Walter Brueggemann, Saul bei der Totenbeschwörerin von En-Dor (Auslegung zu 1. Samuel 28,3-25): „Im besten Fall ist dieses Mahl eine Art letztes Abendmahl, eine letzte Mahlzeit für einen König, der nicht mehr lange König sein wird. Es ist, als wolle die Frau Saul eine letzte königliche Geste erweisen, wenn sonst niemand mehr dazu bereit ist. Saul erhält von diesem Mahl genug Energie, um aufzustehen und zu gehen. Er ist auf dem Weg zu den Philistern, zu seiner endgültigen Demütigung und zu seinem Tod.“

Saul bei der Totenbeschwörerin von En-Dor (Auslegung zu 1. Samuel 28,3-25) Von Walter Brueggemann Mitten in Davids gefährlichem Spiel kommt … Mehr

Kornelis Heiko Miskotte, Besserer Widerstand (Betere Weerstand. Ein illegales Flugblatt vom März 1941): „Die Raffinesse, mit der die Gewissen in Verwirrung gebracht wurden, war so geschickt, dass man ohne besondere Erleuchtung kaum hindurchsehen konnte. Vor allem aber: Auch sie wussten nicht und erkannten nicht, dass es auf den Totalstaat hinauslief, und noch weniger, dass die Weltanschauung dieses Totalstaates ein Nihilismus sein würde, die Verneinung aller christlichen Werte und moralischen Normen.“

Von Kornelis Heiko Miskotte stammt wohl folgende illegale Flugschrift geschrieben im März 1941 während der deutsche Besetzung der Niederlande. Sie … Mehr

Hans Graf von Lehndorffs kleines neuzeitliches Adventslied „Komm in unsre stolze Welt“ (EG 428) in seiner ursprünglichen Fassung: „Komm in unser reiches Land, Herr, in deiner Armut Blöße, / daß von Geiz und Unverstand willig unser Herz sich löse. / Schaff aus unserm Überfluß Rettung dem, der hungern muß!“

„Komm in unsre stolze Welt“ (EG 428) in seiner ursprünglichen Fassung als Adventslied Hans Graf von Lehndorff hatte seinen Vortrag … Mehr

Heinz-Dietrich Wendland über Mächte und Gewalten im Neuen Testament: „‚In dem Herrn und der Macht seiner Stärke‘ können und dürfen die Seinigen stark werden. Das ist aber nicht die Stärke der kosmischen Mächte und der Menschen­reiche, sondern die ‚Macht‘ der göttlichen Liebe und des heiligen Geistes, eine gewaltlose und macht­lose Macht, eine nicht-weltliche und gegen-weltliche Macht, die man glauben muß, um sie zu erfahren. Nur durch das Sein in Christus wird sie erschlossen.“

Macht, Mächte im Neuen Testament Von Heinz-Dietrich Wendland Mit der Mehrzahl „Mächte“ bezeichnen wir heute zusammenfassend eine Reihe von Wesenheiten, … Mehr

„Werden“-Zukunft versus ankommende Zukunft: „Dass diese göttliche Zukunft als Ankunft erwartet werden kann, braucht eine Rückbindung in der gegenwärtigen irdischen Wirklichkeit. Wenn in der christlichen Lehre von der Wiederkunft Christi die Rede ist („von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und Toten“ – Glaubensbekenntnis), verweist dies auf das Evangelium, also auf das Kreuz- und Auferstehungsgeschehen Jesu Christi.“

Zukunft als genetische Entwicklung („Werdende“) und adventliche Apokalypse („Kommende“) Wenn es um das deutsche Wort „Zukunft“ geht, sind damit zwei … Mehr

Gisbert Greshake über Ewigkeit und ewiges Leben: „Wer im Glauben und in der Nachfolge Christi steht, darf wissen, dass nicht nur seine Zeit und das, was in ihr geschieht, gerettet und bewahrt wird, sondern dass er schon jetzt einen ersten anfanghaften und dann einmal den vollendeten Anteil besitzt am ewigen Leben, das heißt an der alles umfassenden Seinsfülle Gottes.“

Ewigkeit/Ewiges Leben Von Gisbert Greshake 1. Die „Zeit“ Gottes Ewigkeit, ewiges Leben sind in der Hl. Schrift und in der … Mehr

Werner Elert, Der Christ und der völkische Wehrwille (1937): „Dass der Christ die Gemeinschaft seines Volkes nicht verleugnen kann, dass sein Glaube ihn nötigt, die Grundbedingung seiner irdischen Existenz aus der Hand Gottes entgegenzunehmen und dass er in Bereitschaft, Dienst und Liebe die praktischen Folgerungen daraus zieht, haben wir erwiesen. Aber die Durchführung des Wehrwillens bedeutet ja nun nicht nur irgendeinen Dienst und irgendeine Bereitschaft, sondern Waffendienst und Kampfbereitschaft. Der Wehrwille eines ganzen Volkes kann ohne diesen persönlichen Dienst und diese persönliche Kampfbereitschaft nicht durchgesetzt werden.“

Wer die Theologie Werner Elerts beurteilen will, muss sich dem stellen, was Elert während des Nationalsozialismus vorzutragen wusste und was … Mehr