Karl Barths Neujahrsansprache 1962: „Fest sind die Herzen von Menschen, die darauf vertrauen, daß auch alles das, was vermöge unserer menschlichen Torheit heute geschieht und noch geschehen mag, in der festen Hand des gnädigen Gottes seine Grenze und sein Ziel hat. Die festen Herzen solcher Men­schen werden auch im Jahr 1962, was es uns auch bringe — sie wer­den in Ewigkeit standhalten.“

Ein Wort zum Neuen Jahr Professor Dr. Karl Barth hielt in der Silvesternacht nach Verklingen des Neu­jahrsgeläutes über Radio Beromünster … Mehr

Karl Barth, Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920): „Es waren einmal Menschen, die wagten es. Mögen wir von dem Etwas, mit dem sie es wagten, um das diese Seher und Hörer sich bewegten, halten, was wir wollen und können, die Bewegung selbst, in der sie alle, die Benannten, die Namenlosen und die Pseudonymen, sich befanden, können wir ebensowenig in Abrede stellen, wie die Rotation des Fixsternhimmels um eine unbekannte Zentralsonne. Die Tatsache dieser Bewegung tritt uns in der Bibel in unentrinnbarer Weise entgegen. Wir denken an Johannes den Täufer auf Grünewalds Kreuzigungsbild mit seiner in fast unmöglicher Weise zeigenden Hand. Diese Hand ist’s, die in der Bibel dokumentiert ist.

Biblische Fragen, Einsichten und Ausblicke (1920) Von Karl Barth Was uns die Bibel an Erkenntnis zur Deutung des Weltgeschehens zu … Mehr

Karl Barth, Vom Oberlicht der Geschichte. Auslegung zu Römer 4,17b (Der Römerbrief, 1922): „Nie ist die Geschichte, nie die geschichtliche Persönlichkeit des Menschen ganz ohne dieses ungeschichtliche Oberlicht: ‚vor Gott, an den er glaubte‘. In diesem Oberlicht verliert sich die Vereinzelung des Einzelnen, die Vergangenheit des Gewesenen, die Entlegenheit des Fernen, die Getrenntheit des Besonderen, die Zufälligkeit des Persönlichen. In diesem Oberlicht erscheint die Gleichzeitigkeit, die einheitliche Wichtigkeit und Würde alles Geschehens.“

Jüngst hat Sabine Rückert in der Sonderausgabe der ZEIT „Die 100 besten Bücher“ die Lutherbibel besprochen und sie abschließend mit … Mehr

Karl Barth, How my mind has changed (Wie sich meine Ansichten geändert haben, 1960): „Im Blick auf meine Basler Tätigkeit wäre noch zu erwähnen, daß, wenn ich gelegentlich predige, das hiesige Gefängnis in diesen Jahren mein bevorzugter Ort geworden ist. Es dürfte wohl nur wenige Theologieprofessoren geben, deren Predigthörer man nur werden kann, wenn man sich zuvor einer gröblichen Übertretung der bürgerlichen Rechtsordnung schuldig gemacht hat.“

How my mind has changed Von Karl Barth Zum dritten Male[1] — diesmal im Rückblick auf die Jahre seit 1948 … Mehr

Karl Barth über die Komponisten des 18. Jahrhunderts und deren Musik (Die protestantische Theologie des 19. Jahrhunderts): „Es gibt auch auf dem Gebiet der Musik etwas noch Größeres oder jedenfalls Sprechenderes als jene Freiheit. Es ist dann auf dem Plan, wenn der vollen musikalischen Freiheit gegenüber das nicht aufzuarbeitende und auch durch kein irdisches Spiel aufzuhebende Rätsel der menschlichen Existenz wieder sichtbar wird und wenn dann das Spiel der ganz Ton gewordenen, der ganz humanisierten Klänge, wie das Meer an ein Felsenufer zu branden scheint, immer noch das Meer, aber nun das Meer nicht in einer letztlich doch nur scheinbaren Unendlichkeit, sondern in seiner wirklichen Endlichkeit.“

Über die Komponisten des 18. Jahrhunderts und deren Musik Von Karl Barth Und nun schließen wir unseren Überblick über die … Mehr

Briefwechsel zwischen Kornelis Heiko Miskotte und Karl Barth zum Unvermögen des Predigens (1929): „Die äußerste Entfremdung zwischen der Gemeinde und der Sa­che (Anfechtung) fiel mir aufs Herz – ich war plötzlich ohne Kontakt mit den Menschen und ohne Kontakt nach oben, in ei­ner furchtbaren Leere, wo jedes Wort und jede Gebärde mir sinnlos schien – es war nur ein Moment, aber ein warnender – Ach, warum schreibe ich an Barth – was hat er mit dieser Sache zu tun?“

Briefwechsel zwischen Kornelis Heiko Miskotte und Karl Barth zum Unvermögen des Predigens 8. April 1929 Hochverehrter Herr Professor Ich muß … Mehr

Karl Barth über Hermann Friedrich Kohlbrügge (Die Protestantische Theologie im 19. Jahrhundert): „Kohlbrügge mußte für die Theologie seiner Zeit, die ja weithin auch noch unsere Zeit ist, in weit höherem Maße als der geräuschvollere Vilmar ein Ärgernis bilden. Er hat eine Sache vertreten, mit der man nur dann etwas hätte anfangen können, wenn man über die Aufklärung hinaus auch die Voraussetzung der Aufklärung, nämlich das pietistische Verständnis der Reformation zur Diskussion gestellt hätte: Nicht von der Aufklärung aus, wie nachher A. Ritschl, sondern von der Reformation selber aus!“

Über Hermann Friedrich Kohlbrügge (1803-1875) Von Karl Barth Kohlbrügge ist in keinem einzigen der mir bekannten Werke über Theologiegeschichte auch … Mehr