Karl Barth, Was ist der Mensch? (1960): „Er ist der, der in sei­ner Verborgenheit ebenso wenig ernstlich und wirklich geleugnet werden kann wie der wahre Gott in seiner Verborgenheit. Und er ist darin wahrer Mensch, dass der wahre Gott seiner gedenkt, und zwar tätig und wirksam gedenkt: trotz der Pracht und Schande seiner vielen Kleider, aber auch in der ganzen Pracht und Schande, die sein Teil ist. Er ist darin wahrer Mensch, dass der wahre Gott sein Gott ist: der Gott, der es auf ihn abgesehen hat, der für ihn Gott ist, der tatsächlich gerade ihn geliebt hat, liebt und lieben wird.“

Was ist der Mensch? Von Karl Barth Wer sich in der Bibel ein wenig auskennt, dem mag bei dieser Frage: … Mehr

Gustav Heinemann, Bekenner und kritischer Geist. Zum 75. Geburtstag Karl Barths (1961): „Als 1938 England, Frankreich und Italien im Münchner Pakt mit Hitler unter Preisgabe der Tschechoslowakei den Frieden retteten, war es Karl Barth klar, dass nun der neue Weltkrieg heraufzog. Sein damaliger Brief an Prof. Hromadka in Prag bleibt Zeugnis eines tieferen Verständnisses vom Zeitgeschehen, wie es nur aus der Kraft zur Unterscheidung der Geister erwachsen kann. Als die Katastrophe sich ausgetobt hatte und Deutschland 1945 zerschmettert am Boden lag, war Karl Barth einer der ersten, die inmitten des Strafgerichtes über unserem Volk einer Versöhnung aus neuen Anfän­gen das Wort redete.“

Bekenner und kritischer Geist. Zum 75. Geburtstag Karl Barths Von Dr. Dr. Gustav Heinemann Das theologische Werk von Karl Barth … Mehr

Eberhard Jüngel, Der königliche Mensch. Eine christologische Reflexion auf die Würde des Menschen in der Theologie Karl Barths (1966): „Dass sich im Leben und und Sterben des Menschen Jesus Gottes nicht nur widerspruchsloser, sondern den Widerspruch der Sünde und des Todes besiegender Lebensakt vollzog, konstituiert die Würde des königlichen Menschen. Dass dieser eine Lebensakt Gottes als Akt seiner freien Liebe im Sein des königlichen Menschen anschaulich wurde, macht diesen Men­schen zur Hoffnung der Welt.“

Der königliche Mensch. Eine christologische Reflexion auf die Würde des Menschen in der Theologie Karl Barths Von Eberhard Jüngel Eine … Mehr

Karl Barth über Karl Barth als Objekt wissenschaftlicher Theologie: „Gelegentlich kommt es mir auch vor, als läge ich als Träger einer besonders interessanten Krankheit, umgeben von zahlreichen älteren und jüngeren Feierlichen in Weiß, auf dem Operationstisch und habe nun mitanzuhören, was jetzt Dieser, jetzt Jener nach dem Maß seiner Sachverständigkeit über die Beschaffenheit und Zustände meiner verschiedenen Organe und deren Ursprünge in meiner früheren Geschichte entdeckt und mitzuteilen hat.“

Über Karl Barth als Objekt wissenschaftlicher Theologie (1963) Von Karl Barth An mir beginnt wortwörtlich in Erfüllung zu gehen, was … Mehr

Eduard Thurneysen über Karl Barth in seiner Frühzeit (1973): „Barth ist nicht nur «Hieronymus im Gehäuse», der ist er wohl auch, aber zugleich ist er der Kämpfer für Gerechtigkeit und Mitmenschlich­keit, der vom Evangelium her die Not der ganzen Welt als das Feld sieht, auf dem es zu wirken gilt. Es muss, wie Barth gelegentlich zu sagen pflegte, zwischen Bibel und Zeitung zu blitzen beginnen wie zwischen den beiden Polen eines elektrischen Lichtbogens, damit es hell wird auf Erden.“

