Begriffsklärungen in Sachen selbstbestimmtes Sterben und Tötung Wenn es um die Frage eines selbstbestimmten Sterbens geht, braucht es begriffliche Klärungen. … Mehr
Kategorie: Eigene Texte
Besinnung zu Hesekiel 3,3: „Liebe geht durch den Magen, aber Gottes Gerichtsworte an das Haus Israel mit aller Klage, Ach und Weh einfach schlucken? Und doch muss der Prophet sie nicht Wort für Wort herauswürgen. Im eigenen Gehorsam wandeln sich bittere Worte: Süß wie Honig munden sie ihm.“
Aus dem Andachtsbuch „Feste Burg“ (2026) meine Besinnung zum heutigen Predigttext Hesekiel 2,1-3,3: Und der HERR sprach zu mir: Du … Mehr
Zur Ethik der Integrität in Anlehnung an Dietrich Bonhoeffer: „Integrität ist wesentlich relational. Sie zeigt sich im Vermögen, Rechenschaft zu geben – nicht zur Selbstrechtfertigung, sondern um das eigene Leben erzählbar, kritisierbar und verantwortbar zu machen. Dazu gehören die Anerkennung von Verletzlichkeit und Schuld ebenso wie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und um Vergebung zu bitten. Integrität bewahrt davor, sich hinter Rollen, Identitäten oder moralischen Selbstzuschreibungen zu verbergen. Eine Identität muss geschützt werden – Integrität nicht.“
Zur Ethik der Integrität in Anlehnung an Dietrich Bonhoeffer „Der ist integer.“ – „Ihr kannst du vertrauen.“ Solche Sätze fallen … Mehr
Was darf ich erwarten, wenn ich bitte und bete? Zwölf Thesen: „Lebensnotwendendes Beten findet zu absichtsvollen Worten, die in Ehrfurcht vor dem gegenwärtigen Gott nicht dahergesagt werden. Die göttliche Entsprechung eigenen Bittens lässt dessen Handeln und dessen Güte für das eigene Leben wirklich werden. Beten lässt beim dreieinigen Gott das eigene Amen finden.“
Was darf ich erwarten, wenn ich bitte und bete? Zwölf Thesen 1. In der Bibel gibt es kein ursprachliches Wort, … Mehr
Zur Phänomenologie des Verlierens: „Damit verschärft sich die Frage, wie mit bleibenden Verlusten umzugehen ist, für die es innerhalb der eigenen Lebenswelt keine Auflösung mehr gibt. Verdrängung oder Kompensation können den Schmerz des Vermissens lindern, bleiben jedoch innerweltlich im menschlichen Bewältigungsrahmen gefangen. Phänomenologisch zeigt sich hier, dass der Mensch nicht nur verlierend handelt, sondern wesentlich verlustfähig ist: Er steht in einer Welt, in der alles ihm Entgangene prinzipiell entzogen bleiben kann.“
Zur Phänomenologie des Verlierens Verlieren ist eine grundlegende Erfahrung menschlichen Lebens, die in verschiedenen Formen auftritt. Nicht alles, was verschwindet, … Mehr
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist der Eucharistie: „Weil Jesus sich an seinem Tisch als Diener und Herr zugleich hingibt, sind in seinem Reich für alle, die an seinem Leben und Sterben Anteil haben, Würdesitze vorgesehen. Das Essen am gemeinsamen Tisch in Jesu Namen, bei denen die Teilnehmer auf Stühlen sitzen, wird zur Vorwegnahme der eschatologischen Heilsgemeinschaft.“
Die Erfindung des Esstisches aus dem Geist des Abendmahls Jesu Das Abendmahl Jesu stellen wir uns gewöhnlich als Tischmahlzeit vor. … Mehr
Nemesios von Emesa über den Thymos (Zornmut): „Es ist aber auch manchmal so, dass der Zornmut ein Verlangen nach Vergeltung ist; denn wenn wir Unrecht leiden oder meinen, Unrecht zu leiden, werden wir zornmütig, und dann wird die Seelenstimmung eine Mischung aus Begierde und Zornmut. Die Arten des Zornmütigen sind drei: Zorn – auch Galle und Bitterkeit genannt –, anhaltender Grimm und auf Vergeltung lauernder Groll.“
In Sachen politische Pathologie ist der Begriff des Thymos (Zornmut) unverzichtbar (vgl. Fukuyama und Sloterdijk). Nemesios von Emesas Begriffsbestimmung aus … Mehr
Das Paradies, der Überdruss und das Lebensglück: „Weder in dem dauerhaft Zuhandenen noch in dem erfolgreich Erstrebten findet der Mensch sein umfassendes Lebensglück. Was in der christlichen Lehre als (Glück-)Seligkeit (beatutido) verheißen wird, ist ein lebensvollendende Schau Gottes (visio Dei beatifica), von der ’selige‘ Menschen selbst eingenommen ist. Das Lebensglück entzieht sich damit eigener Bestimmung bzw. Wahl. Die Gottesschau lässt sich nur in paradoxer Weise als lebenserfüllend – Erfüllung, die keine Erfüllung ist – bezeichnen, da der Zustand einer ewigen Erfüllung den Vorgang einer Erfüllung unterbinden würde. Die visio Dei ist also ein Sehen, das sich nicht sattsehen kann.“
Das Paradies, der Überdruss und das Lebensglück Paradiesische Zustände sollen das eigene Lebensglück bedingen. In der Paradieserzählung (Genesis 2-3) wird … Mehr
Über die Rede von ‚Lebensabschnitten‘: „Ich zucke da zusammen: Abschnitt heißt Abtrennung, lässt an Scheren- oder Messereinsatz denken. Abgeschnittenes Leben birgt keine Verheißung.“
Von einem neuen Lebensabschnitt ist die Rede, wenn jemand pensioniert wird oder in die Rente geht. Ich zucke da zusammen: … Mehr