Karl Barth, Fragen an das «Christentum» (1931): „Die Mission gegenüber den Religionen müsste anfangen mit dem Geständnis des «Christentums», dass es weiß, was die Verkündiger der Religionen nicht wissen, dass der Mensch im Dienste des einen wahren Gottes ein Armer ist, der Gott nicht entdeckt hat und nie entdecken wird, sondern immer nur dessen harren kann, dass Gott sich ihm entdecke.“

Fragen an das «Christentum»

Von Karl Barth

Die Schriftleitung unseres Zentralblattes hat mich freundlichst eingeladen, ein kurzes Wort zu sagen über «un sujet concernant les problèmes que posent au christianisme l’état actuel et futur du monde». Vielleicht darf ich hoffen, dem, was man von mir erwartet, am besten zu entsprechen, wenn ich einfach versuche, zu sagen, welches die Fragen sind, die ich heute (denn von der Zukunft möchte ich lieber schweigen) dem «Christentum» gestellt sehe.

Die erste Frage dürfte die sein: ob das «Christentum» sieht und versteht, dass es heute anders als gestern wieder einer ganzen Reihe von fremden Religionen gegenübergestellt ist? «Religion» ist nicht dasselbe wie wissenschaftliche, politische, moralische oder ästhetische Weltanschauung. Eine Weltanschauung kann der Mensch sich wählen oder wohl gar selber machen; er weiß ihre Bejahung säuberlich zu begründen und gerade darum ist sie eine von seiner wirklichen Existenz (von seinem «Privatleben») wohl unterschiedene Angelegenheit, der gegenüber er, letztlich und im Grunde anderswo zuhause, frei bleibt. Eine Religion dagegen ist eine Verkündigung und das Ergreifen und Bejahen einer Verkündigung eines vom Menschen entdeckten Gottes und kommt als solche mit einer Macht über ihn, die alles eigene Wählen oder gar Machen ausschließt, deren Bejahung er vollzieht, ohne dafür Gründe angeben zu können und zu wollen, eine Verkündigung, die den Anspruch und die Gewalt hat, vor allem und zuerst gerade seine eigene wirkliche Existenz (sein «Privatleben») mit Beschlag zu belegen, den ganzen Menschen zu ihrem Hörer und Gefangenen und zu ihrem neuen Sendboten und Soldaten zu machen. Vor zwanzig Jahren ging es um Weltanschauungen. Heute geht es um Religionen. Die Religionen, die die christlichen Theologen schon damals im Blick auf ihr Verhältnis zum «Christentum» und auf dessen Geltung ihm gegenüber studierten und diskutierten, waren entweder die vergangenen der alten Welt oder die des nahen und fernen Ostens. Sie standen dem christlichen Geschichtsforscher, dem christlichen Missionar drohend genug gegenüber, aber wirklich nicht so, dass sie dem «Christentum» als solchem, dass sie jedem Christen als Frage ins Bewusstsein treten mussten. Das ist’s, was heute, vor allem durch das Auftreten ganz neuer Religionen, anders geworden ist. Der genuine (russische) Kommunismus mit seiner Idee von der Herrschaft bzw. Alleinexistenz des «werktätigen Volkes» als des unbedingten, jedes Opfer fordernden, jeden anderen Anspruch ausschließenden Maßes und Zieles aller Dinge ist – grundverschieden von der im Ganzen so maßvollen Sache, die wir als «Sozialdemokratie» kannten und noch kennen – eine Religion, wie sie vielleicht seit den Tagen des alten Islam dem Christentum gegenüber nicht