Mary Douglas über Verschmutzung bzw. Verunreinigung (pollution): „Ein großer Teil des Verschmutzungsverhaltens liegt daher außerhalb des Bereichs unserer eigenen Erfahrung: Es handelt sich um die heftige Reak­tion der Verurteilung, die durch alles hervorgerufen wird, was den scheinbar selbstverständli­chen Kategorien des Universums zu widersprechen scheint. Unsere Kultur erzieht uns zu dem Glauben, dass Anomalien nur auf eine vorübergehend unzureichende Formulierung der allgemeinen Naturgesetze zurückzuführen sind.“

Mary Douglas‚ religionsethnologische Abhandlung Purity and Danger. An Analysis of Concepts of Pollution and Taboo von 1966 (auf Deutsch Reinheit … Mehr

Albert Schweitzer, Ethik als Leben im Geiste Jesu Christi (Die Mystik des Apostles Paulus, 1930): „In seinem vollen Glanze erstrahlt Jesu großes Gebot der Liebe in Pauli Hymnus von der Liebe, die größer ist als Glaube und Hoffnung, und in Ge­boten, die er für das alltägliche Leben ausgibt. Das Feuer des urchristlichen Glaubens schlägt aus ihm in den unsrigen hinein. Ein Erleben mit Christo als dem Herrn des Reiches Gottes spricht aus ihm, das uns in die Bahn gleichen Erlebens reißt. Paulus führt uns auf den sachlichen Weg der Erlösung. Er liefert uns Christo aus.“

Ethik als Leben im Geiste Jesu Christi Von Albert Schweitzer Lebendige Wahrheit wird das Christentum den aufeinanderfolgenden Geschlechtern werden, wenn … Mehr

Bernhard von Clairvauxs Verkehrung des Evangeliums in „An die Tempelritter über das Lob der neuen Ritterschaft“ (1128/9): „Wie ehrenvoll kehren die Sieger aus der Schlacht zurück! Wie selig sterben sie als Märtyrer im Kampf! Freue dich, starker Kämpfer, wenn du im Herrn lebst und siegst! Aber noch mehr frohlocke und rühme dich, wenn du stirbst und dich mit dem Herrn vereinst.“

Das ist ja das Erschreckende, dass ausgerechnete der um seiner Christus-Mystik gerühmte Bernhard von Clairvaux (Martin Luther: „Ist jemals ein … Mehr

Martin Luther wider üble Nachrede (Operationes in Psalmos, zu Psalm 15,3): „Es ist Sache eines guten Menschen, die Verleumdung des Nächsten nicht anzunehmen, sie zu widerlegen, das Gegenteil zu behaupten, ihn zu verteidigen und, wenn er ihn nicht verteidigen kann, ihn zu entschuldigen oder wenigstens mit Schmerz und Mitgefühl selbst dem Feind und dem Schlechten gegenüber zu begegnen; denn so möchte jeder selbst behandelt werden. Daher wird man dem Nächsten nicht nur keinen Schaden zufügen oder Böses antun, sondern ihm auch Gutes tun, sei er Freund oder Feind, wie es die Lehre Christi in Evangelium nach Matthäus 6 [Matthäus 5,44] ist. Man wird weder nachforschen noch anzeigen, sondern dem Anzeigenden widerstehen und den Verleumder zum Schweigen bringen.“

Wider üble Nachrede Von Martin Luther Es ist Sache eines guten Menschen, die Verleumdung des Nächsten nicht anzunehmen, sie zu … Mehr

Martin Luther über den guten Ruf und dessen Schädigung (Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus, 1529): „Getraust du dich nicht, vor verordneten Amtspersonen zu stehen und dich zu verantworten, dann halte das Maul. Weißt du es aber, so wisse es für dich, nicht für einen andern. Denn wenn du es weiter sagst, auch wenn es wahr ist, stehst du doch als ein Lügner dar, weil du es nicht als wahr beweisen kannst; und dazu machst du es wie ein Bösewicht. Denn man soll niemandem seine Ehre und seinen guten Ruf nehmen, solange sie ihm nicht öffentlich genommen wird.“

Über den guten Ruf und dessen Schädigung (Auslegung des achten Gebots im Großen Katechismus) Von Martin Luther Du sollst nicht … Mehr

Walter J. Hollenweger, „Heilt die Kranken!“ Heilung als Gabe und Aufgabe der Gemeinde (1988): „Die Gemeinde wird diesen Dienst – genau wie der christliche Arzt – in der Gewißheit tun, dass alle Heilung von Gott kommt, ob jemand durch eine Operation, durch vernünftige Diät, durch Gebet oder durch eine Kombination verschiedener „Therapien“ geheilt wird. Es ist immer Gott, der heilt. Wir haben immer Grund, ihm für die Heilung zu danken.“

„Heilt die Kranken!“ Heilung als Gabe und Aufgabe der Gemeinde Von Walter J. Hollenweger ÜBERBLICK „Geht aber und predigt und … Mehr

Karl Jaspers, Das Gewissen vor der Bedrohung durch die Atombombe (1950): „Die Atombombe wird erst dann unmöglich, wenn Gewalt unter dem Recht steht. Dies setzt die übergeordnete Menschheitsinstanz voraus, deren Entscheidung getragen wird von den Rechtsformen, die die Souveränität jeder Staatlichkeit gebeugt haben unter eine Weltordnung der freien Menschheit in der Gegenseitigkeit des Mit­einanderredens und gesetzlich geordneten Ringens um die ständige Besserung der immer auch noch ungerechten Zustände.“

Das Gewissen vor der Bedrohung durch die Atombombe (1950) Von Karl Jaspers Es herrscht Einmütigkeit in der Verurteilung der Atombombe … Mehr

Joachim Gnilka über Jesus Christus (NBL): „Die ethischen Weisungen Jesu müssen gleichfalls im Kontext seiner Basileia-Predigt gelesen werden. In deren Annahme gewinnt der Mensch ein neues Verhältnis zu Gott. Es ist der Gott Israels, der Gott der Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der immer schon in der Geschichte seines Volkes gehandelt und sich jetzt entschlossen hat, das endgültige Heil durch Jesus bekanntzumachen und zu wirken.“

Jesus Christus Von Joachim Gnilka I. Die Quellen Außerntl. Zeugnisse für J. besitzen wir nur wenige. Herkömmlicherweise sucht man sie … Mehr