Hans Wallhof über die Freude: „Sie ist die große Hochzeit des Geistes. Freude ist die Harmonie, die alle Grundstimmungen des Menschen und alle Erlebnisse der Tage zum Einklang bringt und die sogar Gott in das Spiel des Lebens einzubeziehen vermag und ihn als liebenden und fröhlichen Partner erahnt. Freude ist eine wunderbare Ruhe und eine quicklebendige Unruhe zugleich. Freude fängt das Schweigen ein und macht sprachlos und flirtet zugleich mit vielen Worten, um das Unsagbare in die Sinne zu bringen. Die Freude verwandelt sich immerfort: wohltuendes Licht, bergende Dunkelheit; verheißungsvolle Dämmerung.“

Freude Von Hans Wallhof SAC Freude ist ein Phänomen des Geistes und des Herzens, wie man die Wesensmitte eines Menschen … Mehr

Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ missverständlich ist: „Das Verführerische dieser Jahreslosung ist ‚das Gute‘, im Quartett mit ‚dem Frieden‘, ‚dem Leben‘ und ‚der Liebe‘ eines der verabsolutierten Worte, denen wir Menschen so leicht auf dem Leim gehen: ‚Das Gute‘ scheint für sich selbst zu sprechen, so dass es sich bedenkenlos vereinnahmen lässt. Unter einem ‚gütigen‘ Anspruch kann das eigene Wollen, wenn nicht gar die Begierde sich maskieren bzw. legitimieren.“

Warum die Jahreslosung 2025 „Prüft alles und behaltet das Gute“ im Hinblick auf das Evangelium Jesu Christi missverständlich ist Ich … Mehr

Leo Löwenthal über amerikanische Agitatoren (Prophetes of Deceit, 1949): „Die Themen werden mit einer frivolen Leichtigkeit vorgetragen. Die Aussagen des Agitators sind oft zweideutig und unseriös. Es ist schwierig, ihn auf irgendetwas festzulegen, und er erweckt den Eindruck, dass er absichtlich schauspielert. Er scheint zu versuchen, sich einen Spielraum der Unsicherheit zu lassen, eine Rückzugsmöglichkeit, falls eine seiner Improvisationen fehlschlägt. Er legt sich nicht fest, denn er ist bereit, zumindest vorübergehend, mit seinen Vorstellungen zu jonglieren und seine Kräfte zu testen. Er bewegt sich in einem Zwielicht zwischen dem Anständigen und dem Verbotenen und ist zu jedem Mittel bereit, von Witzen über Doppelzüngigkeit bis hin zu wilden Extravaganzen.“

Über amerikanische Agitatoren (Prophetes of Deceit) Von Leo Löwenthal und Norbert Guterman Die Tirade des Agitators mag einfach als das … Mehr

Wer bestimmt die Bedeutung von Wörtern? Alice hinter den Spiegeln im Gespräch mit Humpty Dumpty (Lewis Carroll): „Wenn ich ein Wort benutze“, sagte Humpty Dumpty in ziemlich verächtlichem Ton, „dann bedeutet es genau das, was ich will – nicht mehr und nicht weniger.“ „Die Frage ist“, sagte Alice, „ob man Wörter so viele verschiedene Dinge bedeuten lassen kann.“ „Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer der Herr ist – das ist alles.“

Wer bestimmt die Bedeutung von Wörtern? In Lewis Carrolls Alice hinter den Spiegeln (eine Fortsetzung von Alice im Wunderland) taucht … Mehr

Hans Thimme, ‚Gut‘ in der Bibel: „Der Begriff des Guten ist nach biblischem Sprach­gebrauch also theonom bestimmt und innerweltlicher Verfügbarkeit entnommen. Das steht in entscheiden­dem Gegensatz zum Sprachgebrauch und zur Vor­stellungswelt des griechischen Humanismus, inner­halb dessen das Gute eine Idee darstellt, die Wert und Wesen in sich selber hat und der Bezogenheit auf Gottes besondere Offenbarung ermangelt.“

‚Gut‘ in der Bibel Von Hans Thimme „Das sei aber den Einfältigen gesagt, …daß man Gott alleine trauen und sich … Mehr

Stephen E. Hanson und und Jeffrey Kopstein (The Assault on the State) über die Wiedergeburt des Patrimonialismus als Herrschaftsform: „Viele dieser Führer sind an die Macht gekommen, indem sie relativ freie und faire Wahlen gewonnen haben. Diese Männer als ‚antidemokratisch‘ darzustellen, kann bei ihren Anhängern das Gefühl schüren, dass das ‚liberale Establishment‘ heuchlerisch ist: Wenn Liberale Wahlen verlieren, nennen diese die Gewinner dann „Autoritäre“. Wir sind der Meinung, dass der treffende Begriff ‚Patrimonialismus‘ des deutschen Soziologen Max Weber die Bedrohung, die diese Führer für moderne Institutionen darstellen, besser beschreibt. Diese Männer geben sich als ‚Väter‘ ihrer Nationen aus, führen den Staat als eine Art ‚Familienunternehmen‘ und verteilen Staatsvermögen und Schutz an Loyalisten.“

In ihrem Buch The Assault on the State. How the Global Attack on Modern Government Endangers Our Future (John Wiley … Mehr

Hans G. Ulrich, »Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn« (Römer 14,8): „Es ist zu fragen, warum das Sterben, wie es zum Menschen gehört, in den verschiedenen Diskursen nicht wirklich als eben menschliches, als dem Men­schen so zukommendes und auch gewährtes in den Blick kommt – mit all dem, was an Hilfe und Beistand geleistet werden kann, aber vor allem mit all dem, was von jener anderen Geschichte im Sterben präsent wird. Das Bleiben in der Anfech­tung wie das Bleiben in der Geschichte, für die wir selbst nicht einstehen müssen, lässt uns befreit sein davon, das Sterben in die Regie nehmen zu müssen. Dies macht die ars moriendi und eine ihr entsprechende seelsorgliche Praxis aus, die in der Botschaft enthalten ist, dass wir Menschen gewürdigt sind, dieser anderen Geschichte zuzugehören, die Gott mit uns angefangen hat und die er weiterführen wird – in alle Ewigkeit.“

»Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn«[1] »Sterben« im Verständnis christlicher Tradition, auch im Blick auf die seelsorgerliche … Mehr