wieder auf dem Plan gewesen ist. Der internationale Faschismus mit seinem «Rasse, Volk, Nation!» ist, was er ist, genau in dem, was ihn von einer Weltanschauung unterscheidet und als Religion charakterisiert: in seinem dogmatisch fixierten Wissen um diese eine, die nationale Wirklichkeit, in seinem Appell an Gründe, die gar keine Gründe sind, in seinem Auftreten als unqualifizierte Macht, in seiner für uns alle, die wir vor 20 Jahren uns bildeten, so befremdlichen Unfreiheit und Ungeistigkeit. Wer nicht sieht, dass hier eine neue oder uralte Naturreligion am Werke ist, der wird mit seinem Zorn oder Gelächter über Gestalten wie Mussolini oder Hitler nur danebengreifen können. Kennzeichen einer Religion hat aber auch ein drittes erst in unserer Zeit zur vollen Entfaltung seines Wesens gelangtes Gebilde, weniger bewusst und aufdringlich und dafür mannigfaltiger in seiner Erscheinung als jene beiden ersten, aber vielleicht gerade darum nur um so wirksamer: der Amerikanismus, dessen Uniform heute schon alle fünf Erdteile tragen müssen, ob sie es wollen oder nicht, der Amerikanismus mit seinen undiskutierbaren Göttern Gesundheit und Behaglichkeit, denen in helläugigem Egoismus, verbunden mit einer brillanten Technik und gesalbt mit einer primitiven, aber unverwüstlich optimistischen Moralität, zu dienen ihren Gläubigen längst jenseits aller Reflexion so selbstverständlich ist wie das Atmen. Es könnte wohl sein, dass wir in dieser letzten die mächtigste von den drei genannten Religionen vor uns haben, weil keine von den andern so in sich selbst begründet ist, keine so unmittelbar einzuleuchten vermag, keine so leicht und froh zu leben ist. Und nun ist es sicher kein Zufall, dass eben in dieser unserer Zeit die bekannten historischen Religionen des Ostens, uns zunächst und am auffallendsten der Islam, neues Leben gewonnen zu haben scheinen, als Religion (in der ganzen bindenden und letztlich rätselhaften Gewalt, die der Religion eigen ist) ganz anders ernst genommen sein wollen, der christlichen Mission an verschiedenen Stellen ein fast unüberwindliches Halt! entgegenrufen, in Form von wunderlichen Mischformen (Anthroposophie!) mitten im alten Bereich des «Christentums» eigene neue Wurzeln schlagen – kurz, neben jenen neu entstandenen oder sichtbar gewordenen Religionen ebenfalls wieder ernstlich auf den Plan getreten sind. – Die Frage, die dem «Christentum» heute zunächst gestellt ist, scheint mir die zu sein: sieht und versteht es diesen Sachverhalt? Versteht es, dass es durchaus nicht einer entgötterten Welt gegenübersteht (die Rede vom «Säkularismus» der modernen Welt dürfte auf einem verhängnisvollen Missverständnis beruhen!), sondern: «Ich sehe euch, dass ihr in allen Stücken gar sehr die Götter fürchtet.»[1] Versteht es, dass es heute keineswegs mehr von so und so viel diskutierbaren, im Grunde unverfänglichen und unverbindlichen, letztlich nicht ernsthaften Weltanschauungen, sondern von so und so viel höchst ponderablen Religionen umgeben ist, denen es antworten muss, wie es als «Christentum» fremden Religionen, nicht aber, wie es vielleicht diesen und jenen ihm nicht eben genehmen Weltanschauungen zu antworten hat.

