Jan Twardowski, Es ist Trug, dass die Wonne: „Es ist Trug, dass die Wonne / diese stärkste und erste / herrscht wie ein Herr // Der Verborgene wird sichtbar / stellt ein Kreuz allgewaltig / zwischen mir auf und dir“

Es ist Trug, dass die Wonne

Wieviel Buchen gefallen
wieviel Stare entflohen
winters verband uns Schnee

Die optimistische Heide
die als letzte erblühte
war bereit, uns zu trau’n

Es ist Trug, dass die Wonne
diese stärkste und erste
herrscht wie ein Herr

Der Verborgene wird sichtbar
stellt ein Kreuz allgewaltig
zwischen mir auf und dir

Jan Twardowski

Quelle: Jan Twardowski, Geheimnis des Lächelns. Gedichte, übertragen von Karin Wolff, Graz-Wien-Köln: Styria, 1982, S. 79.

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