Karl Barth über Nikolaus Ludwig von Zinzendorf in seiner Kirchlichen Dogmatik: „der größte – und vielleicht der einzige ganz echte – Christozentriker («Christomonist» sagen die Toren!) der Neuzeit“

Karl Barth über Nikolaus Ludwig von Zinzendorf

Wenn nicht Alles trügt, ist eben das die gewiß prophetische Intention des Grafen Zinzendorf bei der Gründung seiner merkwürdigen «Brüdergemeinde» gewesen: nicht die Konfessionskirchen zu sprengen, nicht sie durch eine Superkirche zu ersetzen, sondern sie, in treuen Gliedern verschiedener Sonderkirchen in Freiheit zusammengetreten, unter dem wunderlich genug zu ihrem «Generalältesten» gewählten Jesus Christus zunächst exemplarisch mit ihrer nicht verlorengegangenen und faktisch unverlierbaren Einheit zu konfrontieren. Es wird schon kein Zufall sein, daß derselbe Mann, der in seiner Predigt, Dichtung und Dogmatik (sofern er eine solche hatte) der größte – und vielleicht der einzige ganz echte – Christozentriker («Christomonist» sagen die Toren!) der Neuzeit gewesen ist, vielleicht auch der erste echte, d. h. ganz von der Sache aus denkende und redende Ökumeniker genannt werden muß. (KD IV/1, S. 763)

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