Die zweite Frage wird dann die sein, ob das «Christentum» sich darüber klar ist, dass es von diesen Fremdreligionen etwas Anderes als Kampf bis aufs Messer nicht zu erwarten hat? Von den Weltanschauungen kann man das nicht sagen. Sie streiten gegen das «Christentum» erst und nur, sofern sie verkappte Religionen sind. Und nun können die Religionen unter sich Toleranz üben. Bolschewismus und Islam, Faschismus und Amerikanismus können sich eines Tages gegenseitig finden und sicher jetzt schon viel voneinander lernen. Ein Hitlerianer kann Kommunist werden oder umgekehrt, ohne dass allzuviel anders wird: er hat Götter gewechselt, die man wirklich wechseln kann. Aber wenn die Religionen auf das «Christentum» stoßen, werden sie alle unerbittlich werden. Dem «Christentum» gegenüber haben sie alle ihre heiligsten Güter, nämlich gerade ihr Wesen als Religionen, zu verteidigen. Denn das «Christentum» stellt die Gottheit aller Götter und mit ihnen den Ernst aller Religiositäten in Frage. Es verkündigt ja nicht einen Gott, der sich schon durch seinen Namen als eine Gewalt der Natur oder des menschlichen Geistes und damit als einen Gott neben andern verrät, sondern den Gott. Wenn der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat [Ps. 121,2], wenn der Gott, vor dem der Mensch mit allen seinen natürlichen und geistigen Möglichkeiten ein verlorener Sünder ist, sich offenbart hat, wie das «Christentum» bekennt, dann ist es zu Ende mit den absoluten Bindungen, von denen die Religionen leben. Das ist’s, was keine Religion dem «Christentum» verzeihen kann. Die einzig mögliche Beziehung, die die Religion als solche dem «Christentum» gegenüber haben kann, ist die der Kaiserreligion der ausgehenden Antike: die Christenverfolgung. Wenn etwas von dem Ernst des Kommunismus in Russland zeugt, so ist es das Entsprechende, das sich in den letzten Jahren dort ereignet hat. Aber es handelt sich nicht um die Aussicht auf blutige oder auch unblutige «Verfolgung». Was das «Christentum» heute wissen müsste, das ist: dass es von allen Religionen her, wie sie auch heißen und wie sie auch vorgehen mögen, Gegnerschaft und nur Gegnerschaft zu erwarten hat. Und zwar darum, weil es selber ihr natürlicher Angreifer ist, weil es sie angreift, indem es da ist, weil es sie alle – das tut keine Religion der andern – indem es da ist, zur Kapitulation auf Gnade und Ungnade aufgefordert hat, weil zwischen ihm und ihnen von ihm selbst aus jede gemeinsame Basis, jede Diskussionsmöglichkeit und also Verständigungsmöglichkeit abgeschnitten ist. Man kann nur aus Vergesslichkeit, aus einem kleinen Missverständnis der einen oder der andern Seite Kommunist und Christ, Faschist und Christ, «Amerikaner» (europäischer Amerikaner!) und Christ sein. Das wissen die Anderen auch, auch wenn sie das Entweder-Oder so scharf nicht stellen wie etwa der genuine Kommunismus. Das «Christentum» aber müsste es genau wissen. Es müsste wissen, dass es in den es umgebenden Fremdreligionen, im Geist, im Prinzip, im Willen, im Dämon dieser Religionen schlechterdings Feinde vor sich hat, von denen es keine Toleranz zu erwarten hat, weil es ihnen auch keine gewähren kann.

