Fridolin Stier im Zwiegespräch mit Gott: „Es ist sinnlos, dich etwas zu fragen – um den Sinn dich zu fra­gen, ist sinnlos. Und doch frage ich: Was hast du im Sinn mit ihr, mit mir, mit uns allen, samt allen Geschöp­fen, den Macht- und Wehr­losen, fressend Gefressenen, gräßlich Verelendenden, alle zusammen, zum Weinen! Was willst du? Dass ich bitte: Geschehe dein Wille! den du ohnehin tust, gebeten oder ungebeten, wozu dich bitten?“

Im Zwiegespräch mit Gott

Von Fridolin Stier

Bist du? Und wenn du bist, hast du es gewollt? Göttlich, herrlich, – liebend gewollt? Right or wrong – so? Es ist sinnlos, dich etwas zu fragen – um den Sinn dich zu fra­gen, ist sinnlos. Und doch frage ich: Was hast du im Sinn mit ihr, mit mir, mit uns allen, samt allen Geschöp­fen, den Macht- und Wehr­losen, fressend Gefressenen, gräßlich Verelendenden, alle zusammen, zum Weinen! Was willst du? Daß ich bitte: Geschehe dein Wille! den du ohnehin tust, gebeten oder ungebeten, wozu dich bitten?

Es ist nicht verbürgt, daß das „Glück-des-Seins-bei-Gott“ keine Leiden an Gott mehr kenne.

Quelle: Fridolin Stier, Vielleicht ist irgendwo Tag. Aufzeichnungen, Freiburg-Heidelberg: Kerle, 1981.

1 Kommentar

  1. Es ist nur zu verständlich, dass jemand so fragt und denkt. Und doch ist es falsch. Wir bekommen Antwort, wenn wir ernsthaft nach Wahrheit suchen. Gottes Wille in der Welt kann nicht geschehen, wenn wir uns verschließen. Es liegt alles nur an uns. Klarheit finden Sucher, zweifelnde Christen, fortgeschrittene Christen hier: https://manfredreichelt.wordpress.com/inhaltsverzeichnis/ und hier: https://independent.academia.edu/ManfredReichelt

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