Ernest Hello über das Amen (Paroles de Dieu, 1877): „Der Mensch muss sich in einen Triumphruf verwandeln, zu einem lebendigen Amen werden, das von der Erde zum Himmel aufsteigt. Was sollen wir aus unseren Seelen und Leibern machen, wenn nicht Stimmen, die Amen sagen? Was sollen wir aus unseren Worten, Gedanken, Gesten, Blicken machen, wenn nicht triumphierende Amen? Amen sagt: „Ja, Herr!“ zu dem, der die Fülle ist. Außerhalb des Amen droht uns die Leere, zieht uns der Abgrund. Außerhalb des Amen verliert das menschliche Leben, das eine lebendige Bekräftigung der Wahrheit sein soll, seine Bestimmung und seine Daseinsberechtigung.“

Über das Amen (Paroles de Dieu) Von Ernest Hello Ich hätte mit dem Wort „Amen“ beginnen können. Ich hätte mit … Mehr

Ernst Bloch über die Musik als praeludium vitae aeternae (Das Prinzip Hoffnung): „Dieser Engelsgesang wird die Erlösten des Herrn aufnehmen und umgeben, also ist jede irdische Musik, die ihre Inspiration aus diesem Oben nimmt, für Augustin eine offene Himmelstür, eben ein „praeludium vitae aeternae, ut a corporeis ad incorporea transeamus“ (de musica VI, 2). Musik sollte nun erst völlig von den Zusammenhängen der himmlischen und menschlichen Harmonie handeln; vom Paradies herab senkt sie sich zur musica mundana, der kosmischen Harmonie, dann zur musica humana, der Harmonie von Leib und Seele, und kehrt zum Paradies zurück.“

Über die Musik als praeludium vitae aeternae (Das Prinzip Hoffnung) Von Ernst Bloch Prunk, Elysium in Oper und Oratorium Der … Mehr

Robert Louis Wilken, Die Art und Weise, wie die Kirche spricht: „Der Glaube ist in die Sprache eingebettet. Er ist nicht eine Reihe abstrakter Überzeugungen oder Ideen, sondern eine Welt gemeinsamer Assoziationen und Anspielungen mit eigener Schönheit und Klangfülle, innerem Zusammenhalt und Logik, emotionaler und rhetorischer Kraft. Die Art und Weise, wie die Kirche spricht, ist eine Sammlung von Worten und Bildern, die das Denken und Handeln derer geprägt haben, die Christus gekannt haben.“

Die Art und Weise, wie die Kirche spricht (The Church’s Way of Speaking) Von Robert Louis Wilken I. Als der … Mehr

Klaus Raschzok, Kirchenraum im evangelischen Verständnis: „Ein Kirchenraum trägt die Spuren der gottesdienstlichen Benut­zung und ist deshalb nach evangelischem Verständnis nicht ein geheiligter, besonderer Raum an sich, sondern ein Raum, der Spu­ren trägt. Es sind Spuren der Benutzung durch eine gottesdienst­liche Gemeinde, aber auch Spuren der Inbesitznahme durch Chri­stus, der in den Gottesdiensten gegenwärtig wird. Und je intensiver und dichter diese Spuren des Gottesdienstes, des Gebetes und der Christusgegenwart in einem Kirchenraum sind, umso machtvoller wird dieser Raum.“

Kirchenraum im evangelischen Verständnis Von Klaus Raschzok In den sogenannten Wolfenbütteler Empfehlungen des Deutschen Evangelischen Kirchbautages zum evangelischen Kirchenraum von … Mehr

Odo Casel, Das Mysterium der Menschwerdung: „Dringen wir gehorsam durch das Halbdunkel des Glaubens vor, dann erschließt sich uns schon jetzt das Licht Gottes. Dann erkennen wir in diesem mit Elend geschlagenen Menschen, dem Kinde von Bethlehem, dem Gekreuzigten von Golgotha, den König der Herrlichkeit, das göttliche Licht der Weisheit, die die Welt besiegende Macht Gottes.“

Das Mysterium der Menschwerdung Von Odo Casel Weihnachten ist nicht ein Fest edler Menschlichkeit, nicht eine Hingabe an Kindheitserinnerungen und … Mehr

Odo Casel, Krippe und Kreuz: „Das Fleisch Jesu Christi, seine Menschheit, ist der notwendige Durch­gang zum Vater. Seine Krippe, sein Kreuz führen zur Herrlichkeit. Je mehr wir im Glauben seine Niedrigkeit umfassen, desto mehr wird sie transparent und lässt seine Herrlichkeit durchstrahlen, bis schließlich die volle Ent­schleierung seines Lichtes kommt.“

Krippe und Kreuz Von Odo Casel Im Mysterienglanz der heiligen Geburtsnacht unseres Herrn singt die Kirche: »Der Logos wurde Fleisch … Mehr

Die Weihnachtsgeschichte Lukas 2,1-20 auf Berndeutsch (D Wienachtsgschicht, übersetzt von Hans und Ruth Bietenhard): „Si hei pressiert und hei d Maria und der Josef gfunde und ds Chindli i der Chrüpfe. Si hei ihns aagluegt und nachär zäntumen erzellt, was ne vo däm Chind isch gseit worde. Und alli, wo’s hei ghört, hei sech verwunderet über das, wo d Hirte bbrichtet hei. D Maria het alls, wo gscheh isch, im Härz bhalte und geng wider drann ume gsinnet.“

Die Weihnachtsgeschichte Lukas 2,1-20 auf Berndeutsch (D Wienachtsgschicht) 1 I dere Zyt het der Cheiser Augustus befole, me söll i … Mehr

Walter Jens, Es begibt sich aber zu der Zeit. Zur Weihnachtsgeschichte: „Wie in einem Rene-Clair-Film die Kamera vom Himmel über der Metropole auf die Dächer, von den Dächern auf eine Mansarde, von der Mansarde auf einen Vogelbauer, vom Vogelbauer auf den Kopf eines Kanarienvo­gels schwenkt, so lässt der Erzähler Lukas seine Geschichte in Rom beginnen, im Bannkreis des Kaisers, spinnt, in den oberen Rängen verweilend, sein Garn fort, indem er, weit weg schon von der Fürsten­loge, in Syrien einen gewissen Cyrenius mit ins Spiel bringt, gelangt danach ins Parkett, spricht vom – immer noch großen – Galiläa, um endlich, ganz hinten, wo im Theater einmal die Stehplätze waren, nach Nazareth und Bethlehem zu gelangen.“

Es begibt sich aber zu der Zeit. Zur Weihnachtsgeschichte Von Walter Jens In jenen Tagen befahl Kaiser Augustusallen Einwohnern des … Mehr

Paul Schempp, Sacra musica. Über Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (1953): „Gott läßt sich’s gefallen, dass wir ihm singen und spielen; Gott gefällt’s, wenn wir uns freuen und in aller menschlichen Unzulänglich­keit besingen und bestaunen, was Er an uns gewendet hat, wenn wir uns einreihen in den Chor der Dankbaren und Ehrfürchtigen und uns auf­fordern lassen, »zu kommen und zu schauen dies schwache Knäbelein«.“

Sacra musica. Über Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium Liebe Schüler und Schülerinnen, liebe Eltern, liebe Freunde unserer beiden Gymnasien und – … Mehr