Das führt uns auf die dritte Frage: Weiß das «Christentum», wie nahe ihm die Versuchung liegt, sich durch einen kleinen Verrat an der eigenen Sache dem so drohenden Konflikt mit den fremden Religionen zu entziehen? Weiß es, dass das nicht geschehen darf? Wir könnten es einfach fragen: weiß es, dass es unter keinen Umständen mit den Wölfen heulen darf? Die Religionen lassen nämlich mit sich reden, wenn man mit ihnen zu reden weiß, wenn man die paar wenigen Weihrauchkörner, die sie zur Besiegelung des Verrats verlangen, ihnen nicht geradezu versagt. Der Faschismus hat überall ein «Christentum» gefunden, das über die Gottheit «Rasse, Volk, Nation» mit ihm zu reden wusste. In Russland, wo die Dinge am schwierigsten liegen, scheint Entsprechendes doch auch schon möglich geworden zu sein. «Amerika» gar hat ein «Christentum», das sich das gefallen ließ, völlig in sein System einzubauen gewusst. Es wird sich bei solchem Verrat wirklich nur um ein paar Anpassungen und Konzessionen handeln. Wie leicht ist das «Christentum» dahin umzudeuten, dass der «Arbeiterklasse» oder der «Nation» oder auch einfach dem gesunden, zufriedenen, menschlichen Individuum nun doch ein Anteil an der Würde des einen Gottes zugeschrieben wird. Wie leicht lässt sich Einiges im «Christentum», das seinen Angriff auf alle Religion sichtbar machen müsste, verschweigen oder verharmlosen. Wir haben es vor drei Jahren erlebt, dass eine internationale christliche Missionskonferenz ausgerechnet in Jerusalem nicht sowohl um das Verständnis des Evangeliums als vielmehr um die «Werte» (valeurs) der nicht-christlichen Religionen sich wochenlang bemühte. Wir haben es im Weltkrieg miterlebt, wie das «Christentum» aller Länder sich mit dem Dogma der damals maßgebenden Religion abzufinden und zu vereinigen wusste. Dasselbe ist in früheren Jahrhunderten wieder und immer wieder geschehen. Weiß das «Christentum», dass solche Versuchung jetzt wieder und vielleicht mächtiger als je vor seiner Türe steht? Die christliche Botschaft müsste gerade in der Verwirrung und Not unserer Tage sehr rein, gänzlich unvermischt mit den Stimmen jener Religionen ertönen. Die Daseinsmöglichkeit der christlichen Kirche, die man durch jene Brückenschläge zu den anderen Religionen hin sichern möchte, könnte gerade damit stehen und fallen, dass man solches Brückenschlagen vorbehaltlos unterlässt, dass das «Christentum» mit seiner Botschaft von dem einen Gott und seiner Barmherzigkeit für den verlorenen Menschen durch alle Religionen, wie sie auch heißen mögen, und werde daraus, was da wolle, mitten hindurchgeht, ohne sich ihren Dämonen auch nur einen Finger breit anzupassen. Darf und kann das Christentum, die Religionen und sich selbst recht verstehend, etwas Anderes tun als den Angriff auf sie, der nun einmal in seinem Wesen liegt, fortsetzen? Darf und kann die Antwort des Christentums an die Religionen eine andere sein als eben die Mission? Nicht die Propaganda, die für die menschlichen «Bedürfnisse» sorgt und nach ihnen sich richtet, sondern die Mission, die dem Menschen auf den Kopf zusagt, dass er seine noch so tiefen Bedürfnisse missversteht, indem er sie in jenen Religionen befriedigt, dass seine vermeintliche absolute Bindung an den «Gott» dieser und dieser Religion ein Rausch ist, den er ausschlafen kann und soll – die Mission, die dem Menschen sagt, was Gott offenbart hat und was er darum hören muss, weil Gott es offenbart hat. Eines würde das «Christentum» damit jedenfalls beweisen: dass es selber glaubt, was die Religionen von sich unmöglich glauben können, dass seine Botschaft auf Offenbarung beruht und nicht auf einem menschlichen «Es ist mir so», und wäre es noch so tief und gewaltig. Über ein «Es ist mir so» kann man letztlich, und wenn sich die Religionen noch so sehr dagegen wehren, eben doch parlamentieren. Über offenbarte Wahrheit gibt es kein Parlamentieren. Warum parlamentiert das «Christentum», wenn es an eine offenbarte Wahrheit glaubt?