Über Karl Barth in seiner Frühzeit Von Eduard Thurneysen Karl Barth war von 1911—1921 Pfarrer in Safenwil. Bedenken wir diese … Mehr

Karl Barth, Zeugnis von Jesus Christus (1968): „Jesus Christus ist als der von den Toten Auferstan­dene die Verheißung, dass der Sieg seines Lebens und Sterbens durch ihn einst endgültig und allgemein offen­bar werden wird. Indem ich an seinen schon geschehenen Sieg glauben darf, darf auch ich in diesem Glauben lebend und sterbend auf diese seine kommende Offen­barung hoffen: als auf die Offenbarung auch meiner in ihm geschehenen Rechtfertigung und Heiligung.“

Zeugnis von Jesus Christus Von Karl Barth Mir wurde aufgetragen, «in einer Art von Zeugnis» (une sorte de témoignage) Antwort … Mehr

Eberhard Jüngel über Karl Barth, Kein Nein ohne Ja: „Der Fund, den man in den biblischen Texten machen kann, wird von Barth mit einem einzigen Wort zur Sprache gebracht. Und dieses Wort heisst: Ja. Auch das gehört zur eisernen Ration der Theologie Karl Barths, «dass wir vom Ja und nicht vom Nein her kommen». Doch diese unsere Herkunft «von einem vorausgesetzten anfänglichen Ja» macht alles andere als selbstsicher. Es ist vielmehr «die Realität des Ja», die uns «so stark beunruhigt», dass nun das kritische Fragen überhaupt erst richtig in Gang gesetzt wird.“

Kein Nein ohne Ja. Karl Barths theologische Existenz als Provokation Von Eberhard Jüngel Als Karl Barth 1935 Deutschland verliess und … Mehr

Karl Barth über die Freude in seiner Kirchlichen Dogmatik: „Alles, was wir als Freude jetzt und hier erkennen und erleben, ob leicht oder schwer, ob auf der Tages- oder auf der Nachtseite des Lebens, ob als Gnade im Gericht oder ob als Gericht in der Gnade – ist vorläufige Erfüllung. Das ist der theologische Grund der Tatsache, dass unsere Freude ihren eigentlichen Sitz immer in der Vorfreude hat. Alle unsere Freude ist tatsächlich, auch wenn sie da ist und scheinbar aufs Höchste da ist, Vorfreude.“

Über die Freude (Kirchliche Dogmatik III/4) Von Karl Barth Freude! Wir haben damit ein Stichwort ausgesprochen, das nun auch in … Mehr

Karl Barth, Das christliche Geheimnis und das menschliche Leben (1939): „Man hat dem christlichen Geheimnis und damit dem menschlichen Leben und damit sich selbst viel zuleide getan damit, dass man es seines Charakters als Geheimnis gewissermaßen gewaltsam entkleiden wollte. Es sollte durchaus nicht mehr jenes Besondere des Namens Jesus Christus, des Volkes Israel, der Bibel, und der Kirche, es sollte durchaus nicht mehr Gnade, durchaus nicht mehr Demut und vor allem auch: durchaus nicht mehr Entscheidung sein. Man stellte allerlei Hübsches, was kein Geheimnis ist, allerlei einleuchtende Theorie und Praxis an seine Stelle: allerlei Allgemeines, was man sich selber nehmen oder womöglich schon haben kann, womit man nicht auf die Schattenseite des Lebens verwiesen ist und mit dem man auch neutral bleiben kann — allerlei, wozu es keinen Gott braucht oder eben nur eine Idee, die diese Namen trägt, keinen lebendigen Gott.“

Das christliche Geheimnis und das menschliche Leben Von Karl Barth Das Christliche ist ein Geheimnis. Es bildet dem ganzen menschlichen … Mehr