Heinrich Spaemann über „heilig“ bzw. „Heiligkeit“: „Wo keine Einübung mehr in die Unterscheidung des Heiligen geschieht, kommt es zur Einebnung des Heiligen in eine unheilige Welt, in der umgekehrt Unterdrückung von Wünschen als Sakrileg gilt und deren Konsumanspruch sich alsbald auch auf die zur Folklore heruntergekommene Religion als Randverzierung oder Verfeierlichung des Daseins erstreckt.“

Dass der Vater des Philosophen Robert Spaemann, Heinrich Spaemann (1903-2001), katholischer Priester gewesen ist, mag verwundern, erschließt sich jedoch aus … Mehr

Karl Barth über Hermann Friedrich Kohlbrügge (Die Protestantische Theologie im 19. Jahrhundert): „Kohlbrügge mußte für die Theologie seiner Zeit, die ja weithin auch noch unsere Zeit ist, in weit höherem Maße als der geräuschvollere Vilmar ein Ärgernis bilden. Er hat eine Sache vertreten, mit der man nur dann etwas hätte anfangen können, wenn man über die Aufklärung hinaus auch die Voraussetzung der Aufklärung, nämlich das pietistische Verständnis der Reformation zur Diskussion gestellt hätte: Nicht von der Aufklärung aus, wie nachher A. Ritschl, sondern von der Reformation selber aus!“

Über Hermann Friedrich Kohlbrügge (1803-1875) Von Karl Barth Kohlbrügge ist in keinem einzigen der mir bekannten Werke über Theologiegeschichte auch … Mehr

De divitiis – Über den Reichtum. Radikale Reichtumskritik in der Alten Kirche in der Übersetzung von Andreas Kessler: „Es scheint dir also gerecht, dass der eine vor Überfluss überquillt, der andere aber selbst an dem für den täglichen Gebrauch Nötigen Mangel leidet? Dass dieser aufgrund massloser Fülle erleichtert wird, jener aber aus Mittellosigkeit dahinsiecht? Dass dieser mit wertvollen und grossartigen und über die Notwendigkeit natürlichen Masses hinausgehenden Speisen vollgestopft wird, während jener nicht einmal durch wertlose Nahrung gesättigt wird?“

In seinem Buch Der Schatz im Himmel. Der Aufstieg des Christentums und der Untergang des römischen Weltreichs (Klett-Cotta, 2017) stellt … Mehr

Taufe, Eucharistie und Amt. Konvergenzerklärungen der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen (Lima-Papier 1982): „Die eucharistische Gemeinschaft mit dem gegenwärtigen Christus, der das Leben der Kirche stärkt, ist zugleich auch die Gemeinschaft im Leibe Christi, der Kirche. Das Teilhaben am einen Brot und gemeinsamen Kelch an einem bestimmten Ort macht deutlich und bewirkt das Einssein der hier Teilhabenden mit Christus und mit den anderen mit ihnen Teilhabenden zu allen Zeiten und an allen Orten.“

Taufe, Eucharistie und Amt. Konvergenzerklärungen der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen(Lima-Papier 1982, überarbeitete deutsche Übersetzung … Mehr

Paul Tillichs Kriegspredigt über Matthäus 5,14 (1917): „‚Ihr seid das Licht der Welt!‘ Lieben Kameraden! Es treibt mich, dies Wort zuerst und vor allem euch zuzurufen, die auf vorderster Wacht steht gegen Not und Tod. Was ihr tut, was ihr leidet, was ihr kämpft, was ihr siegt (was ihr auch in dem letzten Kampfe wieder an Heldenmut gezeigt habt), das leuchtet heller als die Großtaten eurer Väter, als die Heldentaten irgendeines Geschlechtes vor euch.“

Predigt über Matthäus 5,14: „Ihr seid das Licht der Welt!“ (1917) Von Paul Tillich Was Paul Tillich in seinen Autobiographical … Mehr

Erich Zenger, Biblische Miniaturen über Trösten und Trost: „So wie das Leid das Leben des Leiden­den verändert, kann und soll auch die tröstende Teilhabe das Zusammenleben der Getrösteten und der Tröster verwandeln. Das Mahl und das Gold sind dafür faszi­nierende Trostbilder und werden transparent für die zahlreichen bibli­schen Bilder, die Gott selbst als »Tröster« bezeugen und verheißen.“

Biblische Miniaturen über Trösten und Trost Von Erich Zenger Das hebräische Wort (genauer: die hebräische Wurzel mit den drei Konsonanten … Mehr

Ernst Fuchs‘ Predigt über Lukas 7,35-50 von 1935: „Der Herr weiß, dass die Liebe unteilbar ist. Das haben wir zu bedenken, wer Gott sucht, der sucht auch Menschen, denn er muß immer suchen, wer Gott liebt, der liebt auch Menschen, denn er muß immer lieben. Ohne die Sünde wäre das Suchen, wäre die Liebe das irdische Glück, weil uns aber die Sünde verblendet hat, so dass wir Gott am falschen Ort suchen, deshalb verliert sich unser Lieben und unser Suchen.“

Die unteilbare Liebe. Predigt über Lukas 7,36-50 Von Ernst Fuchs Liebe Gemeinde, wahrscheinlich dieselbe Geschichte wird bei Matthäus und Markus … Mehr