Aber damit sind wir schon bei einer letzten und schwersten Frage. Die heutige Lage, der Konflikt mit den neuen und alten Religionen, stellt das «Christentum» letztlich und vor allem vor die Frage, ob es sich denn selber verstanden hat? Ob seine Verkündigung denn im Unterschied zu der der Religionen die christliche Verkündigung wirklich ist? Ob es denn glaubt, und zwar recht glaubt, und dann auch recht sagt, was, indem es den Angriff nicht unterlässt, indem es den Religionen mit Mission antwortet, von ihm gesagt werden müsste? Wenn es sich selber recht verstanden hat, dann kann es ja gerade nicht bloß «Christentum», «Christianismus» sein wollen. Als -tum oder -ismus wäre es selbst eine Religion neben andern. Vielleicht nicht einmal das, vielleicht bloß eine Weltanschauung und den Religionen dann an Kraft sicher unterlegen. Weiß das «Christentum», dass es mehr, dass es etwas Anderes ist, als alle Weltanschauungen und Religionen sein können? Weiß es, dass es die Kirche des einen Gottes ist, die Kirche Jesu Christi, die Kirche des Gottes, der sich über Verlorene erbarmt? – Wir können nur noch kurz zusammenfassen, was das bedeuten würde. Ein «Christentum», das sich selbst verstehen würde als Kirche, würde mitten in der redseligen Herrlichkeit der Religionen der Ort sein wollen, wo der Mensch hört und Gott redet. Darum geht es doch, wo Offenbarung ist: Alles muss da auf das rechte Hören und Wiederhören und Besserhören ankommen. Die Mission gegenüber den Religionen müsste anfangen mit dem Geständnis des «Christentums», dass es weiß, was die Verkündiger der Religionen nicht wissen, dass der Mensch im Dienste des einen wahren Gottes ein Armer ist, der Gott nicht entdeckt hat und nie entdecken wird, sondern immer nur dessen harren kann, dass Gott sich ihm entdecke. Wissend um diese Armut, müssten sich die Christen mit Kommunisten, Faschisten und allen andern Religiösen solidarisch wissen: verbunden in der gleichen Not, von der sie freilich wissen, dass es in ihr nur eine Hoffnung gibt, und verbunden in demselben Fragen, auf das die Religionen zum Fluch der Menschen ihre unheimlichen, dämonischen, falschen Antworten geben. Wer an Gottes Offenbarung glaubt und also weiß, dass er hören und Gott reden muss, der ist eben dadurch sozusagen automatisch mit jedem Menschen verbunden: er wird auch in seiner Fremdreligion die gemeinsame Not und Frage, um die der Andere freilich nicht weiß, wiedererkennen. So verbunden mit ihm wird er mit Autorität zu ihm reden können. Hört die Kirche das Wort Gottes, dann ist sie Kirche und also sicher kein Verein, der Propaganda macht. Sie hat dann Mission, das heißt Sendung. Sie hat dann zu sagen, was man hören muss. Sie braucht dann nicht zu schweigen, weil sie es nicht darf. Sie darf dann auch Anstoß geben, weil sie es muss. Sie braucht dann um sich selbst nicht besorgt zu sein. Es wird dann aber, was sie den Menschen zur Linken und zur Rechten, ihnen zulieb oder zuleid, zu sagen hat, nicht ein menschliches Gesetz, sondern das Evangelium sein. Sie wird die Vergebung predigen und keinen anderen Gehorsam als den, der aus der Vergebung kommt. Sie wird dem System der Religionen kein christliches System entgegenhalten. Sie wird nicht gegen sie streiten, wie die Religionen für sich selbst streiten. Sie wird, gerade indem sie mit Autorität redet, die Freiheit verkündigen: die Freiheit des Gewissens und die Freiheit für den Bruder, die dem Menschen durch die Religionen genommen ist und die nur der eine wahre Gott ihm wiedergeben kann. Und sie wird diese Freiheit nicht als Ideal verkündigen, sondern als weihnachtliches Geschenk: Ihr dürft euch von der Knechtschaft der Dämonen erlösen lassen, denn ihr seid schon erlöst. Also: sie wird die Gnade als Gnade predigen. – Tut das das «Christentum»? Ist das sein Ort, seine Art und seine Botschaft? Weiß es, dass es ist und will es sein: die Kirche Jesu Christi? Das dürfte die heute dringender als je gestellte Frage an das «Christentum» sein, und ich habe nur noch hinzuzufügen, dass sie jeder in dem Maß verstehen kann, als er sie als an sich selbst gerichtet versteht.

Ursprünglich veröffentlicht in der Weihnachtsnummer des «Centralblattes des Schweizerischen Zofingervereins», Jg. 72 (1931), S. 169-176.

Quelle: Karl Barth, Theologische Fragen und Antworten. Gesammelte Vorträge, Bd. 3, Zollikon 1957, S. 91-99.


[1] ἄνδρες Ἀθηναῖοι, κατὰ πάντα ὡς δεισιδαιμονεστέρους ὑμᾶς θεωρῶ (Act. 17,22)

Hier der Text als pdf.

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