bryner In der Theologiegeschichte unseres Jahrhunderts nimmt der Russe Nikolaj Berdjajew (1874-1948) mit seinem umfangreichen und … Mehr
Karl Barth, Die letzte Frage und Antwort (Weihnachten 1938): „Es beunruhigt uns mit Recht, dass so viele schon die rechten Fragen, die uns heute gestellt sind, immer wieder verfehlen und missverstehen: dass sie etwa den Zusammenhang zwischen dem offenkundig gefährlichen deutschen und einem blöden, aber vorläufig noch harmlosen schweizerischen Nationalismus, oder den Zusammenhang zwischen Antisemitismus und Barbarei, oder den Zusammenhang zwischen einer wirksamen Landesverteidigung und einer energischen Inangriffnahme des Arbeitslosenproblems, oder den Zusammenhang zwischen der Sache unserer Freiheit und der der Freiheit in ganz Europa so gar nicht sehen und dementsprechend auch lauter törichte Antworten geben.“
Die letzte Frage und Antwort (Weihnachten 1938) Von Karl Barth Die «Schweizer Zeitung am Sonntag» will an der Weihnacht nicht … Mehr
Heinrich Vogel: Kreuz und Hakenkreuz. Thesen des Protestes, der Frage und der Bitte an die Glaubensbewegung Deutsche Christen (April 1933): „Kein Zeichen dieser Welt hat neben dem Kreuz Platz und Recht. Die Zeichen dieser Welt sind alle unter dem Kreuz. Wir protestieren nicht gegen das Hakenkreuz, das wir vielmehr als das Zeichen unseres deutschen Volkstums anerkennen, sondern wir protestieren gegen jede Vermengung oder Gleichordnung des Hakenkreuzes mit dem Kreuz.“
Kreuz und Hakenkreuz. Thesen des Protestes, der Frage und der Bitte an die Glaubensbewegung Deutsche Christen Von Heinrich Vogel Vorwort. … Mehr
Heinrich Vogel, Das Nicaenische Glaubensbekenntnis. Eine Doxologie (1963): „Wie sollten wir dann die Sprache des Glaubens, des Gebetes, der Predigt und des Bekenntnisses anders als aus dem gehörten Wort verstehen?! Der Geist erweckt uns, die wir als das Wortwesen, als antwortende Kreatur, geschaffen sind, aus unserer Taubstummheit zum neuen, reinen Hören, zu dem Hören vor und über und nach allem Verstehen. Kein hermeneutisches Prinzip sprengt den Riegel unseres in der Pervertierung auf uns selbst ertaubten Gehörs. Der Heilige Geist lässt das Licht des Wortes die Wände unserer Zelle durchdringen und erfüllt den ganzen Raum im reinen Hören des Wortes, das er spricht. Dieses sich selber hörbar machende Wort geht allem unseren Verständnis voran, und unsere Bemühungen zu verstehen, können in Wahrheit doch nur ein Gebet sein, neu zu hören, was wir hören. Audio, ut intellegam, – ich höre, um zu verstehen, und intellego, ut audiam, — ich verstehe, um zu hören.“
DAS NICAENISCHE GLAUBENSBEKENNTNISEINE DOXOLOGIE ausgelegt von HEINRICH VOGEL LETTNER-VERLAG · BERLIN · STUTTGART 1. Auflage im Herbst 1963 © Lettner-Verlag … Mehr
Verantwortung D. Martin Luthers auf das Büchlein wider die räuberischen und mörderischen Bauern, getan am Pfingsttage im Jahre 1525: „Mir als einem Prediger gebührt nicht, mit dem Schwert zu fechten und das Unrecht zu strafen, sondern das Wort zu treiben und zu führen, welches mein Schwert ist. Was ich denn bisher getan, habe sie allenthalben vermahnt, ihren Untertanen Billigkeit zu erzeigen. Tun sie es aber nicht und handeln mit ihnen unbillig und unrecht, gedenke daran, dass sie ihren Herrn und Richter haben werden. Diese Barmherzigkeit ist man ihnen schuldig, wie ich denn auch getan habe und noch stets tue, daß man sie zuerst ermahne und freundlich unterweise, sie möchten von ihrem bösen Vornehmen abstehen, sie auch bedrohe und ihnen (die Gefahr für) ihre Seligkeit eröffne und endlich Gott fleißig für sie bitte, wie wir getan haben.“
Verantwortung D. Martin Luthers auf das Büchlein wider die räuberischen und mörderischen Bauern, getan am Pfingsttage im Jahre 1525[1] Es … Mehr