Besuch im ABAM-Missionsmuseum in Impur
Heute morgen war ich mit meinem Schwager Dr. Sunep Ao in Impur, dem Headquarter der Ao Baptist Arogo Mungdang (ABAM). Mein Schwiegervater Rev. Dr. T. Alemmeren war dort als theologischer Lehrer und Leiter des AO Missionswerks bis 1980 tätig. Der Bungalow, in dem mein Schwiegervater gearbeitet hatte, wurde zwischenzeitlich in ein Missionsmuseum umgewandelt, wo mit großem Stolz die Tätigkeit der amerikanischen baptistischen Missionaren, vorzugsweise dem Ehepaar Edward Winter Clark (1830-1913) mit seiner Ehefrau Mary Mead Clark. Wikipedia schreibt über beide: „Clark ist bekannt für seine Pionierarbeit als Missionar in Nagaland sowie für seine Bemühungen, die gesprochene Ao-Sprache in eine Schriftsprache zu übertragen. Clark erstellte das erste zweisprachige Wörterbuch der Ao-Sprache und gründete zusammen mit seiner Frau Mary Mead Clark die erste Schule in der Naga-Hills-Region im Nordosten Indiens. Mary Clark hielt ihre Erfahrungen in Assam und den Naga Hills in dem Buch A Corner in India fest.
Der Einfluss der baptistischen Mission auf die Ao und die übrigen 15 Naga-Stämmen kann nicht hoch eingeschätzt werden. In meinem Buch „Mission als Namenszeugnis“ (Mohr Siebeck, 2009) habe ich dazu geschrieben:
„Wo, wie im Falle der Naga, einer Gruppe von Bergstämmen in Nordostindien mit einer Vergangenheit als Kopfjäger, mehr als 90 % der Bevölkerung Christen sind, mag es durchaus einzelne Stimmen geben, die die ‚Christianisierung‘ der eigenen tribalen Gesellschaft ablehnen. Es wäre jedoch vermessen, daraus zu folgern, dass Naga sich als Opfer christlicher Mission sehen – ganz im Gegenteil. Innerhalb von drei Generationen ist durch eine weitgehend indigene Evangelisierung die baptistische Kirche ein integraler und für sie unverzichtbarer Bestandteil der eigenen Kultur geworden. Folgerichtig steht dort die Kirche im wörtlichen Sinne mitten im Dorf.“
Im Folgenden einige Bilder aus den Museum:





