Martin Luthers Sprichwort über die Vögel und deren Nester: »Sieh, so kann niemand der Anfechtung enthoben sein. Man kann sich aber gut wehren und dem allen mit Gebet und Anrufung der Hilfe Gottes steuern. So liest man, dass ein junger Bruder seiner Gedanken loszuwerden begehrte. Da sprach der alte Pater: Lieber Bruder, dass dir die Vögel in der Luft über dem Haupte hinfliegen, dem kannst du nicht wehren; wohl aber kannst du dem wehren, dass sie dir in den Haaren ein Nest machen. So können wir uns, wie Augustinus sagt, der Anstöße und Anfechtungen nicht erwehren; dass sie uns aber überwinden, dem kann man mit Beten und Anrufen göttlicher Hilfe wohl wehren.«

Sprichwort über die Vögel und deren Nester Von Martin Luther Sieh, so kann niemand der Anfechtung enthoben sein. Man kann … Mehr

Albrecht Goes, Erstes Sterben (1938): „Der Vikar weiß plötzlich, wovor er sich gefürchtet hat vorhin; er hat gefürchtet, seine eigene Stimme zu hören, hier im gleichen Raum, wo schon der Tod zuhört. Er hat sich gefürchtet, aber nun ist es nicht furchtbar; nichts dünkt ihm glaubwürdiger, nichts wirklicher als diese von weit her kommende Stimme: „Bitte, beten.“ Er weiß nicht, daß es seines Amtes ist, bei Sterbenden zu beten; er kommt sich nur vor wie ein Kind, das aufgerufen ist.“

Eindrücklich, wie Albrecht Goes von seinen ersten Erfahrungen als Pfarrvikar in einer Landgemeinde zu erzählen weiß: Erstes Sterben Von Albrecht … Mehr